Distance Learning für Berufsschüler im Lehrbetrieb

Praktischer Unterricht an Berufsschulen ist weiterhin möglich. Distance Learning am Lehrbetriebsstandort soll laut WK, AK und der Bildungsdirektion Tirol als Chance genützt werden.

Die Tiroler Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer Tirol und die Bildungsdirektion Tirol sehen im Distance Lerning am Lehrbetriebsstandort eine Chance für Lehrlinge und das Unternehmen. Berufsschüler werden bis vorerst 6. Dezember zu einem guten Teil im Distance Learning unterrichtet. Der fachpraktische Unterricht und der Laborunterricht sind weiterhin an den Berufsschulen möglich.

“Für das Homeschooling in den allgemeinbildenden und theoretischen Fächern wurden für die Lehrlinge, die die erforderliche technische Ausstattung zuhause nicht vorfinden, Laptops angekauft. Diese werden von der jeweiligen Berufsschule an die Lehrlinge verliehen. Die digitale Kommunikation ist für Lehrlinge und Lehrpersonen ungewohnt. Die Tiroler Fachberufsschulen haben sich jedoch auf diese Situation eingestellt”, erklärt Roland Teissl, Schulqualitätsmanager der Berufsschulen.

Trotz aller Anstrengungen seitens der Bildungsdirektion und des Landes kann es immer noch Lehrlinge geben, die die technischen Voraussetzungen für das Homeschooling zuhause nicht vorfinden. WK-Präsident Christoph Walser fügt hinzu: “Hier stoßen Lehrlinge an ihre Grenzen. Ein Umdenken und mehr Zusammenhalt mit der gegebenen Lernsituation muss hier passieren.”

Distance Learning im Ausbildungsbetrieb

Die Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und die Bildungsdirektion Tirol sind sich dieser schwierigen Situation bewusst und hoffen auf die Kooperation der Lehrbetriebe, dass jene Lehrlinge, die das Homeschooling von zuhause nicht durchführen können, dieses vom Ort des Lehrbetriebes aus absolvieren können. Das heißt: Distance Learning für jene Berufsschüler im Ausbildungsbetrieb. So hätten die Auszubildenden für die Dauer der Berufsschulzeit zeitweise die Gelegenheit, fachlich betreut und technisch gut ausgestattet zu sein.

„Es geht darum, dass die Jugendlichen trotz der schwierigen Corona-Zeit ihre Ausbildung optimal fortführen können, auch im schulischen Bereich. Für diejenigen, die Schwierigkeiten haben, etwa bei der technischen Ausstattung oder der räumlichen Situation, sollte es möglich sein, Homeschooling direkt im Lehrbetrieb wahrnehmen zu können. Allerdings muss sichergestellt sein, dass diese Zeit als Schulzeit genutzt wird und die Lehrlinge beim Distance Learning nicht zur Arbeit herangezogen werden“, appelliert AK-Präsident Erwin Zangerl.

Vorteile für Ausbildung nützen

Die Vorteile des Distance Learning für Berufsschüler im Lehrbetrieb liegen auf der Hand. Der Betrieb stellt technische Infrastruktur zur Verfügung. Der Lehrling kann mit den entsprechenden Mitteln gut begleitet, die von der Schule gestellten Aufgaben bewältigen. „So rücken die Ausbildungspartner, Lehrbetrieb und Schulen in diesen nicht einfachen Zeiten noch näher zusammen und geben dem dualen Prinzip der Fachausbildung ein gutes Beispiel. Denn die Fachkräfteausbildung muss heute passieren, um für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein. Der Lehrstellenmarkt ist unser wichtigster Pool für neue Fachkräfte, daher müssen wir schauen, dass Bewegung in diesem System bleibt”,  so WK-Präsdient Christoph Walser abschließend.

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