Osttiroler Bote zeigt Verantwortung für die Region

Alle Printprodukte des traditionsreichen Medienunternehmens Osttiroler Bote werden seit 1992 in Osttirol bei Oberdruck hergestellt. Der Verbleib der Wertschöpfung in der Region ist wichtiger als die mögliche – durchaus verlockende – Kostenersparnis.

„Jahrgang 75“ prangt unter dem Glocknerkreuz-Logo der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Osttiroler Bote“ und weist auf deren erstmaliges Erscheinen am 10. Jänner 1946 hin. Seither ist der Osttiroler Bote Woche für Woche nahezu in jedem heimischen Haushalt vertreten und kann sich daher zu Recht als „im Verhältnis zum Verbreitungsgebiet erfolgreichste Kaufzeitung Österreichs“ bezeichnen. Dass es angesichts der Veränderungen der Medienlandschaft, die in Tirols zwar flächengrößtem, gleichzeitig aber strukturschwächstem Bezirk besonders ausgeprägt vonstattenging, gelungen ist, die eigene Position zumindest zu halten, verdient Respekt.

„Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten natürlich enorm weiterentwickelt“, betont Karl Libiseller, Geschäftsführer der Osttiroler Bote Medienunternehmen GmbH. „Seit 1999 gibt es zusätzlich zum ‚Osttiroler Boten‘ auch noch den ,Oberkärntner Volltreffer‘ als Gratis-Wochenzeitung für die Bezirke Spittal/Drau und Hermagor mit einer aktuellen Auflage von 32.800 Stück. Sieben Jahre später haben wir dann auch das Monatsmagazin „Pustertaler Volltreffer“ auf den Markt gebracht und damit den Sprung über die Grenze nach Südtirol vollzogen.“

Druck ist in Osttirol geblieben

Gedruckt werden die OB-Printmedien immer schon in Osttirol – seit 1992 bei Oberdruck in Dölsach. „Natürlich haben sich viele in- und ausländische Druckereien um unsere Aufträge bemüht – immerhin handelt es sich um ein beachtliches Auftragsvolumen. Uns war aber der Verbleib der Wertschöpfung in Osttirol wichtiger als die mögliche – durchaus verlockende – Kostenersparnis. Wir haben uns daher für die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Oberdruck entschieden und in den letzten Wochen sogar einen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag dafür, dass Osttirols leistungsstärkste Druckerei mit aktuell 17 Beschäftigten in ihrem Bestand in den nächsten Jahren gesichert ist und unsere hohen Qualitätsansprüche von einem heimischen Unternehmen erfüllt werden.“

Ein gewohntes Bild für alle Osttiroler: Die Zeitungen aus dem Osttiroler Bote-Verlagshaus in Lienz. Foto: Osttiroler Bote

Ein gewohntes Bild für alle Osttiroler: Die Zeitungen aus dem Osttiroler Bote-Verlagshaus in Lienz. Foto: Osttiroler Bote

Schon sehr früh – 1997 – erfolgte ein erster Einstieg in die Online-Berichterstattung. Tagesaktuelle Lokal-Themen kann man heute über die Web-Dienste Osttirol Online und Oberkärnten Online abrufen. Für Abonnenten besteht zudem die Möglichkeit, den Osttiroler Bote auch als E-Paper zu lesen. „Der Medienmarkt ist im kleinen Osttirol außergewöhnlich vielfältig. Das gilt auch für den Online-Bereich, wo es mit zwei weiteren Anbietern eine ungewöhnlich hohe Dichte gibt. Daher setzen wir als Hauptgesellschafter von Radio Osttirol bei Osttirol Online auf Synergien mit dem redaktionell sehr gut aufgestellten Radiosender für Osttirol und Oberkärnten, der in seinem Sendegebiet auch beachtliche Tagesreichweiten erzielt“, so Libiseller. „Wir sichern so die Existenz des Senders. Bei der Topographie unserer Region benötigt man acht Sendeanlagen, um auch die Seitentäler mit Lokal-Radioprogrammen zu versorgen. Das ist natürlich extrem aufwändig“.

Breites Leistungsspektrum

Da das Medienunternehmen über ein hauseigenes Grafik- und Satzstudio verfügt, werden auch externe Grafik-Aufträge übernommen. Abgerundet wird das breite Leistungsspektrum schließlich durch einen Buchverlag mit zwei bis drei Neuerscheinungen pro Jahr. Im Lauf der Jahrzehnte konnte der Osttiroler Bote seine Beschäftigtenzahlen ständig erhöhen. Aktuell arbeiten 19 Angestellte und bis zu 50 freie Mitarbeiter für das Unternehmen. Dazu kommen noch mehr als 20 Zusteller, die jeweils Donnerstagfrüh den Osttiroler Boten und den „Oberkärntner Volltreffer“ direkt ins Haus bringen. Im Südtiroler Pustertal bedient man sich eines privaten Zustell-Unternehmens.

„Wir hatten früher um die 500 Auslands-Abos; heute sind es immer noch knapp die Hälfte. Das ist auch im Vergleich zu wesentlich auflagenstärkeren Zeitungen ein Spitzenwert und zeigt, wie sehr die ‚Exil-Osttiroler‘ an den Geschehnissen in ihrer Heimat interessiert sind“, berichtet der OB-Geschäftsführer. „Uns ist es ein echtes Anliegen, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Regionalität zu stärken. Darum unterstützen beispielsweise wir die Nahversorger-Initiative ‚Heimvorteil‘ der Wirtschaftskammer Lienz.“

»Weitere Informationen: Osttiroler Bote, Osttirol Online

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