Starke Bezirke sind das Rückgrat einer starken Vertretung

REGIONALITÄT wird großgeschrieben. So lässt sich das Bekenntnis der Wirtschaftskammer zu starken Bezirkskammern auf den Punkt bringen. Sie dienen als erste Anlaufstelle für die Unternehmer vor Ort und sorgen dafür, dass die Besonderheiten und Anliegen einzelner Bezirke berücksichtigt werden.

Regionalität ist für die Tiroler Wirtschaftskammer mehr als ein bloßes Schlagwort. Das betrifft zum einen regionale Wirtschaftskreisläufe, die mit authentischen und qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen für Stabilität und Beschäftigung im Land sorgen. Zum anderen gehört das Bekenntnis zur Regionalität zum Selbstverständnis der Tiroler Wirtschaftskammer selbst. „Starke und eigenständige Bezirksstellen sichern Kundennähe und sorgen dafür, dass die ganz speziellen Interessenlagen in allen Tiroler Regionen eine starke Stimme haben“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser, der als ehemaliger Bezirksobmann von Innsbruck-Land die Anforderung an eine regionale Vertretung aus eigener Erfahrung kennt.

Haus der Wirtschaft

Die Bezirksstellen repräsentieren auf lokaler Ebene als Haus der Wirtschaft die Wirtschaftskammerorganisation. Dementsprechend ist es für die WK Tirol folgerichtig, den heimischen Unternehmen eine leistungsstarke Vertretung vor Ort zu bieten. Jede Bezirksstelle deckt drei strategische Geschäftsfelder ab: Sie ist erstens die regionale Interessenvertretung der Wirtschaft und damit Teil der regionalen Sozialpartnerschaft. Zweitens ist die Bezirksstelle das lokale Servicezentrum für die Betriebe. Und drittens bieten die Bezirks-WIFI attraktive Angebote im Bereich der beruflichen Erwachsenenbildung.

Die Bezirksstellen übernehmen diese Funktionen in sämtlichen Bezirksstädten des Landes und agieren für die Mitglieder als Front Office und erste Anlaufstelle. Die Leistungen sind auf die Unternehmer des jeweiligen Bezirks zugeschnitten und berücksichtigen regionale Unterschiede und Prioritäten. Zahlreiche Services wie Gründungsberatung, Gewerbeanmeldung oder Betriebsanlagen-Genehmigungen sind direkt in den Bezirksstellen erhältlich, für Spezialfragen steht die Wirtschaftskammer mit ihren Experten in Innsbruck zur Verfügung. Regelmäßige Sprechtage zu klassischen unternehmerischen Themen wie Sozialversicherung, Steuern, Förderungen, Patenten und Marken bieten kompakte Informationen und unterstützen die Betriebe bei der Entscheidungsfindung.

Erste Hilfe vor Ort

„Unsere Bezirksstellen haben eine ähnliche Funktion wie praktische Ärzte in den ländlichen Regionen. Sie können schnell reagieren und leisten in vielen Fällen ,Erste Hilfe‘. Für rechtliche Spezialfragen stehen unsere Experten in Innsbruck als ,Fachärzte‘ zur Verfügung“, erklärt Christoph Walser die Idee dahinter. Diese dezentrale Organisation ermöglicht schnelle Reaktionszeiten und kurze Wege für die Unternehmer.

Neben ganz spezifischen Herausforderungen einzelner Bezirke gibt es eine Reihe von gemeinsamen Themen: Fehlende Fachkräfte, ungelöste Verkehrsprobleme, komplizierte Verfahren sowie bremsende Raum- und Bauordnungen stehen in allen Bezirken ganz oben auf der To-do-Liste. Bezirksüberschreitende Anliegen werden in Kooperation gelöst, um mehr Druck aufzubauen. So drängen etwa die Bezirke Imst, Landeck und Reutte gemeinsam auf die Realisierung des Tschirganttunnels. „Die Ist-Situation ist weder für die Lebensqualität der Anrainer noch für Wirtschaft und Tourismus befriedigend“, betont der Imster WK-Obmann Josef Huber.

Geballte Kraft der Bezirke

Auch Innsbruck und Innsbruck-Land nutzen die geballte Kraft beider Bezirke, wenn es um Lösungen für den Zentralraum geht. „Unser Ballungsraum ist ein wichtiger Motor für Beschäftigung und Wohlstand und braucht Rahmenbedingungen, die Lust auf Leistung machen“, fordert der Innsbrucker WK-Obmann Karl Ischia.

Die wohl größte gemeinsame Herausforderung aller Bezirke liegt im Fachkräftemangel. Auch bei diesem Thema ist der regionale Blick entscheidend: Die wirtschaftliche Struktur in den Bezirken unterscheidet sich zum Teil gravierend. Es ist daher wichtig, dass Qualifizierungsmaßnahmen und gezielte Zuwanderung maßgeschneidert erfolgen, um exakt die Lücken zu füllen, die bei den Betrieben bestehen. Die Bezirksstellen haben in Zusammenarbeit mit den Regionalstellen des AMS den besten Überblick darüber, wo der Hebel jeweils anzusetzen ist, um Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt in Deckung zu bringen.

Die hohen Teilnehmerzahlen bei den Neujahrsempfängen in allen Bezirken sind ein Beleg für die Nachfrage nach regionalen Beratungs- und Vertretungsleistungen. „Diese starke Verankerung im ganzen Land wird auch in Zukunft eine wesentliche Säule der Tiroler WK darstellen“, versichert WK-Präsident Christoph Walser.

WK-Obleute der Tiroler Bezirke

»Weitere Informationen: Tirols Wirtschaftskammer Bezirksstellen

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