Was sich die Tiroler vom Christkind wünschen

Mit dem Weihnachtsgeschäft beginnt für viele Tiroler Handelsbetriebe wieder die arbeitsintensivste und umsatzstärkste Zeit des Jahres. Laut einer Erhebung der KMU Forschung Austria werden heuer 550.000 Tirolerinnen und Tiroler im Schnitt sechs Geschenke kaufen und dafür ca. 370 Euro ausgeben.

“Der Handel und Weihnachten gehören untrennbar zusammen”, weiß Spartenobmann Martin Wetscher. Das Weihnachtsgeschäft ist nach wie vor in vielen Handelsbranchen ein wichtiger Umsatzbringer. Der Großteil der rund 3,3 Millionen Geschenke, die heuer unter den Tiroler Christbäumen liegen werden,  wird nach wie vor im Geschäft gekauft. Allerdings planen 33 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler, auch online auf Geschenkesuche zu gehen – d.h. eines von sechs Geschenken wird online gekauft. Dabei sind E-Commerce und Regionalität keine Gegensätze, wie Spartenobmann Martin Wetscher einmal mehr unterstreicht: „Ob stationär oder online, wichtig ist, dass bei Tiroler Unternehmen, die auch hier Steuern zahlen, gekauft wird, damit die Wertschöpfung dem Land zugute kommt. Zudem können durch regionale Einkäufe weite Lieferwege und die damit verbundene Umweltbelastung reduziert werden. Jeden Tag werden 80.000 Pakete unter zehn Kilo in Tirol transportiert. Die Wahl eines lokalen Händlers kommt also nicht nur der heimischen Wirtschaft, sondern vor allem auch der Umwelt zugute.“

Bekleidung und Bücher lösen Gutscheine ab

Was die Lieblingsgeschenke der Tiroler Christkindln anbelangt, steht Bekleidung an erster Stelle. „Der stationäre Handel ist aus der Bekleidungsbranche nach wie vor nicht wegzudenken. Der wesentliche Vorteil, den Geschäfte vor Ort gegenüber dem Online-Einkauf haben, ist die ausgezeichnete Beratungsqualität und die Bereitschaft, den Kunden eine besondere Wohlfühlatmosphäre zu bieten“, so Peter Zelger vom Tiroler Landesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln.

Auf Platz 2 der Hitliste der beliebtesten Geschenke stehen Bücher. “Der Buchhandel hat in diesem Jahr wieder einen Schritt nach vorne gemacht, die Zahl der Buchkäufer- und leser steigt. Wir blicken dem Weihnachtsgeschäft äußerst zuversichtlich entgegen – Bücher sind sehr persönliche Geschenke, die in schnelllebigen Zeiten zur Entschleunigung beitragen und einen Gegenpol zur Fake-News Kultur darstellen”, weiß der Sprecher des Tiroler Buchhandels, Markus Renk.

Early-Shopper überlassen nichts dem Zufall

Wann werden die Weihnachtsgeschenke gekauft? Die Antwort auf diese Frage hat Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria: “Die meisten Leute kaufen ihre Geschenke im Dezember, wobei die Zahl der ‘Late-Christmas-Shopper’, also Personen die erst kurz vor dem Fest ihre Geschenke kaufen, im Vergleich zum Vorjahr, stark zurückging. Laut Prognose werden dieses Jahr 25 Prozent der Tiroler ihre Geschenke erst in der letzten Woche vor Weihnachten kaufen, zwölf Prozent weniger als im Jahr 2018. 37 Prozent tätigen ihre Einkäufe in der ersten Dezemberhälfte“, so der Experte.

Bild oben: Freuen sich auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft: Markus Renk (Tiroler Buchhandel), der Obmann des Tiroler Handels, Martin Wetscher und Peter Zelger (Tiroler Modehandel; v.l.)

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