Altes Wissen lebendig gemacht: handgemachter Sirup aus Innsbruck

Nikolaus und Ariane Leuprecht produzieren unter dem Namen „nako“ Sirup aus Mate, Zirbe und diversen Früchten und Kräutern. Hergestellt wird alles händisch in ihrer Produktion in Thaur.

In einer kleinen eigenen Küche, die in der alten Metzgerei mitten im Dorfzentrum von Thaur beheimatet ist, produziert Nikolaus Leuprecht seine eigenen Sirup-Säfte. Angefangen hat alles mit dem Mate-Tee. „Ich habe Verwandte in Argentinien und da habe ich regelmäßig Mate-Tee-Blätter bekommen. Die Menge wurde immer mehr und ich habe mir irgendwann ernsthaft überlegt, was ich daraus machen könnte“, so Nikolaus Leuprecht schmunzelnd. Was dort als Tee aufgegossen und recht bitter getrunken wird, hat Niko nach vielen, vielen Versuchen in einen erfrischenden Sirup für Mate-Liebhaber verwandelt. Denn wie lange der Tee ziehen muss, um gut, aber nicht zu herb zu schmecken, wie viel und welcher Zucker rein muss und ob man besser Zitronen oder Zitronensäure verwendet, musste erstmal herausgefunden werden. Nach etwa 450 bis 500 Litern stand dann die finale Rezeptur fest. Während dieser Testphase wurde der Mate-Sirup großzügig an Mitbewohner und Freunde verteilt – mit sehr positivem Feedback. „Wir haben immer wieder gehört: Das müsst ihr weitermachen, das ist eine super Idee“, erinnert sich Ariane. Und das haben sie schließlich auch getan.

Natürliches Koffein

Zum Mate-Tee gesellten sich schon bald andere Sorten dazu, wie unter anderem Eistee- und Pfefferminz-Sirup. „Schnell wurden neue, einzigartige Geschmackskreationen entwickelt. Wir suchen je nach Jahreszeit Zutaten für die beste Symphonie aus Zapfen, Tee, Blüte und Frucht“, erzählt Nikolaus Leuprecht. „Wir wollen unseren Kunden eine Vielfalt an Sirup-Sorten bieten, die durch 100 Prozent Handarbeit und mit viel Liebe zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis führen.“
Im Juni 2017 meldete Leuprecht das Gewerbe an und gründete gemeinsam mit seiner Frau Ariane „nako Sirup“. Nach einem Produktionszwischenstopp in den Innsbrucker Bögen hat sich die Sirup-Produktion vor über einem Jahr in Thaur eingerichtet. Warum eigentlich „nako“? „Weil meine Nichte mit eineinhalb Jahren den Namen ‚Nikolaus’ nicht aussprechen konnte und stattdessen ‚nako’ erfunden hat“, erzählt Ariane. „Und dass der Name auch noch eine Abkürzung für ‚natürliches Koffein’ ist, macht’s perfekt“, ergänzt Nikolaus lachend.

Leidenschaft für Sirup. Nikolaus und Ariane produzieren seit 2017 ihren eigenen Sirup.

Leidenschaft für Sirup. Nikolaus und Ariane produzieren seit 2017 ihren eigenen Sirup.

Die Leidenschaft für Sirup

Leuprecht, der die Villa Blanka absolviert und schon in diversen Bereichen der Gastronomie gearbeitet hat, kümmert sich mittlerweile hauptberuflich um „nako“. Erweitert wird das Sortiment mittlerweile durch Pullover, Shirts und Tragetaschen. Beliefert werden von „nako“ vor allem Gastronomiebetriebe, Almhütten und für Events ist ein Piaggio Ape mit den Sirup-Genüssen zu buchen.

Corona: Davor und jetzt

„Die Pandemie hat für uns zu Umsatzeinbußen von bis zu 90 Prozent geführt. Die gesamte Gastronomie war von heute auf morgen zu, der Handel und auch Events wurden ersatzlos gestrichen“, erzählt der Sirup-Hersteller betrübt. „Doch meine Frau hat aus der Not heraus den Online-Shop eingerichtet. Langsam steigt die Nachfrage wieder und wir sind optimistisch, dass jetzt alles wieder anläuft.“
In der Produktionsstätte in Thaur wird noch alles per Handarbeit gemacht. Flaschen ausgewaschen, der Sirup produziert, abgefüllt, Etiketten aufgeklebt und verliefert. „Für uns steht der erfrischende Geschmack an erster Stelle. Erst wenn Süße und Säure im richtigen Verhältnis zusammenspielen, bekommt man ein erfrischendes Erlebnis“, so Leuprecht. Pro Tag entstehen in Thaur somit rund 250 Flaschen handgemachter Sirup. Für den Mate-Sirup wird Mate-Tee der bekannten Marke Rosamonte verwendet. Nach der Ziehzeit wird der Tee abgeseiht, mit Zucker und Zitronensäure versetzt, erhitzt und heiß abgefüllt.
Umweltfreundlich und praktisch in der Handhabe ist der Sirup in der Glasflasche allemal: Man vermeidet Plastik und spart sich das Schleppen von vielen Kisten. Aus einer 0,5-Liter-Flasche erhält man nämlich 20 Portionen Saft. Kaufen kann man die „nako“-Produkte derzeit in Innsbruck im s´Kastl, in der Bäckerei Moschen, bei Obst und Gemüse Stauder sowie im Konzept Store im Sillpark. Sowie bei ein paar Anbietern außerhalb Tirols.

Alles per Hand. Bei „nako-Sirup“ wird noch alles mit der Hand gemacht. Von der Zusammensetzung über das Abfüllen bis zum Etikettieren. Foto: WKT

Alles per Hand. Bei „nako-Sirup“ wird noch alles mit der Hand gemacht. Von der Zusammensetzung über das Abfüllen bis zum Etikettieren. Foto: WKT

Facettenreich

Der aufputschende Effekt der koffeinhaltigen Sirup-Sorten wird auch von Hobby- und Profisportlern geschätzt. Auch Genießer kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Von anti-alkoholischen Getränken über Longdrinks, Cocktails bis hin zu Desserts und Süßspeisen findet der Sirup ein breites Ersatzgebiet.

» Weitere Informationen: nako.tirol

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