Schrittweise Öffnung der Berufsschulen ab 4. Mai 2020

Vorerst kann allerdings nur für Schüler der Abschlussklassen ein Unterricht vor Ort ermöglicht werden.

„Der Berufsschulbesuch ist noch mit Vorsicht zu sehen. Wir müssen hier mit peniblen Sicherheits- und Hygienevorgaben – Einhaltung eines Mindestabstands, Mund- und Nasenschutz, Möglichkeit der Desinfektion – vorgehen. Deshalb kann die Schulbehörde vorerst nur Schülern der Abschlussklassen ab 4. Mai eine Beschulung vor Ort an den Tiroler Fachberufsschulen ermöglichen”, erklärt David Narr, Lehrlingskoordinator der Tiroler Wirtschaftskammer.

Nur Berufsschüler der Abschlussklassen

Voraussetzung ist, dass mit dem Berufsschulbesuch keine Nächtigung außerhalb des Hauptwohnsitzes verbunden ist. Die Schülerinternate sollen vorerst geschlossen bleiben. “Das macht einen Unterricht an den lehrgangsmäßigen (geblockten) Berufsschulen schwierig, weil hier viele Berufsschüler auf Internate angewiesen sind. Die Bildungsdirektion des Landes Tirol arbeitet hier an einer praktikablen Lösung”, so Narr. Laut Verordnung des Bildungsministeriums ist es auch möglich, den fachpraktischen Unterricht in geblockter Form gegen Ende des Lehrganges abzuhalten. “Dazu wird es an den einzelnen Berufsschulen individuelle Lösungen geben. Der Großteil der Berufsschüler wird bis auf Weiteres in Form von Distance-Learning unterrichtet, wobei die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern sowohl digital, also über Computernetzwerke, als auch telefonisch erfolgt.”

Strenge Hygienemaßnahmen

Einzuhalten sind selbstverständlich die allgemeinen Hygieneregelungen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie und die diesbezüglichen Anweisungen der Schulbehörden und Schulleitungen. “Wir wollen in der Ausbildung unserer jungen Talente so rasch wie möglich zur Normalität zurückkehren und ihnen ihre Ausbildung gewährleisten. Ein praxisbezogener Unterricht im Werkstätten- und Laborbereich ist im Distance-Learning faktisch nicht möglich. Deswegen ist es wichtig, dass unsere Lehrlinge schnellstmöglich wieder an die Berufsschulen zurückkommen können. Derzeit ist dies nur eingeschränkt, durch gegenseitige Rücksichtnahme und strengen Sicherheitsvorkehrungen möglich”, erklärt der Lehrlingskoordinator.

Lehrlinge in systemrelevanten Lehrberufen oder deren Lehrbetriebe zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur beitragen, können auf Ansuchen des Lehrbetriebes für maximal fünf Tage ohne Einbringung der versäumten Unterrichtszeit vom Unterricht fernbleiben. Hier sind gewisse Kriterien zu beachten. “Der Lehrling bzw. dessen Erziehungsberechtigte müssen dem Fernbleiben des Berufsschulunterrichtes zustimmen, beim Lehrling darf kein Leistungsabfall befürchtet werden und die Berufsschule muss Materialien, um den versäumten Lehrstoff nachzuholen, zur Verfügung stellen.”

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