Das Präsidium der Tiroler Wirtschaftskammer ist komplett

Das Präsidium der WK Tirol wurde plangemäß komplettiert. Neben Manfred Pletzer, Martina Entner und Barbara Thaler gehören nun auch Martin Wetscher und Anton Rieder dem Führungsgremium als Vizepräsidenten an. Priorität haben die Bewältigung der Corona-Krise sowie die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre.

Martin Wetscher und Anton Rieder wurden neu zu Vizepräsidenten bestellt. Damit ist das Präsidium vollzählig, zu dem neben Präsident Christoph Walser Vizepräsident Manfred Pletzer sowie die Vizepräsidentinnen Martina Entner und Barbara Thaler gehören. Franz Hörl legte sein Amt als Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer, wie bereits im Vorfeld der WK-Wahlen vereinbart, nieder.

„Wir decken im Präsidium eine große Bandbreite ab. Jede und jeder Einzelne bringt aus bisherigen Funktionen und seiner unternehmerischen Tätigkeit umfassende Kompetenzen mit“, erklärt Christoph Walser. Der Präsident übernimmt neben seiner Gesamtverantwortung unter anderem die Themenbereiche Strategie, Interessenvertretung und -politik, Service, Junge Wirtschaft und EPU. „Die breite fachliche Verankerung schafft die Voraussetzungen dafür, die Interessen der Betriebe optimal zu vertreten und gemeinsam die Corona-Krise zu bewältigen“, betont Walser.

Das Präsidium – ein starkes Team

Martin Wetscher, bis vor kurzem Spartenobmann für den Handel, ist im Präsidium für Finanzen, Stadt- und Regionalentwicklung sowie Bürokratie und Verwaltung zuständig. „Wie wichtig funktionierende regionale Wirtschaftskreisläufe sind, sehen wir in der aktuellen Krise. Es ist mir ein Anliegen, die Kraft von Städten und Regionen professionell zu entwickeln, damit wir auch in Zukunft auf die Qualität von lebendigen und authentischen Ortskernen zählen können. Das stärkt unseren Standort und sichert Arbeitsplätze“, betont Wetscher. Für die Bewältigung der Corona-Krise baut der Vizepräsident auf Zusammenhalt: „Covid-19 hat weder Nationalität noch Parteibuch. Wir sollten uns alle ein wenig zurücknehmen, die vorgeschlagenen Maßnahmen befolgen und damit dem Virus die Grundlage entziehen.“

Anton Rieder ist für die Weiterentwicklung der Gewerbeordnung, das Meister- und Befähigungswesen, Sparten- und Branchenverbünde sowie E-Government zuständig. Er bringt aus seiner Funktion als Innungsmeister der Landesinnung Bau sowie als Mitglied der Spartenkonferenz der Bundessparte Gewerbe und Handwerk jede Menge Expertise für diese Aufgaben mit. „Ohne Meister kein Lehrling. Unsere Ausbildungsbetriebe sind unverzichtbar für den Erhalt der handwerklichen Fähigkeiten für die nächste Generation“, erklärt Rieder. Für leistbares Wohnen sieht Rieder folgende Lösungsansätze: „85 Prozent der Tiroler sind mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden oder zufrieden. Für die 15 Prozent mit Veränderungsbedarf würde ein konsequenter Mix aus gefördertem Mietwohnbau, gefördertem Eigentumswohnbau, einer Vertragsraumordnung mit Maß und Ziel, 5-EURO-Wohnen sowie Maßnahmen zur Baulandmobilisierung innerhalb von zehn Jahren zu großer Entspannung führen.“

Martina Entner deckt die Bereiche Tourismus, Regionalisierung, Bezirksstellen und Frau in der Wirtschaft ab. „Jetzt geht es darum, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für das Gelingen der Wintersaison zu setzen“, erklärt Entner. Die Vizepräsidentin warnt davor, nach Corona zur Tagesordnung überzugehen. „Die Betriebe müssen mehr Krisenresistenz entwickeln. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist die Erhöhung der Eigenkapitalquote. Damit den Betrieben die Bildung von Reserven gelingen kann, brauchen sie dringend mehr Luft bei Steuern und Abgaben“, fordert die Vizepräsidentin.

Barbara Thaler ist die Expertin der WK Tirol für EU und Internationales sowie für Außenwirtschaft. In der aktuellen Situation hat für Thaler eine koordinierte europäische Vorgehensweise für eine stabile Wintersaison Priorität. „Einen Grenzschließungs-Fleckerlteppich wie im Frühjahr darf es nicht mehr geben“, erklärt die Abgeordnete zum Europäischen Parlament, „der Binnenmarkt muss erhalten bleiben, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten.“ Für die Zeit nach Corona sieht Thaler Chancen in der Spezialisierung und Weiterentwicklung des Angebots, zu dem die Unternehmer teilweise in der Krise gezwungen waren. Dazu gehört für Thaler auch der Ausbau digitaler Vertriebswege.

Manfred Pletzer ist für sämtliche Bildungsagenden sowie das Thema Lebensraum 4.0 zuständig. Der Vizepräsident sieht in der Qualifizierung einen der wichtigsten Schlüssel für unseren Standort. „Berufliche Weiterbildung ist gerade in Zeiten des Wandels, wie wir ihn derzeit erleben, vordringlich und eine wesentliche Strategie der Zukunftssicherung für Unternehmen. Ich gehe davon aus, dass mittelfristig die Hälfte der beruflichen Bildung über digitale Kanäle erfolgen wird“, erklärt Pletzer. Chancen für den Standort Tirol liegen für den Vizepräsidenten vor allem in den Themenfeldern Gesundheit und Nachhaltigkeit. Hier kann Tirol im Tourismus sowie mit erneuerbarer Energie und regionaler Lebensmittelproduktion punkten.

Bild oben: Neues WK-Präsidium – WK-Präsident Christoph Walser (Mitte) mit seinem Vize-Präsidenten-Team Martina Entner, Manfred Pletzer, Martin Wetscher, Anton Rieder und Barbara Thaler sowie WK-Direktorin Evelyn Geiger-Anker. Foto: WKT/Andreas Amplatz

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