Tirol auf Spitzenplatz bei EU-Vergleich

Der Standort Tirol liegt im EU-Vergleich unter den Top 30. Dieser Erfolg ist keine Erbpacht – sondern muss jedes Jahr neu erarbeitet werden. Das betrifft nicht nur Betriebe und Mitarbeiter, sondern auch die Politik, die zeitgemäße gesetzliche Leitplanken aufstellen muss.

Dass wir im aktuellen Vergleich 251 der 281 EU-Regionen hinter uns lassen, liegt am Zusammenspiel von innovativen Betrieben, top motivierten Mitarbeitern und attraktiven politischen Rahmenbedingungen“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser. Das internationale Umfeld ändert sich laufend. Das bedeutet: „Wenn wir an der Spitze bleiben wollen, müssen auch wir uns laufend bewegen und im heurigen Jahr unsere Fitness unter Beweis stellen“, so Walser.

Insgesamt liegt die Wirtschaftskraft Tirols innerhalb der 30 besten Regionen in der EU. Darunter befinden sich echte Kaliber: Rang 1 geht an Inner London – West, Rang 2 an Luxemburg, Rang 3 an den Süden Irlands. Insgesamt sind mit Salzburg (20) und Wien (21) zwei weitere österreichische Bundesländer unter den Top 30. Südtirol nimmt in diesem Vergleich die 25. Stelle ein. Mit dem Ausscheiden Englands aus der EU Ende Jänner wird Tirol übrigens um einige Plätze vorrücken. Dass Tirol dieses Ergebnis erzielen kann, liegt an einem breiten Mix an Betriebsgrößen und Branchen und Top-Plätzen in einzelnen Disziplinen.

Allem voran fällt die Stärke Tirols als Tourismusland ins Auge: Bei der Tourismus­intensität – der Zahl der Übernachtungen im Verhältnis zur Bevölkerung – liegt Tirol nach Südtirol auf Rang 2. Diese Funktion des Tourismus für Standort und Arbeitsplätze ist den Tirolerinnen und Tirolern bewusst. In einer kürzlich veröffentlichten Studie des MCI schätzen 98 Prozent die wirtschaftliche Bedeutung und den Stellenwert des Tourismus als hoch ein. „Dieses klare Bekenntnis zum Tourismus ist zum einen der Auftrag für die Branche, weiterhin ihrer zentralen Rolle für das Land gerecht zu werden, und zum anderen der Ansporn, an bekannten Verbesserungspotenzialen wie dem Image als Arbeitgeber, der weiteren Steigerung der Qualität und damit der Wertschöpfung intensiv zu arbeiten“, erklärt Spartenobmann Josef Hackl.

EU-Vergleich zeigt stabile Verhältnisse

Die Tiroler Wirtschaft ist auch bei der Beschäftigung herausragend: Die Ränge 4 und 5 bei der Arbeitslosenquote und der Jugendarbeitslosigkeit sorgen in Tirol für stabile Verhältnisse. Dazu trägt auch der Fleiß der Tirolerinnen und Tiroler bei: Bei der Erwerbsquote liegt Tirol auf dem ausgezeichneten Platz 14 von 281 EU-Regionen. Einen wesentlichen Anteil daran hat das hohe Qualifizierungsniveau der heimischen Mitarbeiter. „Speziell die duale Ausbildung schafft beste Voraussetzungen für den Einstieg ins Berufsleben“, erklärt Franz Jirka, Spartenobmann Gewerbe und Handwerk. Deswegen ist es ein wesentliches Ziel für 2020, die Lehre weiter zu verbessern und mit dem in Tirol entwickelten Modell der „Neuen Dualen Berufsbildung“ auf Augenhöhe mit schulisch-akademischen Ausbildungen gesetzlich zu verankern.

Dass Tirol für Gäste und Arbeitskräfte höchst attraktiv ist, lässt sich mit freiem Auge erkennen – und wird auch in diesem EU-Vergleich sichtbar: Bei der Lebenserwartung von 83,2 Jahren nimmt Tirol EU-weit Rang 4 ein. Das spricht für die hohe Lebensqualität in unserem Land. Starke Bezirke und ein Tourismus, der Arbeitsplätze bis in die hintersten Täler bringt, sorgen für einen äußerst niederen Auspendelanteil von nur 4,2 Prozent. Die heimische Wirtschaft wird auch 2020 ihren Beitrag dazu leisten, dass Tirol eine der lebenswertesten Regionen in der ganzen EU bleibt. Dazu braucht es auch Rückenwind seitens der Politik, die mit vertretbaren Steuern, schlanker Bürokratie und klug gesetzten Impulsen dazu beitragen muss, diesen Level zu halten. „Die Latte für 2020 liegt hoch – die Tiroler Betriebe gehen topmotiviert ins neue Jahr und sind fest entschlossen, auch heuer ganz vorne dabei zu sein“, betont Christoph Walser.

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