Gesundheit und Wohlstand für Tirol

Lange wurde das Thema Gesundheit ausschließlich als Kostenfaktor für Staat und Gesellschaft gesehen. Momentan erleben wir in Bezug auf das Gesundheitssystem einen Perspektivenwechsel, weg von den Kosten, hin zur Gesundheitswirtschaft als Wachstums- und Beschäftigungsmotor für Österreich und Tirol.

Die Gesundheitswirtschaft wird immer wichtiger, die Branche trägt rund elf Prozent zum österreichischen BIP bei. Dennis Ostwald vom WifOR Institute erläutert: „2018 belief sich die direkte Wertschöpfung von Novartis auf 294 Millionen Euro. Durch indirekte und induzierte Effekte kamen weitere 604 Millionen dazu. Insgesamt leistete das Unternehmen also einen Beitrag von 900 Millionen Euro für das österreichische BIP.“

Leistungsträger der Tiroler Wirtschaft

„Tirol ist nicht nur ein Tourismusland, sondern auch ein Industrieland. Wir haben viele KMU, EPU und einige Leitbetriebe“, weiß Hermann Lindner, Vizepräsident der Industriellen Vereinigung Tirol und Obmann der Sparte Industrie in der Tiroler Wirtschaftskammer. Gemeinsam sind die Leitbetriebe für 21 Prozent des BIP in Tirol verantwortlich. Lindner betont: „In Tirol verfügen unsere Leitbetriebe über einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro plus zwei Milliarden indirekte Effekte und 1,9 Milliarden induzierte Effekte. Dementsprechend sichern diese Leitbetriebe insgesamt 58.000 Beschäftigungsverhältnisse. Novartis beziehungsweise die Sandoz GmbH ist einer der wichtigsten Leitbetriebe Tirols, der für einen erheblichen Teil der Tiroler Exporte verantwortlich ist und für eine hohe Quote bei Forschung und Entwicklung sorgt.“

Gesundheit aus Überzeugung

Für Novartis steht Gesundheit für Wachstum und Entwicklung im globalen Kontext. Gesundheit soll als Investition gesehen werden, die zu einer nachhaltigen Verbesserung von Wohlstand, Beschäftigung und Lebensqualität führt. Eine exemplarische Analyse von 52 innovativen Novartis Medikamenten verdeutlicht diesen Sachverhalt. Die Medikamente erreichten in Österreich über eine Million Patienten und sorgten für 15.000 zusätzliche gesunde Lebensjahre. Der Social Impact, also die aus den gewonnenen Jahren resultierende Arbeitsproduktivität, betrug 650 Millionen Euro.

Mehrwert für die gesamte Wirtschaft

„Mit jedem Euro von Novartis generieren wir zwei weitere Euro in der Gesamtwirtschaft. Wir leisten nicht nur unseren Beitrag für die Gesellschaft, wir sind ein Teil davon“, sagt Michael Kocher, Country President von Novartis Österreich. Auch für den österreichischen Arbeitsmarkt leistet Novartis einen wichtigen Beitrag: 2018 waren fast 5.200 Menschen direkt bei Novartis beschäftigt. Weitere 7.200 Arbeitskräfte kamen indirekt oder durch Novartis induziert hinzu. Das bedeutet, dass ein Arbeitsplatz bei Novartis weitere 1,4 Beschäftigungsverhältnisse in der österreichischen Gesamtwirtschaft sichert.

Die Zukunft sichern

„Unser Motto lautet ‚reimagine medicine’. Wir wollen Medizin neu denken und am Puls der Gesellschaft innovative Akzente setzen“, unterstreicht Kocher. Er führt aus: „In unseren Tiroler Standorten, Kundl und Schaftenau, beschäftigen wir zurzeit 4.000 Mitarbeiter, doppelt so viele wie noch 2006. Wir sind sehr stolz auf Novartis Österreich und wollen hier auch in Zukunft Investitionen tätigen. Für 2020 und 2021 sind jeweils 100 Millionen Euro eingeplant. Damit der Standort Österreich auch 2022 wachsen kann und für Novartis attraktiv bleibt, müssen allerdings einige Dinge verändert werden. Der Fachkräftemangel wird immer mehr zum Problem. Um diesem entgegenzuwirken, sind wir auf Top-Leute aus dem Ausland angewiesen. Die Verordnungen rund um das Bleiberecht müssen sich daher drastisch verbessern“, so Kocher.

» Weitere Informationen: Novartis Österreich

Bild oben (v.l.): Michael Kocher (Country President von Novartis Österreich), Dennis Ostwald (WifOR Institute), Hermann Lindner (Vizepräsident der IV Tirol und Obmann der Sparte Industrie in der WKT)

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