Einheitliche Schutzmaßnahmen für Baustellen

Die Sozialpartner haben sich auf konkrete Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter auf Baustellen geeinigt. Laut Innungsmeister Anton Rieder ein erster Schritt zu mehr Klarheit.

Mit der gestrigen Einigung der Sozialpartner hat die Baubranche nun einen Leitfaden, der etwas mehr Klarheit verschafft. Demnächst können Baustellen unter Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen weitergeführt werden. Dazu gehören die regelmäßige Desinfektion von sanitären und sozialen Einrichtungen sowie von Fahrzeugen oder Werkzeugen vor Verwendung durch andere Mitarbeiter. Außerdem ist das Tragen von Schutzmasken oder Vollvisieren verpflichtend, falls die generelle 1-Meter-Abstandsregel nicht eingehalten werden kann.

„Die Möglichkeit zur Weiterarbeit auf Baustellen ist nun endlich durchgängig geregelt. Das Wohl der Mitarbeiter hat dabei nach wie vor oberste Priorität. Daher appelliere ich an alle Unternehmer, die erforderlichen Vorkehrungen in Bezug auf Gesundheit und Hygiene unverzüglich zu treffen sowie an die Arbeitnehmer, sich pflichtbewusst daran zu halten“, betont Innungsmeister Anton Rieder.

Herausforderung auf den Baustellen

„Die einheitlichen Regelungen verbessern unsere Lage, aber trotzdem sind langfristig noch nicht alle Probleme gelöst“, gibt Rieder zu bedenken und verweist darauf, dass die Verfügbarkeit von größeren Mengen an Schutzmasken und Desinfektionsmittel eventuell eine Erschwernis darstellt. Doch nicht nur die Bauunternehmer stehen in der Pflicht, das Personal entsprechend auszustatten und zu unterweisen, sondern auch Bauherren sind gefordert, die Sicherheits- und Gesundheitsschutzpläne zu adaptieren. Rieder rät daher zwar allen Unternehmern weiterzuarbeiten, dies jedoch nicht ohne Rücksicht auf Verluste zu tun, sondern den Ernst der aktuellen Lage stets im Auge zu behalten.

Spartenobmann Franz Jirka gibt darüber hinaus zu bedenken: „Diese Anforderungen werden auf größeren Baustellen nicht leicht einzuhalten sein. Die steigenden Temperaturen in den kommenden Wochen werden das Ganze zudem verkomplizieren.“ Trotz allem nimmt er im Namen der gesamten Sparte Gewerbe und Handwerk die Herausforderung an: „Wir Handwerker haben schon in früheren Krisenzeiten dafür gesorgt, dass ein Teil der Wirtschaft am Laufen gehalten wird. So wie bei Generationen vor uns, heißt es nun, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Gemeinsam mit allen am Bau tätigen Gewerken werden wir partnerschaftlich aus dieser Krise kommen.“

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