Qualität – die Konstante in unsicheren Zeiten

Corona bringt viele Veränderungen und eine unsichere Situation für die heimischen Betriebe. Für die Tiroler Unternehmen im Handwerk und Gewerbe und ihre Kunden gibt es jedoch eine Konstante: Qualität.

Dass Covid-19 massive Auswirkungen auf die Tiroler Betriebe hat, ist evident. Eine Studie der KMU-Forschung Austria erfasst nun die konkreten Zahlen zur Entwicklung des Tiroler Gewerbes und Handwerks in den vergangenen drei Monaten. In den Monaten März bis Mai hat es massive Rückgänge der Auftragseingänge und Umsätze gegeben: Im März -21 Prozent, im April -31 Prozent, im Mai -17 Prozent.

„Es ist deutlich erkennbar, dass der stärkste Einbruch im April stattgefunden hat. Die Zahlen zeigen aber auch eine erfreuliche Tendenz: Im Mai hat die Wirtschaft wieder Schwung aufgenommen“, erklärt der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, Franz Jirka. Ausgehend vom letztjährigen Gesamtumsatz im Tiroler Handwerk und Gewerbe von 8,7 Milliarden Euro haben sich somit in den letzten drei Monaten Verluste von 600 bis 700 Millionen ergeben – das entspricht ungefähr einem gesamten Monat, das dem Gewerbe und Handwerk in Tirol bis jetzt im Jahr 2020 fehlt.

Trotzdem werden es viele gestandene Unternehmen im Gewerbe und Handwerk  schaffen, durch diese Krise zu kommen. Sie können sich auf eine Stärke verlassen, die es vor der Krise gegeben hat, die in der Krise beibehalten wird, und die auch nach Corona eine Konstante im Tiroler Gewerbe und Handwerk bleibt: Qualität. „Qualität gehört zum Selbstverständnis der Tiroler Gewerbetreibenden und Handwerker – und sie scheuen auch nicht davor zurück, diese von außen überprüfen zu lassen“, erklärt der Spartenobmann.

Aus dieser Haltung heraus ist sowohl Qualitäts-Handwerk Tirol als auch Tirol Q entstanden, zwei Vereinigungen, die ihren Mitgliedern harte Kriterien abverlangen. Die Botschaft für die Kunden ist eindeutig: Wer eines dieser Gütesiegel führt, steht für kompromisslose Qualität. „Unser Standort kann sich im internationalen Wettbewerb nicht mit Massenproduktion und Billigpreisen durchsetzen – dafür aber mit überragender Kompetenz und sprichwörtlicher Qualität“, stellt Jirka klar.

“Billigstanbieter sind wir keine, wollen und können wir auch gar nicht sein.”
Franz Jirka

Es gibt gute Gründe, warum Tiroler Handwerksbetriebe in der internationalen Top-Liga spielen: Sie leisten regionale Wertschöpfung; sie schaffen und sichern heimische Arbeitsplätze; sie achten auf die Werkstoffe, die sie verwenden und schauen genau darauf, woher sie kommen und wie man sie am besten weiterverarbeitet; und sie sorgen nicht zuletzt als Lehrbetriebe dafür, dass der Fachkräftenachwuchs diese Werte und Standards verinnerlicht und dadurch eine Zukunft hat.

Kurz gesagt: Die Qualitäts-Handwerker Tirols reden nicht nur über Qualität und Nachhaltigkeit, sondern sie leben und arbeiten nach diesen Grundsätzen. Das unterscheidet sie von anderen – weil Preis und Wert in einem ausgewogenen Verhältnis stehen müssen, um langlebige Produkte und Dienstleistungen zu erzeugen. Von Tiroler Betrieben im Gewerbe und Handwerk können Kunden Preise erwarten, die ehrlich sind. „Billigstanbieter sind wir keine, wollen und können wir auch gar nicht sein“, erklärt Franz Jirka, „Qualität ist nicht geschenkt – aber sie überdauert viele Jahre und erweist sich am Ende oft günstiger als scheinbar billig Gekauftes.“

Qualität als wirksamste „Impfung“

Die Tiroler Firmen der Sparte Gewerbe und Handwerk liefern keine Möbelstücke, die so wenig kosten, dass nicht einmal das Material ordentlich abgedeckt ist; sie verlegen keine Fliesen, die sich bereits nach einigen Jahren von den Wänden lösen; und sie reparieren keine Wasserleitungen, die kurze Zeit später zu Problemstellen werden. „Wir setzen beste Materialien ein und bezahlen unsere Facharbeiter fair. Qualität, die ihren Namen verdient, lässt sich nur so herstellen. Alles andere ist gelogen“, betont Jirka.

„Wir brauchen aber auch Kunden, die unsere Leistungen erkennen und zu schätzen wissen“, stellt Jirka klar. ‘Geiz ist geil‘ ist ein Werbespruch, den wahrscheinlich nicht einmal der Texter selbst geglaubt hat. Diese Einstellung führt zu schlechten Produkten, die von schlecht bezahlten Arbeitskräften hergestellt werden und in einer schlechten Umweltbilanz enden. „Nein, danke – sonst ist nach der Krise vor der Krise! Qualität ist und bleibt die wirksamste „Impfung“ für unserer Betriebe, um im Wettbewerb resistent zu sein, auch und gerade in Zeiten von Corona“, unterstreicht Jirka.

 

Qualitäts-Handwerk Tirol
Tirol Q
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