WK-Direktorin Geiger-Anker: „Wo ein Wille, da ein Weg“

Die Corona-Krise ist auch für die Tiroler Wirtschaftskammer eine große Herausforderung. Was Mitarbeiter und Funktionäre in dieser Lage leisten, erklärt Direktorin Evelyn Geiger-Anker.

INTERVIEW

wirtschaft.tirol: Was bedeutet die Corona-Krise für die Wirtschaftskammer?

Evelyn Geiger-Anker: Wir haben uns, wie die heimischen Betriebe, praktisch über Nacht auf diese Situation einstellen müssen und arbeiten mit Hochdruck für unsere Mitglieder.

Wie drückt sich das in Zahlen aus?

Ganz zentral ist natürlich unsere Hotline 05 90905 – 1111, die sieben Tage in der Woche besetzt ist. Wir haben in den letzten Tagen 15.500 Anrufe von Mitgliedsunternehmen entgegengenommen und tausende Mails bekommen, die von unseren Mitarbeitern bearbeitet werden. Es melden sich auch besorgte Arbeitnehmer und Pensionisten bei uns – wir versuchen, allen zu helfen, wo wir können. Mit unseren Social Media Kanälen erzielten wir in der vergangenen Woche eine unglaubliche Reichweite. Und auf den Infopoint auf unserer Homepage wko.at/corona konnten wir allein bei uns in Tirol mehr als 125.000 Zugriffe verzeichnen. Dort finden sich alle relevanten Informationen für Unternehmer – und sie werden stündlich upgedatet.

Worauf kommt es jetzt besonders an?

Wer schnell hilft, hilft doppelt. Wir müssen die richtige Mischung zwischen Geschwindigkeit und der nötigen Qualität treffen. Ein Teil der Anfragen lässt sich rasch beantworten – bei vielen neuen Regelungen fehlen aber noch die Details. In diesen Fällen braucht es oft Rückfragen bei Experten oder das Zuwarten, bis die entsprechenden Verordnungen und Erlässe da sind, um gesicherte Auskünfte zu erteilen.

Erfolgt die Information flächendeckend über alle Branchen?

Es gibt in praktisch allen Branchen eigene Newsletter und andere Kommunikationskanäle, die auf die ganz spezielle Situation eingehen und klare Handlungsanweisungen liefern.

Wie bewerten Sie die aktuelle Stimmungslage?

Bei den Mitarbeitern und Funktionären im Haus herrscht hohe Motivation und Bereitschaft, einen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise zu leisten. Da schaut keiner auf die Uhr und alle tun einfach, was jetzt zu tun ist. Dafür möchte ich mich bei meinem Team bedanken. Bei den Betrieben zeigt sich verständlicherweise große Unsicherheit – schließlich weiß keiner genau, wie es weitergehen wird. Wir stehen in laufendem Kontakt mit der Politik und achten darauf, dass die Unterstützungsmaßnahmen möglichst treffsicher und unbürokratisch erfolgen.

Gibt es auch Erfolgserlebnisse in dieser kritischen Zeit?

Wir hören natürlich Berichte von verzweifelten Unternehmern, die besonders hart betroffen sind, und versuchen, gemeinsam zumindest die gröbsten Probleme zu lösen. Wir erhalten aber auch viel positives Feedback. Viele Mitglieder sind dankbar, einen Ansprechpartner zu haben, von dem sie wissen, dass er sich professionell und engagiert für sie einsetzt. Es freut mich auch sehr, dass es das WIFI Tirol als einziges Bildungsinstitut in ganz Österreich innerhalb weniger Tage geschafft hat, den Großteil seines Kursbetriebs auf Online umzustellen. Das bestätigt uns alle darin, unser Bestes zu geben. Wo ein Wille, da ein Weg!

Bild oben: WK-Direktorin Evelyn Geiger-Anker: „Wir arbeiten mit Hochdruck für unsere Mitglieder.“

Corona: Info für Betriebe
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