WIFI: Die „Bildungs-Nahversorger“ in allen Bezirken

Die Bezirksstellen des WIFI garantieren maßgeschneiderte Bildungs-Angebote vor Ort. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig diese Verankerung des WIFI in den Regionen ist.

Erst das Zusammenspiel der Bezirksstellen mit dem WIFI Campus in Innsbruck macht das WIFI Tirol zu dem, was es ist: dem Erwachsenenbildner Nummer 1. Damit folgt das WIFI der Philosophie, die hinter der gesamten WK Tirol steckt: Bildung mit einem dezentralen Aufbau, neben Interessenvertretung und Service, in sämtlichen Tiroler Bezirken sicherzustellen. Gerade in Corona-Zeiten zeigt sich, wie wichtig regionale Wirtschaftskreisläufe sind – daher sind für Wirtschaftskammer und WIFI lokale Strukturen unverzichtbar.

„Jeder Bezirk ist besonders – mit besonderem regionalem Branchenmix und einzigartigen Betrieben, die es zu fördern und zu stärken gilt. Die Bezirksstellen des WIFI Tirol garantieren, dass die Bildung zu den Menschen kommt und nicht umgekehrt“, erklärt WIFI-Geschäftsführer Paul Vyskovsky. Das WIFI nimmt über die Bezirksstellen seine Funktion als „Bildungs-Nahversorger“ wahr. Zudem sind nicht alle Teilnehmer zeitlich und örtlich so flexibel, um Ausbildungen ausschließlich in der Landeshauptstadt zu absolvieren. Die Bezirksstellen sorgen mit ihrem Angebot für eine Belebung des ländlichen Raums: „Mit Kursen vor Ort erspart das WIFI Teilnehmern aus entfernten Regionen und Tälern lange An- und Abreisen“, betont Werner Kropf vom WIFI Imst und belegt dies mit einer beeindruckenden Rechnung: Beim letzten großen Buchhalterkurs konnten die Teilnehmer durch das Angebot vor Ort insgesamt 47.000 Kilometer Fahrtstrecke vermeiden  – das spart den Firmen und Mitarbeitern Zeit und Geld und hilft auch der Umwelt.

Regionale Schwerpunkte

Die Tiroler Bezirke sind in ihrer Wirtschaftsstruktur unterschiedlich aufgestellt. Deswegen bieten die Bezirksstellen des WIFI Schwerpunkte, die exakt die Nachfrage seitens der lokalen Unternehmen abdecken – „und das mit Trainern aus der Region, die diese Strukturen kennen und darauf Bezug nehmen können“, betont Wolfgang Weirather vom WIFI Reutte. So hat die Bezirksstelle Imst einen starken kaufmännischen und technischen Schwerpunkt – von den Grundausbildungen in Buchhaltung über die Ausbildung für Baggerfahrer bis zur Smart-Home-Anwendung kann alles vor Ort absolviert werden. Das WIFI Landeck legt seine Schwerpunkte auf touristische Ausbildungen, Angebote für Seilbahnunternehmungen, technische Ausbildungen sowie Lehre und Matura.

Reutte forciert Technik, Management, Sprachen und Reifeprüfungen. Die Bezirksstelle Schwaz legt den Fokus auf Rechnungswesen, Betriebswirtschaft, Kurse für Unternehmer, Tourismus, Lehre und Matura. Kufstein und Kitzbühel setzen auf Betriebswirtschaft, Persönlichkeit, Management, schulische Bildung und IT. Osttirol bietet beispielsweise den Meisterkurs Mechatronik, den Lehrgang HR Business Partner, die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter oder die Berufsreifeprüfung kompakt. Da die Wirtschaft einem starken Wandel unterzogen ist, passt sich das WIFI diesen Anforderungen ständig an und erneuert laufend sein Angebot.

Nummer 1 bei Online-Lernen

Eine besondere Herausforderung stellt die aktuelle Corona-Situation dar. Das WIFI Tirol ist in den vergangenen Monaten zum österreichweit führenden Bildungsinstitut für digitales Lernen geworden. Die Erfahrungen haben auch nach Corona Bestand und bieten attraktive Möglichkeiten für Betriebe und Kursteilnehmer. Das WIFI deckt die gesamte Bandbreite ab und bietet Live-Online-Kurse, begleitete Online-Kurse oder Sofort-Online-Kurse. Live-Online Kurse sind am ehesten mit Präsenzkursen vergleichbar. Die Lehrinhalte werden in virtuellen Lernräumen von WIFI TrainerInnen der Gruppe live und interaktiv vermittelt.

