Auftakt für Wirtschaft in Bewegung

Die Wirtschaftskammer Tirol hat Mitte 2019 begonnen, eine Vision für den Verteilerverkehr in Tirol zu entwickeln. Ziel sind Lösungen, wie die Wirtschaft selbst einen Beitrag zur Reduktion des „hausgemachten“ Güterverkehr leisten kann.

„Wir übernehmen Verantwortung für unser Land und leisten als Tiroler Wirtschaft unseren Beitrag zu den Herausforderungen im Verkehr“, erklärt WK-Präsident Christoph Walser. Die aus dem Projekt entstandenen Projekte umfassen dabei Information & Service, Logistik-Infrastrukturen sowie Kooperation & Kommunikation.

Impulse für ökologischeren und effizienteren Verteilerverkehr

Verkehr und Mobilität sind die Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung im Land. „Das ist natürlich mit Herausforderungen verbunden. Wir haben daher mit Experten und Partnern intensiv darüber nachgedacht, wie die Wirtschaft selbst einen Beitrag leisten kann, um Verbesserungen im Tiroler Verkehr zu bewirken. Nicht mit Forderungen, sondern mit machbaren Lösungen im eigenen Einflussbereich“, so Walser zum Hintergrund des Expertenprozesses Wirtschaft in Bewegung. Dieser wurde unter der Begleitung von Prof. Markus Mailer (UIBK) und Dr. Helmut Köll (Planoptimo) gestartet und behandelt den Verteilerverkehr, also den Quell-Ziel-Verkehr, innerhalb Tirols. Dazu Walser: „Wir sind überzeugt, dass wir die regionale Verteilung von Waren neu denken und die nötigen Schritte gehen müssen, um den Status quo zu verbessern. Die WK wird Plattform und Drehscheibe sein, um innovative Lösungen zu initiieren, bestehende Einzelprojekte auf eine neue Ebene zu heben, Türen zu öffnen und die wichtigsten Partner im Land zu ver-netzen. 2020 werden die ersten Impulsprojekte bereits in die Umsetzung gehen.“

Machbare Lösungen mit nachhaltiger Wirkung

„Bisher wurde das Thema Verteilerverkehr in Tirol noch nie so detailliert und in seiner Vielschichtigkeit betrachtet, wie in diesem Pilotprojekt. Der Verkehr kann nicht von heute auf morgen verändert, aber mit den richtigen Lösungsmöglichkeiten Schritt für Schritt verbessert werden“, so der verkehrsplanerische Projektbegleiter Prof. Markus Mailer von der Universität Innsbruck. „Die erarbeiteten Impulsprojekte sind realisierbar und reduzieren nachhaltig die negativen Auswirkungen des nötigen Verkehrs auf Bevöl-kerung und Umwelt“, zeigt sich Mailer von den Projekten und deren Wirkungspotenzial begeistert. Dieser ergänzt: „Es ist wirklich vorbildlich, dass die Tiroler Wirtschaftskammer unter Einbindung von Experten selbst beim Thema Verkehr anpackt und Lösungen in den Vordergrund stellt“.

Gemeinsam Herausforderungen meistern

Die Herausforderungen im Tiroler Verkehr sind vielschichtig. Nutzungskonflikte zwischen Verkehrsteilnehmern, touristisch geprägte Täler mit saisonalen Schwankungen oder geändertes Konsumverhalten – täglich werden über 80.000 Paket in Tirol zugestellt. „Mit steigendem Verkehrsaufkommen brauchen wir smarte Lösungen, um die Bevölkerung, die Täler bzw. Ballungsräume und die Umwelt zu entlasten. Dazu haben wir Partner mit dem Fokus Mobilität, Infrastruktur und Verkehrsinnovation ins Boot geholt. In einer intensiven Analyse- und Konzeptionsphase haben wir durch den Input der Experten aus der Tiroler Wirtschaft zunächst 15 Handlungsfelder erarbeitet und diese in neun Impulsprojekte überführt. Ab März werden wir mit der Umsetzung der ersten Projekte beginnen und die definierten Lösungen vorantreiben“, so Josef Ölhafen, Geschäftsführer der Sparte Transport und Verkehr.

Die Impulsprojekte im Detail

Im Rahmen des Prozesses wurden die Projekte in Beratungs-, Leit- und Kooperationsprojekte eingeteilt. Übergeordnet wird 2020 ein Projekt zur Erhebung spezifischer Daten im Tiroler Verteilerverkehr gestartet. Die gewählten Impulsprojekte sind:

Beratungsprojekte, die auf Service und Information abzielen
– Beratungsangebot zur E-Mobilität
– Beratungsangebot zur Transportoptimierung im KMU-Bereich
– Lkw Güteplakette

Leitprojekte, die auf die Logistik-Infrastruktur abzielen
– Talverkehr Ötztal
– Talverkehr Zillertal
– Konzept zur Citylogistik

Kooperationsprojekte, die auf Kommunikation und Kooperation abzielen
– E-Carrier-Sharing
– Lieferapp zur Nutzung freier Transportressourcen
– Kooperation Wasserstoffmobilität

Wirtschaft-in-Bewegung-II

Präsentierten die Projekte heute der Öffentlichkeit: Präsident Christoph Walser (r.), Josef Ölhafen und Univ.-Prof. Markus Mailer (l.). Foto: WKT – frischauf-bild

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