Bezirksstelle als Ansprechpartner wichtiger denn je

Durch die einschneidenden Maßnahmen rund um die Corona-Krise herrscht bei den Betrieben große Verunsicherung. Die WK-Bezirksstelle Landeck steht ihren Mitgliedern mit großem Engagement zur Seite.

Die Folgen des Covid-19-Virus sind weitreichend und stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Schwindende Umsätze, dafür aber 100 Prozent der Kosten machen es schwierig, die derzeitige Ausnahmesituation zu bewältigen. Das Team rund um die WK-Bezirksstelle Landeck steht in dieser Zeit ihren Mitgliedern mit besonderem Engagement zur Seite. Die Kombination aus persönlichem telefonischen Kontakt und digitalem Service hat sich in den vergangenen Wochen bewährt.

Gern wird von den Betrieben das digitale Service der WKT genutzt: Auf dem Infopoint wko.at/corona wurden bereits über 1,15 Millionen Zugriffe aus Tirol verzeichnet. „Darüber hinaus darf jedoch der persönliche Kontakt, auch wenn er aktuell nur telefonisch abläuft, nicht aus den Augen verloren werden. Wir sind die ersten Ansprechpartner der Unternehmen im Bezirk und aufgrund langjähriger und enger Zusammenarbeit soll es neben digitalen Informationen nach wie vor ein bisschen menscheln“, ist Bezirksstellenleiter Otmar Ladner überzeugt und appelliert an alle Unternehmer der Region, sich bei Fragen oder Problemen jederzeit an die WK-Bezirksstelle zu wenden.

Bezirksstelle informiert rasch

Unmittelbar nach den behördlich angeordneten Schließungen gab es in der Bezirksstelle Landeck einen Ansturm an Anfragen zu Arbeitsrecht und Entschädigungsansprüchen. Bald gehörten Beratungen zu Kurzarbeit und Härtefall-Fonds, Stundungsmöglichkeiten bei Steuern, SVS, Kreditraten sowie spezielle Brancheninfos, Montagetätigkeiten im In- und Ausland und vieles mehr zum „Tagesgeschäft“. Zudem gab es laufend Interventionen bei den Behörden rund um die Beschränkungen in den Quarantänegebieten.

Mittlerweile sind es ca. 3.500 Telefonate, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksstelle Landeck führten, die allesamt im Homeoffice arbeiten und ihr Bestes geben, um die Unternehmerinnen und Unternehmer mit den nötigen Informationen zu versorgen sowie für alle Anliegen eine rasche und möglichst unkomplizierte Lösung zu finden. Ca. 5.400 Mails sowie regelmäßige Newsletter runden das Angebot der Bezirksstelle ab. „Die Absichtserklärungen der Regierung, danach erst die Ausformulierung der Maßnahmen mit ständigen Nachbesserungen haben es uns nicht einfach gemacht, das Bedürfnis der Unternehmer auf rasche Information zu befriedigen“, bringt der Bezirksstellenleiter ein.

„Die Betriebe werden von der Tiroler Wirtschaftskammer laufend bestmöglich unterstützt mit regelmäßigen Newslettern, gefolgt von zahlreichen Webinaren und Videokonferenzen, den Möglichkeiten zur digitalen Anmeldungen von Förderungen sowie durch die Umstellung der WIFI-Kurse auf ein Online-Angebot. Binnen kürzester Zeit haben sowohl die Unternehmer als auch die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer und des WIFI auf diese Herausforderung reagiert und nutzen diverse moderne Kommunikationsmittel“, berichtet Otmar Ladner.

Hauch an Normalität

„Wir wünschen uns alle ein ,starkes Comeback‘ unserer Wirtschaft. Ein Neustart ist allerdings erst dann wirklich möglich, wenn das vollständige Wiederhochfahren der Betriebe sowie eine Öffnung unserer Nachbarländer gelingt.“ Am stärksten betroffen sind die Branchen Beherbergung und Gastronomie, der Reisesektor sowie Dienstleistungen im persönlichen, direkten Kundenkontakt und im Zusammenhang mit Sport und Unterhaltung. Alle Bereiche betreffen auch schwerpunktmäßig den Bezirk Landeck.

„Wir spüren aber mit den von der Regierung angekündigten teilweisen Öffnungen mit 1. Mai einen Hauch an Normalität. Zudem hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket geschnürt, das die schlimmsten Auswirkungen dieser Krise abfedern soll. Kurzarbeit, Härtefallfonds und Corona-Hilfsfonds mit Haftungsübernahmen und möglichen Zuschüssen sollen den Betrieben helfen. Zusätzliche staatliche Hilfsmaßnahmen sind dennoch unbedingt notwendig, insbesondere für die unmittelbar betroffenen Branchen, da hier die Verdienstausfälle vermutlich längere Zeit nicht aufgeholt werden. Viele der Maßnahmen wurden und werden aufgrund von Nachverhandlungen der Wirtschaftskammer laufend nachgebessert“, so Ladner.

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