Tax Freedom Day 2020: Ab dem 16. August wird nicht mehr für den Staat, sondern in die eigene Tasche gearbeitet

JW-Landesvorsitzender Dominik Jenewein: “Nur wenn sich der Tax Freedom Day endlich in die erste Jahreshälfte verschiebt, kann man von Generationengerechtigkeit und Zukunftschancen sprechen.” Nach den nun vorliegenden, vorläufigen Berechnungen des Austrian Economics Center ist der heurige Tax Freedom Day am 15. August.

Morgen also ist es soweit: Zehn Tage später als 2019 können Österreichs Steuerzahler über ihr Einkommen frei verfügen. Die Junge Wirtschaft fordert anlässlich dieses so wichtigen Datums erneut und mit Nachdruck mehr Zukunfts- und Generationengerechtigkeit. „Der Tax Freedom Day muss in der ersten Jahreshälfte stattfinden, denn Halbe-Halbe ist genug“, so der Tiroler Landesvorsitzende Dominik Jenewein. „Denn von jedem verdienten Euro bleiben derzeit nur 38 Cent im eigenen Börserl.“

Bis einschließlich diesen Samstag – den 15. August 2020 – wurde in diesem Jahr von Frau und Herrn Österreicher vor allem für den Staat gearbeitet. Erst ab dem 16. sind die Einkommen bis zum nächsten 1. Jänner frei verfügbar und gehen damit in die eigene Tasche. Das ist natürlich eine statistische Annahme, der Tax Freedom Day ist ein symbolischer Tag, der den Bürgern für alle Diskussionen rund um Steuern und Gerechtigkeit eine anschauliche Grundlage bieten soll“, erklärt Barbara Kolm, Direktorin des Austrian Economics Center (AEC) – das seit 2010 das Datum dieses jährlichen „Steuerzahltags“ berechnet. Also jenen Tag, ab dem das erwirtschaftete Einkommen einer Volkswirtschaft nicht mehr zur Bezahlung von Steuern und Abgaben an den Staat abgeführt werden muss. Und in den vergangenen Jahrzehnten habe sich der Tax Freedom Day in Österreich kontinuierlich nach hinten verschoben, so Kolm, erst in den letzten vier Jahren sei es aufgrund erster Reformschritte und der guten Konjunktur wieder etwas nach vorne gegangen. Doch dieser Trend habe sich nun durch die Krise umgekehrt.

Auch die Budgetkonsolidierung wurde gebremst – man werde vorübergehend größere Defizite nicht vermeiden können. Und die Corona-Krise könne das aktuelle Datum durchaus noch weiter nach hinten verschieben, so der Landesvorsitzende. „Umso mehr ist in dieser derzeitigen Krisensituation eine deutliche Absenkung der Abgaben essentiell. Um damit den Menschen im Land jene Mittel zu lassen, die die Wirtschaft zur Erholung, zum Re-Start dringend benötigt.“

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