KiWi 2020: Die Unternehmer der Zukunft

Die WK Tirol verwandelte sich wieder in einen kunterbunten Basar: Über 200 Schüler zeigten ihr kaufmännisches Talent – heuer erstmals auch digital – und wurden selbst zum Chef in der KiWi-Handelswelt.

Was ist Wirtschaft und wie funktioniert sie? Wie entsteht ein Unternehmen, was sind Umsatz und Gewinn und wie wirkt Werbung? Diesen Fragen gingen die teilnehmenden Schüler aus dem Bezirk Innsbruck-Stadt und -Land auch dieses Jahr wieder auf den Grund. Es wurde angepriesen, gefeilscht und verkauft: Bei KiWi – Kinder entdecken Wirtschaft machten sich Schüler der VS Leitgeb 1, VS Dreiheiligen, VS Arzl, der Praxis-VS der PHT und der NMS O-Dorf aus Innsbruck sowie Schüler der VS Thaur, VS Birgitz, VS Mieders und der NMS Inzing aus dem Bezirk Innsbruck-Land auf eine kaufmännische Entdeckungsreise und schlüpften für einen Vormittag in die Chef-Rolle ihres eigenen Unternehmens. Die kreativen Geschäftsideen hatten sie im Vorfeld gemeinsam mit ihren Lehrpersonen im Unterricht ge­plant. Dabei beschäftigten sie sich mit der Namensfindung, erarbeiteten Marketingstrategien und bestellten oder produzierten Waren, deren Preise sie selbst kalkulierten. Selbstgebackene Muffins gehörten ebenso zum Sortiment wie Armbänder, Luftballons oder Taschentücher.

KiWi goes digital

Vor Ort mieteten sie mit der Unterstützung von Schülern der Handelsakademie Innsbruck und Hall einen von 23 Verkaufsständen und beantragten einen Gewerbeschein. Am Marktstand zeigte sich dann, wie erfolgreich die erarbeitete Vertriebsstrategie war. Es galt nun, die Waren bei den Lehrpersonen, Eltern, Bekannten und Funktionären der Wirtschaftskammer an den Mann zu bringen. WK-Präsident Christoph Walser und die Bezirksobmänner Karl Ischia (Innsbruck-Stadt) und Patrick Weber (Innsbruck Land) waren von den ideenreichen Verkaufskonzepten beeindruckt und kauften fleißig ein: „Nicht nur die Kinder, auch wir sind von der Aktion begeistert. Die Schüler haben die Möglichkeit, wirtschaftliche Zusammenhänge auf spielerische Weise zu verstehen. Um das Unternehmertum von morgen brauchen wir uns nicht zu sorgen.“

Neu war dieses Jahr, dass die Bestellungen beim „Großhandel“ auch online aufgegeben werden konnten. Die Schüler machten somit auch „digital-wirtschaftliche“ Erfahrungen und lernten dabei spielerisch, dass stationärer Handel und Onlinehandel gemeinsam funktionieren. Richtiges Geld wechselte aber nicht den Besitzer, denn bezahlt wurde mit einer fiktiven Währung, dem KiWi-Euro. Am Ende der gelungenen Veranstaltung wurden die Unternehmer der Zukunft für ihren Einsatz mit Medaillen belohnt.

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