Positive Bilanz für das Tourismusjahr 2018/2019

Ein Sommer mit Potenzial nach oben: Der Bezirk Landeck konnte das hohe Niveau der Vorjahre halten und schloss das Tourismusjahr 2018/2019 mit einem Übernachtungsplus von 0,3 Prozent ab.

„Der Bezirk Landeck hat es durch nachhaltiges Wirtschaften insbesondere im Tourismus unter härtesten Bedingungen geschafft, über viele Jahre erfolgreich zu sein. Gerade der gesunde Mix an Familienunternehmen hat dazu wesentlich beigetragen. Diese vielen Familienbetriebe müssen wir erhalten, um die Stärken in Bezug auf die Attraktivität des Tourismus für uns Einheimische weiter auszubauen. Der Bezirk Landeck ist eine tragende Säule im Land Tirol und das beweisen jährlich unsere Zahlen“, kommentiert KommR Anton Prantauer, Bezirksobmann der WK Landeck.

Der Bezirk Landeck konnte das hohe Niveau der Vorjahre halten und schloss das Tourismusjahr 2018/2019 mit einem Übernachtungsplus von 0,3 Prozent ab. Insgesamt wurden von November 2018 bis Oktober 2019 mehr als 8,8 Mio. Nächtigungen verzeichnet. Auf den Winter fallen 6,2 Mio. (-1,2 %) und auf den Sommer 2,6 Mio. (+3,9 %) Nächtigungen. Der stärkste Monat übers Jahr war der Februar mit 1,6 Mio. Nächtigungen. Im Sommer boomte der August mit 900.000 Nächtigungen. 1,9 Mio. Gäste (+1,1 %) machten Urlaub im Bezirk, davon 1,2 Mio. im Winter und 700.000 im Sommer. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag bei 4,7 Tagen.

„Die Beliebtheit des Bezirkes Landeck als Urlaubsdestination ist ungebrochen. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor bis ins hinterste Tal und ist damit auch ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Entwicklung unseres Bezirkes. Ich spreche allen Tourismusverantwortlichen, den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie den Seilbahnunternehmen großes Lob aus“, würdigt Prantauer den Einsatz.

Tourismusjahr mit Gäste-Plus aus Deutschland

Die stärkste Gästenation ist Deutschland. Mit 4,2 Mio. Nächtigungen sorgen die Deutschen Gäste für jede zweite Nächtigung im Bezirk. Im Sommer verzeichneten die Deutschen Gäste einen Zuwachs um +5,5 %. Gäste aus den Niederlanden (+5,32 %), Belgien (+4,57 %) und Polen (+2,41 %) sind nach wie vor stark im Kommen. Auch der Inlandsmarkt konnte zulegen (+1,36 %).

„Auf den ersten Blick schauen die Nächtigungszahlen übers Jahr verteilt nicht schlecht aus. Der Sommer hat jedoch Potenzial nach oben und muss auf Kurs gebracht werden. Wir brauchen mehr Mut zum Preis. All-In-Leistungen für die Gäste und Dumpingpreise gehen an die Substanz der Betriebe und sind keine Strategie um die Wertschöpfung zu steigern. Ist es zielführend, wenn die Sommersaison von der Wintersaison finanziert wird?“, analysiert Alexander von der Thannen, Hotelier in Ischgl und Tourismussprecher für den Bezirk Landeck in der Wirtschaftskammer.

Landeck zweitstärkster Bezirk in Tirol

Schwaz erzielt 9,7 Mio. Nächtigungen (-0,1 %) und bleibt in der Landesstatistik vorne. Landeck positioniert sich mit 8,8 Mio. Nächtigungen (+0,3 %) als zweitstärkster Bezirk in Tirol. Kitzbühel erreicht 6,5 Mio. (+0,8 %), Imst 6,3 Mio. (+1,9 %), Innsbruck-Land 5,7 Mio. (-0,4 %), Kufstein 4,9 Mio. (+0,7 %), Reutte 3,9 Mio. (+0,1 %) und Lienz 2,1 Mio. (+0,2 %) Nächtigungen. Die Landeshauptstadt Innsbruck erzielt 1,8 Mio. Nächtigungen (+3,4 %). Tirol insgesamt schließt das Tourismusjahr mit 49,6 Mio. Nächtigungen und einem Plus von 0,5 % ab.

Ischgl, St. Anton und Serfaus sind die nächtigungsstärksten Gemeinden im Bezirk. Mit 1,5 Mio. Nächtigungen (+1,5 %) bleibt Ischgl unangefochten an der Spitze des Bezirkes. Auch tirolweit mischt Ischgl ganz vorne mit. Nach Sölden (2,6 Mio. Nächtigungen/+1,9 %) und Innsbruck folgt Ischgl an 3. Stelle der stärksten Tourismusgemeinden. Serfaus reiht sich mit 1,3 Mio. Nächtigungen (+3,1 %) an die sechste und St. Anton mit 1,2 Mio. (-2,2 %) an die siebte Stelle.

„Eine übers Jahr ausgewogene Nächtigungsbilanz sichert Ganzjahres-Arbeitsplätze und ist eine wichtige Grundlage für qualitativ hochwertigen Tourismus. Einen besonderen Fokus müssen wir künftig auf die Mobilität der Gäste werfen. Die Anreise mit der Bahn muss forciert werden, da sich die Gästeschichten verändern und immer mehr junge, urbane Menschen selbst kein Auto mehr besitzen“, so Prantauer.

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