Stadt Innsbruck braucht dringend ein Wirtschaftspaket

Es ist eine harte Zeit für Unternehmer und bei vielen häufen sich Existenzängste. Einige Städte haben bereits intensive Wirtschaftspakete geschnürt, in Innsbruck ist dies noch ausständig.

Nach der wochenlangen Sperre vieler städtischer Wirtschaftsbetriebe kommt es langsam wieder zu Öffnungen aller Geschäfte und bald auch der Gastronomiebetriebe. Viele Unternehmer wissen trotzdem nicht, ob und wie sie künftig wirtschaftlich überleben sollen. Der Innsbrucker Bürgermeister schweigt dieses Thema jedoch nach wie vor tot. Coronabedingte Ausweitungen der Wege für Fußgänger, der Ausbau der Radwege und das Hochfahren des öffentlichen Verkehrs sind im Moment zweitrangig. Viel mehr geht es darum, die Stadt endlich für die Einheimischen attraktiv zu machen und die Wirtschaft zu beleben, denn ansonsten sterben einzelne Stadtteile und schlussendlich die gesamte Stadt.

Wirtschaftspaket soll Unternehmen stützen

„Die Entscheidungsträger müssen daher endlich ein Wirtschaftspaket schnüren, um die betroffenen Unternehmer zu unterstützen. Die potenziellen einheimischen Kunden und Besucher aus den Nachbargemeinden brauchen dringend einen Anreiz, um in die Stadt zu kommen. Wir müssen allen Tirolerinnen und Tirolern vor allem jenen die wochenlang in den Quarantänegebieten eingesperrt waren ein unvergessliches Shoppingerlebnis in Innsbruck bieten. Da nach Aussage der Virologen eine Anreise mit dem eigenen Auto gemeinsam mit Menschen aus dem Familienverbund am sichersten ist, braucht es am dringendsten ein Angebot für Autofahrer. Eine Gratisparkstunde in den Tiefgaragen über eine Reduktion der Kurzparkzonengebühren – flexibel je nach Nähe zur Innenstadt – bis hin zu Gratisparken in den vom Zentrum entfernteren Zonen oder auch Gratisparken am Busparkplatz, solange ohnehin keine Touristen-Busse kommen“, fordert Bezirksobmann Karl Ischia.

Wirtschaft nicht links liegen lassen

Doch nicht nur beim Thema Parken bringt Ischia Lösungsvorschläge ein, zahlreiche weitere Ideen sollen in den kommenden Wochen und Monaten den Betrieben zugute kommen: „Die Stadt sollte den Gastronomen kostenlose Flächen überlassen, damit auch kleinere Betriebe, die coronabedingt erforderlichen Abstände einhalten können. Außerdem wäre ein genereller Erlass der Gastgartengebühren förderlich sowie Ausgleichsmaßnahmen in der Altstadt, um die Lasten der Kanalbaustelle zu minimieren – beispielsweise kostenlose Führungen oder ein Marketingpaket. Weiters könnten die heimischen New-Orleans-Festival-Künstler als Künstlerförderung eingesetzt werden, um die Plätze und Stadtteile zu bespielen. Da es derzeit in Anpruggen an jeglicher Kundenfrequenz mangelt, sollte außerdem der Anpruggenweg endlich beworden werden“, so Ischia und appelliert abschließend: „Jetzt geht es nicht um Ideologie. Nach der Rettung der Gesundheit der Menschen muss die Rettung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze das nächste Ziel sein. Denn nur eine erfolgreiche Wirtschaft kann letzendlich auch die Finanzen der Stadt retten.“

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