Funkenflug heizt ein

Holzöfen gelten als das Symbol häuslicher Gemütlichkeit. Ein jahrtausendealtes Konzept, das sich aber noch lange nicht am Ende seines Entwicklungszyklus befindet, wie die Innovation des Tiroler Unternehmens Funkenflug zeigt. Beim Tiroler Innovationspreis wurde die Firma, mit einer Nominierung in der Kategorie “Konzept”, geehrt.

Für ein Feuer braucht man drei Dinge: einen Brennstoff, Hitze und Sauerstoff. Bei Letzterem setzt die Innovation von Funkenflug an. Das Unternehmen hat einen Wärmetauscher entwickelt, der den Abbrand von Holz effizienter und damit den gesamten Verbrennungsprozess sauberer macht: „Wir nutzen die Wärme, die die Brennkammer abgibt, um die Zuluft zu erwärmen. Dadurch schaffen wir Zulufttemperaturen von bis zu 400 Grad Celsius. Diese führen dann zu einer saubereren Verbrennung, die bis zu zwei Drittel weniger Emissionen als die derzeit modernsten Öfen abgibt“, erklärt Alois Wegscheider, Geschäftsführer von Funkenflug.

Darüber hinaus führt das neu entwickelte Verfahren zur besseren Aktivierung des Ofens, was den Wirkungsgrad von 78 Prozent auf knapp 92 Prozent erhöht und eine effektivere Beheizung von Räumen auch mit kompakten Öfen möglich macht.

Gemeinsam innovativ

Der Impuls für die Innovation kam, als die deutsche EHV GmbH, eines der größten Vertriebsunternehmen für Holzöfen im DACH-Raum, im Jahr 2011 Kontakt mit Funkenflug aufnahm und das Unternehmen mit der Entwicklung einer neuen Feuerraumtechnologie beauftragte. Seitdem arbeitet das Team um Alois Wegscheider an immer neuen Innovationen im Bereich der Feuerraumtechnik: wie dem Wärmetauscher, den das Unternehmen im Jahr 2018 gemeinsam mit EHV patentieren ließ. Bereits ein knappes Jahr später konnten mehrere tausend Öfen mit der Innovation aus Kematen in Tirol ausgestattet werden und Funkenflug ein sattes Umsatzplus von etwas mehr als 800.000 Euro einfahren.

Weichenstellung

„Wir müssen uns gerade die grundsätzliche Frage stellen, wo wir mit dem Unternehmen hinwollen. Bleibt man in der Größe, die man bereits hat, und macht seinen Umsatz – oder steigert man die Produktionskapazitäten“, erläutert Wegscheider. Das Unternehmen ist seit der Gründung im Jahr 2007 stark gewachsen und steht aufgrund der erfolgreichen Innovation derzeit am Scheideweg: noch stärkeres Wachstum, was aber einen Standortwechsel in den nächsten Jahren unumgänglich machen würde, oder Ablehnen von weiteren Aufträgen, die die Kapazität der derzeitigen Produktion aufgrund der extremen Nachfrage übersteigen würde.

» Weitere Informationen: Funkenflug

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