kreativland.tirol: Startschuss ist gefallen!

Corona-bedingt verspätet und mit noch schärferem Bewusstsein für die Kraft der Kreativität wurde der Startschuss für das kreativland.tirol gesetzt. Ein dickes Ding, welches auch die entsprechende Bildung im Land ankurbeln soll.

Das Feedback war echt sehr gut“, weiß Tom Jank. Stimmt. Bereits zwei Tage, nachdem die Auftaktveranstaltung für das kreativland.tirol angekündigt wurde, war der WEI SRAUM in Innsbruck ausgebucht. Corona-bedingt durften dort nur 40 Plätze vergeben werden, doch der große Rest der Interessierten konnte via Stream auf Facebook live dabei sein, als der offizielle Startschuss für die neue Schubkraft der kreativen Energien des Landes gegeben wurde. „Ich glaube, die Branche hat darauf gewartet und jetzt geht es erst einmal darum, eine dynamische Masse zu erzeugen“, so Jank, Vorsitzender der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der WK Tirol und mit WEI SRAUM-Gründer und -Leiter Kurt Höretzeder energetischer Treiber der Idee.

Aufgrund von Corona musste der Start verschoben werden und die rundum wilden und viel neues Denken herausfordernden Monate haben das Bewusstsein gegenüber der Kraft der Kreativität weiter geschärft. Derart geladen wurde der 28. Juli 2020 zum Geburtstag des kreativland.tirol, das die bislang so schwer zu positionierende Kreativwirtschaft des Landes fördern, strukturell stärken und mit der restlichen Wirtschaft vernetzen will. Stefanie Höllinger und Gina Vedova haben bereits mit der Arbeit begonnen, das kreativland.tirol ist als Cluster in der Standort­agentur eingebettet und Tom Jank weiß: „Sie bringen das Ganze auf den Boden – von den großen Visionen und Konzepten ins Tagesgeschäft.“

Kreative Herausforderung

Zu den zentralen Arbeitsfeldern der dem „dicken Ding“ zugrundeliegenden Kreativwirtschaftsstrategie zählen die Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung, der Aufbau eines Netzwerks, die substanzielle Verbesserung der Ausbildungsangebote, die Entwicklung spezifischer Förderprogramme, die Etablierung einer fairen und transparenten Wettbewerbskultur und die Entwicklung eines innovativen Angebots im Bereich Kreativtourismus.

„Ich finde die Idee der Zusammenarbeit mit dem Tourismus sehr spannend“, hielt Ines Kraus im Rahmen des Auftaktes fest. Kraus stellte sich als Vertreterin beider Welten vor, ist sie doch selbst Grafikdesignerin und ihr Mann betreibt den in den vergangenen zwei Jahren geschlossenen Gasthof Esterhammer in Rotholz. „Wir machen jetzt den Gastbetrieb wieder auf, doch der Rest liegt. Es wäre viel Potenzial da, das genutzt werden könnte“, brachte Ines Kraus die kreative touristische Herausforderung, die in stattlichen und raumsatten Häusern schlummert, auf einen ganz konkreten Punkt. „Ja, im Grunde geht es darum, dass wir Menschen zusammenbringen, dass wir auch Touristikern, die nach einem gewissen Schema arbeiten, einen Raum geben“, sagt Jank zum Thema „Kreativtourismus“, der vielleicht noch nie so gefragt war wie jetzt.

kreativland fordert Entsprechende Ausbildung

Schon lange gefragt wäre ein höherwertiges Ausbildungsangebot. „Aus Erfahrung wäre es extrem wichtig, wenn wir – aufbauend auf HTL und WDA (Werbe Design Akademie Innsbruck – Anm.) – eine weiterführende Kreativausbildung im Land hätten. Idealerweise mit BAK/Mas­ter-Abschluss“, schaltete sich Mediasquad-Geschäftsführer Chris Sitar via Kommentarfunktion in die der Präsentation folgende WEI SRAUM-Diskussion ein. Um seine Forderung zu untermauern, hielt er fest, dass sein Unternehmen mehr Leute aus Deutschland, Salzburg und Vorarlberg beschäftige als aus Tirol, „weil es einfach keine entsprechende Ausbildung im Land gibt“.

Dieses fehlende Ausbildungsangebot ist ein wunder Punkt im Bildungsstandort Tirol. „Viele Kreative kehren nicht mehr zurück nach Tirol“, weiß Höretzeder von einem Braindrain zu berichten, der fatal ist für Branche wie Land. Nur Kärnten, Burgenland und Tirol können keine entsprechende Ausbildung anbieten. „Ein Armutszeugnis für ein Land mit unserer Kraft und Historie“, unterstreicht Tom Jank das Zelger-Erbe wie den Bedarf und stellt im Namen der kreativland.tirol-Köpfe fest: „Wir wollen alle eine vollwertige Ausbildungsstätte. Alles andere wäre Dümpelei.“

»Weitere Informationen: kreativland.tirol

Bild oben: Auftaktveranstaltung für das kreativland.tirol. Tom Jank, Stefanie Höllinger, Marcus Hofer und Kurt Höretzeder (v. l.)  im WEI SRAUM in Innsbruck.

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