Bezirksobfrau Entner: „Wir bewältigen die Herausforderung“

Bezirksobfrau Martina Entner im Interview zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft und auf den Tourismus: „Nach dem harten, aber unvermeidbaren Shutdown gehe es jetzt darum, den Blick wieder nach vorne zu richten. Wir werden diese Krise meistern, davon bin ich zutiefst überzeugt.“

INTERVIEW

wirtschaft.tirol: Wie hat die Wirtschaft im Bezirk die Corona-Krise erlebt?

Martina Entner: Die Betriebe im Bezirk Schwaz wurden von der aktuellen Krise mehr und weniger stark getroffen. Vor allem die Tourismusbetriebe mussten lange zuwarten. Doch mit der Wiedereröffnung der Gastronomie am 15. Mai und der Hotellerie am 29. Mai starten wir nun wieder durch. Der Tourismus spielt bei uns im Bezirk, besonders am Achensee und im Zillertal eine zentrale Rolle. Letztendlich sitzen wir als Wirtschaft und Region aber alle im selben Boot und sind direkt oder indirekt miteinander quasi wie Zahnräder verbunden. Die Krise hat sicherlich das regionale Denken in unseren Köpfen wieder mehr gefestigt.

Kann der Neustart im Tourismus nach dem Shutdown wieder gelingen?

Die Hotellerie stand hinter dem unvermeidbaren Lockdown, denn Gesundheit steht an erster Stelle. Aber jetzt freuen wir uns natürlich auf den Neustart und haben diesen auch wochenlang gut vorbereitet. Die WK-Tourismusvertreter haben ausgiebige Verhandlungen hinter sich – schließlich standen in vielen Bereichen wesentlich strengere Vorgaben zur Debatte, welche die Betriebe teilweise vor unlösbare Aufgaben gestellt hätten. Umso erfreulicher ist es, dass in intensiven Gesprächen mit Politik, Behörden und Medizinern gelungen ist, bei den Verordnungen den schmalen Grat zwischen Sicherheit und Praxistauglichkeit zu gehen. Tirol genießt internationalen Weltmeisterruf. Bislang hat das die Qualität und die Gastfreundschaft betroffen – jetzt wollen wir diesen Level auch bei der Sicherheit erreichen. Unsere Gäste sollen sich uneingeschränkt wohlfühlen können.

Haben wir Grund optimistisch in die Zukunft zu blicken?

Aktuell haben wir Grund zum Optimismus und es geht in die richtige Richtung, das merke ich seit dem ersten Tag der Wiedereröffnung. Selten habe ich eine so gute Atmosphäre erlebt, wie es aktuell der Fall ist. Sei es unter den Gästen als auch im Team oder in der Familie – ich spüre Aufbruchsstimmung und es macht Spaß. Dieses Jahr und vermutlich ebenso das nächste stellen eine betriebswirtschaftliche Herausforderung dar, doch wir Tirolerinnen und Tiroler nehmen Herausforderungen an und bewältigen sie gemeinsam.

Wie schaut es mit den Buchungsanfragen der Gäste aus?

Viele Familienunternehmen treffen Entscheidungen mit vollem Engagement sowie Unternehmergeist und nicht nur anhand nackter Zahlen. Dieses Herzblut bringt zusätzlichen Schwung, auch wenn die Anfragen bzw. Buchungen derzeit noch zurückhaltend sind. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter und natürlich für unsere Gäste. Denn Mitarbeiter und Gäste erwarten von uns, dass wir die Lage ernst nehmen. Gemeinsam werden wir die Wirtschaft wieder in Schwung bringen.

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