WK-Bezirksstelle Reutte als „Nahversorgung“

Durch die einschneidenden Maßnahmen rund um die Corona-Krise herrscht bei den Betrieben im Außerfern große Verunsicherung. Die WK-Bezirksstelle Reutte steht ihren Mitgliedern mit großem Engagement zur Seite.

Die Folgen des Covid-19-Virus sind weitreichend und stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Schwindende Umsätze, dafür aber 100 Prozent der Kosten machen es schwierig, die derzeitige Ausnahmesituation zu bewältigen. Das Team rund um die WK-Bezirksstelle Reutte steht ihren Mitgliedern in dieser Zeit mit besonderem Engagement zur Seite. Die Kombination aus persönlichem telefonischen Kontakt und digitalem Service hat sich in den vergangenen Wochen bewährt.

Gern wird von den Betrieben das digitale Service der Wirtschaftskammer Tirol genutzt: Auf dem Infopoint wko.at/corona wurden bereits über 1,15 Millionen Zugriffe aus Tirol verzeichnet. „Darüber hinaus darf jedoch der persönliche Kontakt, auch wenn er aktuell nur telefonisch abläuft, nicht aus den Augen verloren werden. Wir sind die ersten Ansprechpartner der Unternehmen im Bezirk und aufgrund langjähriger und enger Zusammenarbeit soll es neben digitalen Informationen nach wie vor ein bisschen menscheln“, ist Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler überzeugt und appelliert an alle Unternehmer der Region, sich bei Fragen oder Problemen jederzeit an die WK-Bezirksstelle zu wenden: „Wir geben unser Bestes für alle Anliegen eine rasche und möglichst unkomplizierte Lösung zu finden.“

Bezirksstelle informiert rasch

Unmittelbar nach den behördlich angeordneten Schließungen gab es in der Bezirksstelle Reutte einen Ansturm an Anfragen zu Arbeitsrecht und Entschädigungsansprüchen. Bald gehörten Beratungen zu Kurzarbeit und Härtefall-Fonds, Stundungsmöglichkeiten bei Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen, Kreditraten sowie spezielle Brancheninfos, Montagetätigkeiten im In- und Ausland und vieles mehr zum „Tagesgeschäft“. Zudem gab es laufend Interventionen bei den Behörden rund um die geltenden Beschränkungen.

„Binnen kürzester Zeit haben sowohl die Unternehmer als auch die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer auf diese Herausforderung reagiert. Die Betriebe werden von uns laufend bestmöglich informiert. Auch die WIFI-Kurse wurden auf ein Online-Angebot umgestellt“, informiert der Bezirksstellenleiter über die schnelle Reaktion der Außerferner Wirtschaft auf die geänderten Rahmenbedingungen: „In Zeiten, wo wir auch die Schattenseiten der Globalisierung zu spüren bekommen, sehnen sich die Menschen nach Überschaubarkeit und Regionalität. Als Antwort auf die konkreten Auswirkungen der Coronakrise sind im Bezirk Reutte eine Vielzahl von Initiativen entstanden, die regionale Produkte und Dienstleistungen in den Mittelpunkt stellen.“

Hauch an Normalität

„Wir wünschen uns alle ein starkes Comeback unserer Wirtschaft. Ein Neustart ist allerdings erst dann wirklich möglich, wenn das vollständige Wiederhochfahren der Betriebe sowie eine Öffnung unserer Nachbarländer gelingt.“ Am stärksten betroffen sind die Branchen Beherbergung und Gastronomie, der Reisesektor sowie Dienstleistungen im persönlichen, direkten Kundenkontakt und im Zusammenhang mit Sport und Unterhaltung. „Wir spüren aber mit den von der Regierung angekündigten teilweisen Öffnungen mit 1. Mai einen Hauch an Normalität.

Zudem hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket geschnürt, das die schlimmsten Auswirkungen dieser Krise abfedern soll. Kurzarbeit, Härtefallfonds und Corona-Hilfsfonds mit Haftungsübernahmen und möglichen Zuschüssen sollen den Betrieben helfen. Zusätzliche staatliche Hilfsmaßnahmen sind dennoch unbedingt notwendig, insbesondere für die unmittelbar betroffenen Branchen, da hier die Verdienstausfälle vermutlich längere Zeit nicht aufgeholt werden. Viele der Maßnahmen wurden und werden aufgrund von Nachverhandlungen der Wirtschaftskammer laufend nachgebessert“, so Winkler.

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