Obmannwechsel beim Neujahrsempfang Landeck

Die Übergangsregierung hat brav verwaltet. Nun ist es für WK-Präsident Christoph Walser an der Zeit, mutig Reformen anzupacken und unseren Standort für das neue Jahrzehnt zukunftsfit zu machen. Für den Bezirk Landeck gibt es im neuen Jahr zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Beim Neujahrsempfang stand außerdem ein Wechsel an der Spitze an.

Die Wirtschaft ist ständig in Bewegung: Neue Technologien, neue Kundenwünsche, neue Konkurrenz – unsere heimischen Betriebe sind laufend gefordert, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Dass sie das in der Vergangenheit ausgezeichnet bewältigt haben, zeigt sich daran, dass Tirol innerhalb der 30 stärksten von 281 EU-Regionen liegt. „Dieser Spitzenplatz ist keine Erbpacht und muss alljährlich neu verdient werden“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser.

Dafür braucht es einerseits agile Betriebe und Mitarbeiter, andererseits ist auch von der Politik Bewegung gefragt. „Die politischen Rahmenbedingungen bilden die Leitplanken für die zukünftige Entwicklung“, so Walser, „sie müssen ebenfalls mit der Zeit gehen.“ Der WK-Präsident fordert weniger Problem- und mehr Lösungsdenken: In vielen Bereichen wird derzeit versucht, mit einzelnen Ge- und Verboten lenkend einzugreifen. „Doch das bremst eher als es lenkt – wir brauchen mutige Reformen, welche die Steuerlast senken, die Bürokratie schlanker machen und Anreize für Investitionen setzen“, betont Walser. Auch die heißen Themen wie Wohnen und Verkehr verlangen nach innovativen Ansätzen, damit Tirol für die Herausforderungen des neuen Jahrzehnts gerüstet ist.

Wechsel an der Spitze

„Es ist Zeit, meine Funktion in jüngere Hände zu legen“, verkündet Anton Prantauer nach seiner achtjährigen Tätigkeit an der Spitze der Wirtschaftskammerorganisation im Bezirk. „Es war spannend, in wichtige Themen des Bezirkes einzutauchen und es war bereichernd, Unternehmer zu besuchen und von deren Problemen, aber auch Erfolgen, zu hören. Es freute mich zu sehen, wie viel Leben es in der Bezirksstelle gibt – in Form von Veranstaltungen, WIFI-Kursen und persönlichen Beratungen. Auf einige Highlights während meiner Zeit als Bezirksobmann – wie die Einführung der Lehre mit Matura, die Mitgestaltung des Sonderförderprogramms Oberes Gericht oder die Mitentwicklung des Universitätslehrganges Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus in Landeck – bin ich besonders stolz“, so Prantauer.

Michael Gitterle folgt ihm als neuer Bezirksobmann nach. Der Innungsmeister-Stv. im Bauhilfsgewerbe sowie Raumausstatter in Landeck startet mit zahlreichen Zukunftsvisionen in seine neue Funktion und gleichzeitig ins neue Jahr. Um den Wirtschaftsstandort Landeck weiterhin zu stärken und zu sichern, müssen dementsprechende Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen werden. „Ich möchte als Botschafter für eine positive Tourismusgesinnung agieren. Wir leben im weltweiten Epizentrum des alpinen Skilaufs, eine Tatsache, die nicht oft genug wiederholt werden kann. Die Vorgenerationen haben eine klare Entscheidung für den Tourismus getroffen. Wir müssen daran arbeiten, dass diese Entscheidung auch von künftigen Generationen mitgetragen wird“, so Gitterle. Das Gütesiegel „Ja! Hier arbeite ich gern.“ hebt beispielsweise hervorragende Arbeitgeber in der Hotellerie hervor. Zudem hilft die Auszeichnung Arbeitssuchenden, im Dschungel der offenen Stellen einen attraktiven Arbeitgeber zu finden.

Erhöhung der Drittstaatenkontingente erforderlich

Da sich der Mitarbeitermangel jedoch mittlerweile über alle Branchen spannt, müssen gezielt Maßnahmen in Bezug auf Lebensqualität und Rahmenbedingungen getroffen sowie Arbeitsmärkte geöffnet werden. „Wir brauchen günstigen Wohnraum und eine Senkung der Lebenskosten, um den Mitarbeitern mehr Lohn- und Gehaltsanreize bieten zu können. Außerdem müssen Arbeitszeitmodelle angepasst und der Zuzug für ausländische Mitarbeiter erleichtert werden. Wir vertrauen auf die neue Regierung, dass endlich eine Erhöhung der Drittstaatenkontingente kommt“, appelliert Gitterle.

Doch auch die Digitalisierung durchdringt mit rasanter Geschwindigkeit fast alle Unternehmensbereiche. „Auf diesen Zug dürfen wir nicht zu spät aufspringen, sondern wir müssen eine positive Wahrnehmung für dieses Thema schaffen. Die Kommunikation mit künstlicher Intelligenz kann für jedermann konstruktiv verknüpft werden. Es ist uns ein besonderes Anliegen, das Potenzial in diesem Bereich durch Beratungen und Förderungen aufzuzeigen“, betont Gitterle.

Bild oben: Bezirksstellenleiter Otmar Ladner, NR Franz Hörl, LR Bernhard Tilg, WK-Präsident Christoph Walser, LH Günther Platter, Alt-Bezirksobmann Anton Prantauer, Bezirksobmann Michael Gitterle, WK-Direktorin Evelyn Geiger-Anker, BR Peter Raggl, LA Benedeikt Lensch, Bezirkshauptmann Markus Maaß (v.l.).

Eindrücke vom Neujahrsempfang Landeck

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