Syncraft: Hochburgen hochwertiger Holzkohle

Die Schwazer Firma Syncraft baut Holzkraftwerke, die nicht nur besonders effizient sind, sondern auch hochwertige Holzkohle produzieren. Dafür wurde sie 2019 für den Tiroler Innovationspreis in der Kategorie „Technische Innovation“ nominiert.

Weil fossile Brennstoffe immer seltener werden und sich auch die Klimakrise weiter verschärft, muss sich die Energiebranche umorientieren und neue Lösungen finden. Das haben der Verfahrenstechnik-Ingenieur Marcel Huber und sein Team geschafft: Syncraft-Kraftwerke produzieren Strom, Wärme und Kohle – und das CO2-neutral.

Natürlicher Kreislauf

„Energie ist ein Kreis, und wir schließen ihn“, erklärt Huber. Im Prinzip habe man einfach nur den Kohlenstoffkreislauf der Natur nachgebaut: Aus Holz wird ein gasförmiger Brennstoff gewonnen, dieser wird in einem Generator in Strom und Wärme umgewandelt, und als Nebenprodukt entsteht Holzkohle. „Diese Holzkohle repräsentiert gespeichertes Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Wir emittieren also kein CO2, sondern binden es und machen es so nutzbar.“

Dieser Aspekt war nie geplant: Eigentlich wollten Huber und seine Kollegen – eine Gruppe von Verfahrenstechnik-Ingenieuren am MCI, das mittlerweile Teilhaber der Firma ist – nur eine möglichst effiziente und nachhaltige Methode der Stromerzeugung entwickeln. Dass ihre Biomassekraftwerke auch Holzkohle produzieren, war ein unerwarteter Bonus. „Das ist uns wirklich einfach passiert, wenn man so will“, sagt Huber. Da ihre Kohle genau gleich verwendet werden kann wie fossile Kohle, ist sie auch ein Plus für Kunden, die diese nicht selbst brauchen: Sie können sie als nachhaltige Alternative weiterverkaufen.

Effizient und ökologisch

Theoretisch könne man so fossile Kohle sogar obsolet machen, sagt Huber. Allerdings sei es unmöglich, den derzeitigen Bedarf zu decken, weil man nicht annähernd genug Kraftwerke zur Verfügung habe. Trotzdem sei man auf einem guten Weg und leiste einen positiven Beitrag. Ein weiteres ökologisches Plus der Biomassetechnologie von Syncraft ist, dass als Brennstoff ausschließlich Rest- und Schadholz verwendet werden, die für die Industrie nicht mehr nutzbar sind. „Für unsere Kraftwerke müssen keine gesunden Bäume gerodet werden“, betont Huber.

Dass man mit dieser Kombination aus effizienter Energieproduktion und Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg ist, zeigt die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens: Zehn Jahre nach der Gründung hat Syncraft 25 Mitarbeiter und baut Kraftwerke in Österreich, Südtirol, Deutschland und sogar Japan.

» Weitere Informationen: Syncraft Engineering GmbH

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