Gute Frisöre haben eine goldene Zukunft

Marion Reiter führt gemeinsam mit ihrer Schwester Caroline Engele den „Friseur Hofer“ in der Innsbrucker Erlerstrasse. In ihrer beruflichen Karriere haben sie an die 50 Lehrlinge ausgebildet. Bei den TyrolSkills-Lehrlingswettbewerben sind ihre Lehrlinge immer vorne mit dabei.

Marion Reiter nimmt ihre Tasse Kaffee in die Hand und trinkt einen Schluck. Mit ihrer Schwester führt sie den „Friseur Hofer“ seit rund 20 Jahren. Die beiden haben einst selbst als Lehrlinge dort angefangen. Warum die TyrolSkills-Lehrlingswettbewerbe so wichtig für die Jugendlichen sind? „Es motiviert sie. Sie können so ihren aktuellen Wissensstand und ihr Können mit den Mitbewerbern vergleichen und abchecken, wo eventuell noch Aufholbedarf ist.“

Mit den von der Tiroler Wirtschaftskammer organisierten TyrolSkills soll den Lehrlingen die Gelegenheit geboten werden, ihr Know-how und ihre Fähigkeiten gemeinsam mit den Berufskollegen schon während der Lehre unter Beweis zu stellen. „Die Wettbewerbssituation und der Umgang mit Stress ist zudem eine gute Vorbereitung für die Lehrabschlussprüfung. Es wird nicht nur das Selbstvertrauen gefestigt, auch wird der Wettbewerbsteilnehmer mit größerer Erfahrung und Sicherheit zur Lehrabschlussprüfung antreten“, erklären die Unternehmerinnen Marion Reiter und Caroline Engele.

Kreativ: Natalie Haller (l.) durfte sich mit ihrem Model über den Sieg im Sonderwettbewerb "Du wirst Trendsetter 2019" freuen. Foto: Die Fotografen/WKT

Kreativ: Natalie Haller (l.) durfte sich mit ihrem Model über den Sieg im Sonderwettbewerb “Du wirst Trendsetter 2019” freuen. Foto: Die Fotografen/WKT

Wettbewerbssituation

Beim Friseur Hofer arbeiten zwölf Mitarbeiter, davon vier Lehrlinge. Die Chefinnen Marion und Caroline haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. „Jeder bei uns im Team ist ein Profi in dem, was er tut – und mit Passion dabei. Durch permanente Weiterbildung sind unsere Stylisten immer auf dem neuesten Stand, was Schnitt, Farbtechnik und Styling betrifft.“ Die Positionierung als engagierter Ausbildungsbetrieb bietet den Unternehmern beachtliche Vorteile bei der Bewerbung von Lehrstellen. Die Erfolge der Jugendlichen bei den vielen Wettbewerben sind ein deutlicher Hinweis auf die hohe Ausbildungsqualität in den Tiroler Lehrbetrieben.

Am 8. März werden sich Tirols Friseur-lehrlinge im Kurhaus in Hall messen und ihr Können unter Beweis stellen. Natalie Haller, 18 Jahre und im dritten Lehrjahr, Nikita Prantl auch drittes Lehrjahr, sowie Fabian Sturm, 17 Jahre und im zweiten Lehrjahr werden sich den Bewerben stellen und ihr Bestes geben, um im wahrsten Sinne des Wortes gut abzuschneiden. „Ich bin heuer das erste Mal mit dabei und freue mich schon sehr. Auch wenn schon etwas Nervosität mitschwingt. Beim Damen-Bewerb ist das Motto „Charleston 20/30er Jahre“, bei den Herren „Trendcut“ und beim Spezialwettbewerb Sondergang, der für alle drei Lehrjahre offen ist, „O-zopft-ischs“. Ich bin schon auf der Suche nach Ideen und schaue mir viele Bücher und Modezeitschriften durch und lasse mich inspirieren. Für mein Damen-Modell habe ich 70 Minuten Zeit, um ein typgerechtes Styling mit Make-up zu zaubern“, erklärt Fabian.

Für die Lehrlinge heißt es bei den TyrolSkills sich aus der Komfortzone zu bewegen und Kampfgeist zu zeigen. „Es ist einfach wichtig, hier mitzumachen. Es bildet die Persönlichkeit und die Arbeit der Lehrlinge wird einfach wertgeschätzt. Das macht auch uns als Chefinnen stolz, wenn wir sehen, was unsere Lehrlinge alles machen können. Das ist einfach großartig“, freuen sich Marion Reiter und Caroline Engele.

Kreativ und einfallsreich

Natalie Haller konnte auf Grund einer Verletzung letztes Jahr nur am Sondergang teilnehmen und hat gleich gewonnen, was nicht weniger aufregend für den Lehrling war: „Ich bin eigentlich nie nervös, aber da sind mir schon ein paar Hoppalas passiert“, erzählt sie lachend. „Ich habe meinen Lockenstab und andere wichtige Styling-Sachen vergessen, aber das wird mir dann bei der Lehrabschlussprüfung definitiv nicht mehr passieren. Der Sieg hat mich dann umso mehr gefreut.“ Im März möchte die 18-Jährige an so vielen Bewerben wie möglich teilnehmen und ihr Bestes geben. Beim Herren-Bewerb lautet das Motto „Haarschnitt mit klassischem Verlauf und Föhnstyling“ und bei den Damen ist ein „Damen Make-up mit Hochsteckfrisur“ gefragt. „Ich mag es kreativ zu arbeiten. Und ich sehe jetzt schon ständig Ideen, die ich dann bei den TyrolSkills gerne umsetzen möchte. Das wird also noch eine spannende Zeit bis dahin.“ Der Landessieger wird dann aus der Gesamtwertung dieser beiden Gänge ermittelt.

„Den Preisträgern und Preisträgerinnen gehört die Zukunft. Haben sie doch Einsatz, Leistungswillen und Durchsetzungsvermögen bewiesen – Attribute, die für den weiteren Lebensweg nur von Vorteil sein können. Denn gute Frisöre haben eine goldene Zukunft“, so die Chefinnen von „Friseur Hofer“ motivierend.

 

TyrolSkills Hair & Style 2020
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