WK und Land schnüren Tiroler Unterstützungsfonds

Die WK Tirol und das Land stellen im Zuge ihres Corona-Unterstützungsfonds je vier Millionen Euro zur Verfügung, um Betrieben mit Umsatzeinbußen zwischen 25 und 40 Prozent schnell und unbürokratisch zu helfen.

Die heimischen Betriebe können die massiven Einbrüche der letzten Monate nur mit entsprechenden Hilfsmaßnahmen bewältigen. Die Wirtschaftskammer Tirol hat gemeinsam mit dem Land den „Tiroler Corona-Unterstützungsfonds“ ins Leben gerufen, um Lücken bei bestehenden Hilfsmaßnahmen zu schließen. „Es gibt eine Reihe von Firmen, die sowohl beim Härtefallfonds als auch beim Corona-Hilfsfonds des Bundes durch den Rost fallen, obwohl sie gravierende Einbußen verzeichnen. Um diese Schieflage zu beseitigen, nehmen die WK als auch das Land je vier Millionen Euro in die Hand“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser.

Damit können kleine und mittlere Unternehmen mit Standort Tirol unterstützt werden, die aufgrund von Betriebsbeschränkungen durch Covid-19 Maßnahmen direkt oder indirekt Umsatzrückgänge zwischen 25 und 40 Prozent verkraften müssen. Bei Rückgängen über 40 Prozent greift der Härtefallfonds des Bundes. „Wir müssen jetzt alles unternehmen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der Corona-Unterstützungsfonds sorgt in Abstimmung mit den Maßnahmen des Bundes und dem Konjunkturpaket Tirol für Impulse, die das Land wieder in Schwung bringen“, ergänzt Günther Platter. Der Landeshauptmann betont, dass das Land in guten Jahren entsprechend sparsam gewirtschaftet habe, um jetzt in dieser Krisensituation konjunkturbelebende Maßnahmen setzen zu können.

Unbürokratisch und treffsicher

Der Wirtschaftskammer und dem Land war es wichtig, die Anspruchsberechtigung möglichst einfach und pragmatisch zu definieren. Für den Zugang zum Fonds sind drei Voraussetzungen nötig: Ein Umsatzrückgang von mindestens 25 Prozent und weniger als 40 Prozent; ein höherer Jahresumsatz als 35.000 Euro in einem der vergangenen drei Steuerjahre; und keine Anspruchsberechtigung im Härtefallfonds sowie im Corona-Hilfsfonds des Bundes. Damit ist sichergestellt, dass es einerseits zu keiner Mehrfachförderung kommt und andererseits die aktuelle Covid-Förderlandschaft eine wichtige Ergänzung erhält. Im Falle der Anspruchsberechtigung kommen pro Betrieb 4.000 Euro zu Auszahlung. „Auch hier wurde ein Pauschalbetrag gewählt, um langwierige und bürokratische Ermittlungen der Fördersumme zu vermeiden“, erklärt Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Der Fonds wird von der Standortagentur Tirol abgewickelt und startet ab August, da bis zu diesem Zeitpunkt die relevanten Unternehmenszahlen für das zweite Quartal vorliegen.

Die Gesamtheit der Unterstützungen für die Wirtschaft ergibt nun ein dichtes Sicherheitsnetz, das den Tiroler Betrieben durch die Krise hilft. „Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Rückenwind und der hohen Motivation in unseren Betrieben spätestens im Herbst wieder voll durchstarten werden“, gibt sich Christoph Walser zuversichtlich.

»Weitere Informationen: Förderungsrichtlinie des Tiroler Corona-Unterstützungsfonds

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