Als zweite Variante sind am WIFI Tirol eine Vielzahl an Sofort-Online-Kursen verfügbar, die jederzeit abrufbar sind und deren Inhalte von den TeilnehmerInnen ohne Trainer-Support selbst erarbeitet werden. Die dritte Möglichkeit, begleitete Online-Kurse, stellt eine Kombination aus den ersten beiden Varianten dar: Teilnehmer erarbeiten aus aufgezeichneten Online-Kursen bzw. Online-Lernvideos die Inhalte, ein Teil der Lehreinheiten findet aber in virtuellen Lernräumen mit WIFI Trainern statt, die Fragen beantworten oder Lernfortschritte überprüfen. Auch für Betriebe bietet sich durch das WIFI Online-Lernangebot eine interessante Möglichkeit, rasch verfügbare, individuelle Online-Schulungsprogramme zur internen Weiterbildung zu verwirklichen. Die Online Lernangebote des WIFI sind zum Teil auch für die Bildungskarenz zugelassen und bieten aktuell eine attraktive Alternative zur Kurzarbeit.

Stabilität in Corona-Zeiten

Die Corona-Zeit stellt auch für die Bezirksstellen eine besondere Herausforderung dar. So konnte beispielsweise das WIFI Lienz auch in der Zeit des Lockdowns fast alle laufenden Kurse weitergeführt werden. Ausbildungen, die im Zeitraum der Quarantäne gestartet wären, wurden in den Mai bzw. Juni verschoben. Eine vergleichbare Entwicklung hat auch in den übrigen Tiroler Bezirken stattgefunden. Über die Bezirke konnte die durchgehende Betreuung der Teilnehmer sichergestellt werden.

„Meine Kollegin und ich waren im Homeoffice praktisch rund um die Uhr erreichbar, unser Haustechniker war vor Ort für technische Fragen da und unsere Kollegen in Innsbruck waren ebenfalls jederzeit für Hilfestellungen erreichbar“, berichtet Angelique Hertlen von der Bezirksstelle Schwaz. Auch für Walter Patterer von der WIFI-Bezirksstelle Lienz ist der rasche Umstieg auf Online-Angebote eine Erfolgsgeschichte: „Die Teilnehmer waren und sind froh, sich in dieser Zeit weiterbilden zu können, ohne große Wegstrecken hinter sich zu bringen. Jene, welche in der Corona-Krise beruflich besonders gefordert sind, schätzen diese Lernmöglichkeit aufgrund der Einfachheit genauso wie jene, die derzeit über mehr Zeit verfügen.“

Kontinuität und Stabilität sind in Krisenzeiten elementar – für die WIFI-Kunden war und ist es wichtig, dass ihre Kurse und Ausbildungen weiterlaufen und geplante Prüfungstermine bestehen bleiben. „Die letzten Monate waren geprägt durch Sorgen um den Arbeitsplatz, Einbußen durch Kurzarbeit sowie eine unternehmerische Ausnahmesituation – umso wichtiger war es, unser umfangreiches Bildungs-Angebot aufrecht zu erhalten und ein Stück Normalität zu vermitteln“, erklärt der WIFI-Verantwortliche der Bezirksstelle Landeck, Klaus Schuler.

WIFI blickt Richtung Zukunft

Die WIFI Bezirksstellen werden ihre Stärken auch in der jetzigen Phase der Corona-Krise und danach ausspielen. Regionaler Bezug bedeutet kurze Wege, klare Strukturen, persönliche Ansprechpartner und individuelle Betreuung. „Was man selbst als Kunde immer gerne erfährt, ist auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung zunehmend wichtig“, ist sich die WIFI-Verantwortliche der Bezirke Kufstein und Kitzbühel, Birgit Enk, sicher. Online-Lernen wird auch in Zukunft einen fixen Bestandteil des Gesamtangebots bilden: So müssen Trainer aus entfernten Destinationen nicht mehr zwingend anreisen und können einfach online zugeschaltet werden. Umgekehrt besteht für Teilnehmer aus ganz Tirol die Möglichkeit, an Ausbildungen teilzunehmen.

Und selbstverständlich gilt für die WIFI-Bezirksstellen dasselbe wie für die heimischen Unternehmen: Die Entwicklung bleibt nie stehen. Weitere Spezialisierungen, die Reaktion auf aktuelle Nachfragen vonseiten der Betriebe, maßgeschneiderte Angebote für Unternehmen und die optimale Abstimmung von Online- und Präsenzkursen sorgen dafür, dass die WIFI-Bezirksstellen weiterhin die Anlaufstelle Nummer 1 bleiben, wenn es um berufliche Aus- und Weiterbildung geht.

»Weitere Informationen: WIFI Tirol

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