Gründerboom hält in Tirol an

Exakt 2.912 Neugründer – inklusive der selbstständigen Personenbetreuer – wagten 2019 den Sprung in die Selbstständigkeit, nach wie vor ein sehr hohes Niveau. Das sind mehr als 240 neue Unternehmen pro Monat in Tirol.

„Wir haben im Jahr 2019 wieder ordentlich Gas gegeben und gezeigt, dass Tirol ein Land der Gründer ist“, freut sich Dominik Jenewein, neuer Obmann der Jungen Wirtschaft Tirol. „Jungunternehmer sind mutig und offen für ständige Veränderungen. Wir sind nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, die Gründerzahlen sind in den letzten Jahren stetig nach oben gegangen. Tirol ist ein gründungsmotiviertes Bundesland.“

Wie sieht der durchschnittliche Tiroler Neugründer aus?

Das Durchschnittsalter eines Neugründers beträgt in Tirol 38 Jahre. Bei der geschlechtsspezifischen Auswertung der Gründungsstatistik zeigt sich deutlich, dass Tirols Gründerinnen mit 50,9 Prozent die Nase vorn haben.

Die verschiedenen Sparten betreffend, verzeichnet das Gewerbe und Handwerk mit 1.385 fast die Hälfte aller Neugründungen. Der zweithöchste Anteil entfällt auf den Handel mit 680 Neugründungen und die Sparte Information und Consulting mit 448 neuen Mitgliedern.

Auf die Tiroler Bezirke verteilt gab es die meisten Unternehmensgründungen im Bezirk Innsbruck-Land mit 680 Neugründungen, im Bezirk Innsbruck-Stadt 536 gefolgt vom Bezirk Kufstein mit 445 Gründungen. (Regionen: Innsbruck 1.215 Neugründungen, Tiroler Unterland 1.047, Tiroler Oberland 352)

Mut zum Risiko

„Die ermittelte Lebensdauer von neu gegründeten Unternehmen ist insgesamt hoch: nach drei Jahren bestanden über 77 Prozent der neugegründeten Unternehmen, nach fünf Jahren sind fast zwei Drittel (rund 65 Prozent) der Unternehmen am Markt tätig und nach sieben Jahren sind es über 56 Prozent“, sagt Dominik Jenewein.

Ein Unternehmen zu gründen ist Chance und Risiko zugleich. Die Junge Wirtschaft Tirol arbeitet intensiv an wichtigen Erleichterungen für Neugründer. „Die Gründung eines eigenen Unternehmens ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Darum ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen dafür möglichst attraktiv sind. Es ist unsere Aufgabe, die Jungunternehmer bei der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen und Sprachrohr gegenüber der Politik zu sein.“

Expertenberatung und Anlaufstellen

Wichtigste Servicestellen für den Unternehmensstart bleiben die Beratungsleistungen des Gründerservice der Tiroler Wirtschaftskammer und die WK-Bezirksstellen. 2019 wurden knapp 7.200 Beratungen verzeichnet: „Persönliche Ziele, fachliche Qualifikation sowie eine top Planung sind Grundvoraussetzung für einen gelingenden Unternehmensstart. Im Gründerservice der Tiroler Wirtschaftskammer finden Gründer ein umfassendes Informationsangebot und schätzen dieses auch“, so Jenewein.

So ist in weiterer Folge der InnCubator – die Unternehmerschiede der WK Tirol und der Universität Innsbruck zur wichtigen Anlaufstelle für Gründer geworden: „Der InnCubator begleitet und unterstütz Start-ups mit ihrer Idee in der frühen Gründungsphase. Experten stehen individuell zur Seite und die WIFI-Werkstätten können auch für Prototypen genutzt werden. Das Service greift auf das Netzwerk der Tiroler WK und der Universität zurück“.

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