Josef Huber lud zum Neujahrsempfang in Imst

Die Übergangsregierung hat brav verwaltet. Nun ist es für WK-Präsident Christoph Walser an der Zeit, mutig Reformen anzupacken und unseren Standort für das neue Jahrzehnt zukunftsfit zu machen. Für Bezirksobmann Josef Huber stehen im Jahr 2020 die Themen Verkehr und Mobilität sowie der Zusammenschluss Ötztal/Pitztal an der Tagesordnung.

 Die Wirtschaft ist ständig in Bewegung: Neue Technologien, neue Kundenwünsche, neue Konkurrenz – unsere heimischen Betriebe sind laufend gefordert, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Dass sie das in der Vergangenheit ausgezeichnet bewältigt haben, zeigt sich daran, dass Tirol innerhalb der 30 stärksten von 281 EU-Regionen liegt. „Dieser Spitzenplatz ist keine Erbpacht und muss alljährlich neu verdient werden“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser.

Dafür braucht es einerseits agile Betriebe und Mitarbeiter, andererseits ist auch von der Politik Bewegung gefragt. „Die politischen Rahmenbedingungen bilden die Leitplanken für die zukünftige Entwicklung“, so Walser, „sie müssen ebenfalls mit der Zeit gehen.“ Der WK-Präsident fordert weniger Problem- und mehr Lösungsdenken: In vielen Bereichen wird derzeit versucht, mit einzelnen Ge- und Verboten lenkend einzugreifen. „Doch das bremst eher als es lenkt – wir brauchen mutige Reformen, welche die Steuerlast senken, die Bürokratie schlanker machen und Anreize für Investitionen setzen“, betont Walser. Auch die heißen Themen wie Wohnen und Verkehr verlangen nach innovativen Ansätzen, damit Tirol für die Herausforderungen des neuen Jahrzehnts gerüstet ist.

Regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Der Zusammenschluss der beiden Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal hat für die WK-Bezirksstelle Imst nach wie vor höchste Priorität. Die Notwendigkeit dieser Verbindung ist für beide Täler im gleichen Ausmaß gegeben. „Speziell die Auswirkungen des Projekts auf regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Einkommen sind enorm. Nur durch innovative Neuerungen hat die nächste Generation einen Anreiz weiterzumachen und der Wohlstand vor allem fürs Pitztal in den kommenden Jahren wäre gesichert“, erklärt Bezirksobmann Josef Huber. Problematisch sieht er in diesem Zusammenhang allerdings die Stimmung in Teilen der Bevölkerung: „Die Vorgenerationen haben eine klare Entscheidung für den Tourismus getroffen. Wir müssen daran arbeiten, dass diese Entscheidung auch von künftigen Generationen mitgetragen wird.“

Der Tourismus war und ist aufgrund der geografischen Lage die einzig sinnvolle Option, um die Wirtschaft in den Tälern zu beleben. Dass die Tourismusverbände früher Fremdenverkehrsverbände hießen, zeigt den engen Zusammenhang zwischen Verkehr und Tourismus. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch sowohl die Hotellerie und die Gastronomie also auch die Seilbahnwirtschaft positiv weiterentwickelt, die Verkehrserschließungen sind aber nach wie vor unverändert. „Dafür die Wirtschaft verantwortlich zu machen, ist der falsche Ansatz“, so Huber.

Nadelöhr Fernpass-Route beheben

Die größten Knotenpunkte des Bezirks sind das Gurgltal, das Mieminger Plateau und das Ötztal sowie die Fahrtstrecke Richtung Westen. „Ein Ausbau von Fernpassscheiteltunnel und Tschirganttunnel ist deshalb unerlässlich“, setzt sich Bezirksobmann Huber, der auch in der Arbeitsgruppe zum Fernpassscheiteltunnel vertreten ist, für das Projekt ein. Die Fernpass-Route ist ein Nadelöhr, das beinahe wöchentlich für massive Verkehrsbehinderungen sorgt. Davon sind die Oberländer Bewohner, die regionalen Betriebe und die Gäste gleichermaßen betroffen. Der Bau der beiden Tunnel könnte diesbezüglich eine wesentliche Entlastung bringen.

Ansonsten weist der Bezirk Imst weiterhin gute wirtschaftliche Voraussetzungen auf und die Wirtschaftsdynamik hält an. Sowohl die Stimmung als auch die Auftragslage sind positiv, die geringe Arbeitslosigkeit ist dabei Segen und Fluch zugleich. Passende Fachkräfte zu finden, gleicht immer mehr der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Vor allem im Tourismus kämpft der Bezirk mit fehlenden Saisonkontingenten. „Qualifizierte Mitarbeiter sind rar und gerade für die Wintersaison gab und gibt es viel zu wenig Arbeitskräfte. Wir vertrauen auf die neue Regierung, dass der Zugang qualifizierter Kräfte aus Drittstaaten endlich erleichtert wird“, appelliert Huber.

Bild oben: WK-Direktorin Evelyn Geiger-Anker, WK-Präsident Christoph Walser, Bezirksobmann Josef Huber, Bezirksstellenleiterin Elena Bremberger (v.l.).

Impressionen des Neujahrsempfangs Imst

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