Freivon macht Jagd auf Schädlinge

Das Familienunternehmen Freivon sagt Schädlingen den Kampf an. Zwei Meister ihres Faches, zwei Generationen und Familienhund Billy sind „Kammerjäger“ mit Leib und Seele.

Was? Du wirst Kammerjäger? Die Verwunderung bei Verwandten und Freunden war groß, als sich Mario Höller dazu entschied, seinen Bürojob in einem renommierten Unternehmen an den Nagel zu hängen, um fortan Schädlinge zu bekämpfen. Mittlerweile ist er über 25 Jahre in der Branche tätig und hat es keinen einzigen Tag bereut: „Ich wollte mich beruflich verändern, da kam das Angebot einer Reinigungs- und Schädlingsbekämpfungsfirma gerade rechtzeitig. Zu Beginn hatte ich überhaupt keine Bezugspunkte zu diesem Tätigkeitsfeld, aber ich merkte schnell, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Im Jahr 2004 gründete ich deshalb nach zehnjährigem Angestelltenverhältnis gemeinsam mit meiner Frau Eva ein eigenes Unternehmen. Seitdem sind wir gewachsen und führen unseren waschechten Familienbetrieb ,Freivon‘ zusammen mit unseren beiden Kindern Laura und Luca sowie Hund Billy.“

Jeder Tag ist anders. Es gibt kein Schema F. „Bei einem ,Einsatz’ werden wir zuallererst als Spurenleser aktiv, dann kommt unser Expertenvorschlag, um der Lage Herr zu werden. Unsere tägliche Arbeit ist sehr abwechslungsreich, denn jedes Problem ist individuell und wir berücksichtigen dabei immer das Bedürfnis der Kunden“, erklärt Höller und führt weiter aus: „Die Leute sollen Vertrauen in unsere Technik und in unsere Erfahrung haben. Wir kennen nicht alle Insekten, denn das wären Millionen, aber wir können die Situation mit unserem Know-how stets einschätzen.“

Neue Wege beschreiten

Das Bild des klassischen „Kammerjägers“ ist inzwischen längst überholt, die Arbeit entwickelt sich laufend weiter und die Digitalisierung hat auch hier bereits zugeschlagen. Weg von der veralteten Holzfalle hin zum Hightech-Wlan-Fanggerät lautet demnach die Devise für das Fassen von Motten, Schaben, Mäusen oder Ratten. „Heutzutage gibt es online Systeme, die automatische Nachrichten versenden, sobald ein Tier in die Falle tappt. Außerdem können per App alle aufgestellten Fallen inklusive Auswertungen abgerufen werden.“

Während seiner Lehre mit Matura hat Sohn Luca nicht nur einen umfassenden Einblick in die Tierwelt erlangt, sondern auch den Umgang mit toxischen Mitteln, deren Zusammensetzung sowie Wirkungsweise erlernt. „Wir wollen jedoch weitestmöglich weg von der ursprünglichen chemischen Schiene hin zu mehr biologischen bzw. alternativen Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung“, sind sich Mario Höller und sein Sohn Luca einig. Hin und wieder gibt es zwischen den Familienmitgliedern unterschiedliche Ansichten, „das ist selbstverständlich, wenn zwei Generationen aufeinanderprallen, aber ich blockiere keine Veränderungen“. „Im Gegenteil, Papa muss manchmal eher gebremst werden“, ergänzt Luca schmunzelnd.

Begeistert erzählen sie daher gemeinsam von Wärmebehandlungen im Kampf gegen Schädlinge. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Wärme bzw. Hitze über 45°Celsius zerstört in befallenen Räumlichkeiten binnen kürzester Zeit ungeschützte Schadorganismen und zwar leise und giftfrei. Sie eignet sich ideal gegen Bettwanzen, Holzschädlinge, Käfer, Motten und viele Kleininsekten.

Unterstützung einer tierischen Spürnase

Eine weitere Besonderheit von Freivon ist der Bettwanzen aufspürende Familienhund Billy. Nachdem er eine einjährige Ausbildung zum Wanzenspürhund absolviert hat, trainiert Tochter Laura weiterhin laufend mit ihm, damit er einwandfreie Ergebnisse abliefert. „Billy erschnüffelt eine einzelne lebende Bettwanze in einer ganzen Wohnung und das sogar, wenn sich diese hinter einem Holzverbau oder einer Bodenleiste befindet. Bettwanzen sind, vor allem je älter sie sind, für Menschen sichtbar, aber gleichzeitig sind sie wahre Meister im Verstecken. Menschen stoßen zweifelsohne an ihre Grenzen, daher ist der Hund das beste Hilfsinstrument mit einer Erfolgsquote von bis zu 98 Prozent“, so Höller. Billy dient sowohl zur ersten Feststellung als auch zur Kontrolle nach einer durchgeführten Wärmebehandlung. Viele Hoteliers engagieren Billy vor Saisonstart, um mit einem guten Gefühl in die Hauptreisezeit zu starten. „Es findet ein Umdenken statt. Solche Themen wurden früher von Betrieben unter den Tisch gekehrt, doch nun wollen sie vor der Saison Transparenz schaffen.“ Betreut werden jedoch nicht nur Hotels, sondern Privathaushalte, Gastronomiebetriebe, Lebensmittelfirmen sowie Einkaufszentren. „Dabei kommen wir an Orte, die sonst nur ein ausgewählter Personenkreis zu Gesicht bekommt. Von Schlafzimmern bis zu Laboren ist alles dabei. Diskretion wird bei uns großgeschrieben und auch, wenn uns eigentlich keiner will, jeder braucht uns.“

» Weitere Informationen: Freivon Schädlingsbekämpfung

Familienzusammenhalt privat und beruflich. Sohn Luca ist bereits seit zehn, Tochter Laura gemeinsam mit Hund Billy seit zwei Jahren im Betrieb der Eltern Mario und Eva tätig. Foto: Freivon

Familienzusammenhalt privat und beruflich. Sohn Luca ist bereits seit zehn, Tochter Laura gemeinsam mit Hund Billy seit zwei Jahren im Betrieb der Eltern Mario und Eva tätig. Foto: Freivon

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!