Wipla sorgt für den nötigen Biss

In detailreicher Kleinstarbeit entstehen im Wipla Zahntechniklabor in der Innsbrucker Andreas-Hofer-Straße Zahnimplantate, Brücken, Kronen und Regulierungen für Jung und Alt.

Ursprünglich in Familienbesitz bestehen die österreichischen Wipla-Laboratorien bereits seit über 90 Jahren. Aktuell gibt es vier Standorte in Innsbruck, Wien, Graz und Tulln mit insgesamt knapp 100 Mitarbeitern. „Das Labor hier in Innsbruck besteht aus mehreren verschiedenen Abteilungen – Keramik, Prothetik, Modellguss und Orthodontie. Alle Bereiche haben zumindest eines gemeinsam: sehr präzises Handwerk, das viel Erfahrung benötigt“, erklärt der Innsbrucker Laborleiter Ralf Hupfauf.

Zahnregulierungen und Zahnersatz beispielsweise Kronen, Brücken sowie Teil- und Vollprothesen werden in millimetergenauer Handarbeit gefertigt. Das Berufsbild der Zahntechniker ist demnach vielschichtig und umfasst ein breites Tätigkeitsfeld, welches nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität und räumliches Denken erfordert.

Wipla setzt auf Digitalisierung

Zudem kommen immer mehr neue Technologien auf den Markt und die Zahntechnik ist dementsprechend schon längst im Zeitalter der Digitalisierung angekommen. Die Aufgaben, die früher noch per Hand modelliert wurden, designt man nun am Computer mittels eingescannter 3D-Ansicht. Dabei wird nicht nur die Form, sondern auch die Struktur der Zähne exakt konstruiert.

Anschließend werden die Daten an eine Fräsmaschine weitervermittelt, die dann mithilfe der transportierten Information das Modell fertigt. Es entsteht ein passgenaues Ergebnis. Die Zahnimplantate werden aus dem Mineral Zirkon hergestellt, die richtige Farbe entsteht durch den Aufbau mehrerer Schichten und wird dabei an die benachbarten Zähne angepasst.

„Unsere täglichen Aufträge bekommen wir von den jeweiligen Zahnärzten mittels Abdruck, der bei uns direkt in die Gipsküche kommt zur Erstellung eines Modells. Auch hier wird sich in naher Zukunft die Digitalisierung durchsetzen. Ärzte sollen dann in ihrer Praxis ein 3D-Bild des Gebisses erstellen, welches von den Laboratorien anschließend selbst gedruckt wird“, so Hupfauf. Doch trotz digitaler Neuerungen sind herkömmliche Modelle nach wie vor wichtig für die Kontrolle des perfekten Zusammenspiels zwischen Ober- und Unterkiefer.

Perfekte Funktion, natürliche Ästhetik

In jedem Segment gibt es bestimmte Dinge, auf die es besonders zu achten gilt. Hupfauf gibt einen Einblick: „Für Totalzahnersatz werden häufig vorgefertigte Zähne verwendet. Die Versorgung des zahnlosen Kiefers erfordert außerdem Anfertigungen, die perfekte Funktion und natürliche Ästhetik in sich vereinen. Die Verankerung solcher Prothesen ist dabei oft problematisch. Anhand einer speziellen Vorrichtung werden im Labor die Kaubewegungen nachempfunden, um zu sehen wie die Zähne aufeinandertreffen.“

„Im Bereich Zahnregulierung lautet unser Motto ,Es ist nie zu spät für sanfte Korrekturen‘. Vom behandelnden Arzt werden die entsprechenden Maßnahmen geplant, von unserer Orthodontie-Abteilung werden die dazu notwendigen Hilfsmittel passgenau angefertigt. Diese abnehmbaren Modelle werden hauptsächlich von der Universitätsklinik Innsbruck in Auftrag gegeben. Wir betreiben keine Forschung, der aktuelle Wissensstand ist so hoch, dass nahezu keine Entwicklung mehr möglich ist“, so Hupfauf.

Laborleiter Ralf Hupfauf (hinten l.) und sein Stellvertreter Johannes Rössler (hinten r.) schauen ihren beiden Mitarbeitern Alessandro Piccione (vorne r.) und Hassan Zengin (vorne l.) im Wipla Labor in Innsbruck in der Abteilung Keramik über die Schulter. Foto: WKT

Laborleiter Ralf Hupfauf (hinten l.) und sein Stellvertreter Johannes Rössler (hinten r.) schauen ihren beiden Mitarbeitern Alessandro Piccione (vorne r.) und Hassan Zengin (vorne l.) im Wipla Labor in Innsbruck in der Abteilung Keramik über die Schulter. Foto: WKT

»Weitere Informationen: Wipla Zahntechnik

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