Wirtschaftsimpulse für den Bezirk Innsbruck-Land

„Wir leben in einem stark wachsenden Bezirk. Das führt zu sehr guten Voraussetzungen und Chancen für unsere Betriebe, doch wir dürfen uns nicht ausruhen, sondern die wirtschaftliche Zukunft mitgestalten“, weiß Bezirksobmann Patrick Weber.

Die Tiroler Wirtschaft hat in den letzten Jahren deutliche Impulse gesetzt. „Wir sind seit 2017 österreichweit quasi auf der Überholspur unterwegs“, sagt WK-Präsident Christoph Walser und verweist auf die niedrigste Arbeitslosigkeit in ganz Österreich (4,7%; Juli 2019), beinahe 27 Mio. Nächtigungen im I. Halbjahr oder die mehr als 11 Mrd. Euro Absatz der Tiroler Industrie im Vorjahr. Den Grund für die gute Performance der Tiroler Unternehmen sieht Walser in den fleißigen und innovativen Betrieben in allen Tiroler Bezirken, den vielen Familienbetrieben und der ausgewogenen Struktur der Tiroler Wirtschaft. „Aber auch die Politik hat in der letzten Zeit sehr gut gearbeitet und uns das ermöglicht, was wir im Grunde wollen: etwas unternehmen!“

Seit dem Sommer des Vorjahres ist im Konjunkturverlauf so etwas wie Normalität bzw. Stagnation eingekehrt. „Damit ist jetzt die beste Zeit, um neue Anreize für unsere Bezirke zu setzen“, hält Walser fest. Denn die Herausforderungen für die Unternehmen werden nicht weniger, die Problemfelder haben die Unternehmen zuletzt im tirolweiten Diskurs „Wirtschaft. Impulse.“ selbst ganz klar skizziert.

„Die brennendsten Themen für alle Bezirke sind die fehlenden Fachkräfte, der Verkehr, die Behörden- und Genehmigungsverfahren, ganz klar auch die Raum- und Bauordnung und natürlich auch die Digitalisierung“, sagt Walser und ergänzt noch ein Thema, welches den Unternehmen unter den Nägeln brennt: „Wir haben so viele tolle Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern Fantastisches leisten. Wir haben Leitbetriebe und Weltmarktführer hier in Tirol und in keinem anderen Land auf der ganzen Welt versteht man zum Beispiel so viel von Tourismus, wie wir hier in Tirol. Was wir aber schaffen müssen bzw. woran wir arbeiten müssen ist, dass die Tirolerinnen und Tiroler wieder stolz sind auf ihre Arbeit und ihre Betriebe.“

Bezirk Innsbruck-Land schaut in die Zukunft

„Innsbruck-Land ist sehr vielfältig. Es gibt Regionen, die eine sehr gute sportliche Infrastruktur haben und auf Tourismus ausgelegt sind. Außerdem gibt es Standorte mit starken Gewerbe- und Industriebetrieben und Gegenden, die ein wenig abgeschieden vom Zentralraum Innsbruck liegen, beispielsweise das Sellraintal. Grundsätzlich leben wir in einem stark wachsenden Bezirk. Das führt zu sehr guten Voraussetzungen und Chancen für unsere Betriebe, doch wir dürfen uns nicht ausruhen, sondern die wirtschaftliche Zukunft mitgestalten“, weiß Bezirksobmann Patrick Weber. Bei einem gemeinsamen Workshop mit Unternehmern wurden Schwerpunktthemen ausgearbeitet, die in den kommenden Jahren forciert werden sollen.

Ein großes Anliegen vieler Betriebe sind die fehlenden Gewerbeflächen für Entwicklung. „Wir fordern die Berücksichtigung unserer Unternehmen und mehr Mitsprache der Wirtschaft in der Raumordnung. Gemeinsam mit den Planungsverbänden und Bürgermeistern gilt es, die Raumordnung zu optimieren und bestmöglich zu nutzen. Ein reger und vor allem regelmäßiger Austausch aller Beteiligten ist dabei unumgänglich, genauso wie eine frühzeitige Einbindung der Wirtschaft und eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diesen Bereich“, so Weber. Auch beim Thema Verkehr gibt es noch Aufholbedarf. Die derzeitige Infrastruktur, besonders der öffentliche Nahverkehr, ist leider oft nicht ausreichend ausgebaut und wenig attraktiv. Gemeinsam mit der Politik und den Gemeinden muss eine nachhaltige Gesamtlösung erarbeitet werden. Das gilt für den Pendlerverkehr genauso wie für den Lieferverkehr. Der dritte große Punkt ist die Ortskernrevitalisierung. Auch das kann nur unter Einbeziehung der Regionalpolitik und der Wirtschaft vor Ort funktionieren. Es braucht für jede Gemeinde individuelle Ansätze – „wir versuchen hier, den Einzelfällen entsprechende Konzepte zu finden.“

Wirtschaftsimpulse für Fachkräftemangel und Umweltschutz

Viele weitere Themen beschäftigen aktuell derzeit ganz Tirol und auch den Bezirk Innsbruck-Land, dazu gehören der mittlerweile alle Branchen betreffende Fachkräftemangel sowie der Umweltschutz.  60 Prozent der Betriebe spüren bereits Umsatzeinbußen aufgrund fehlender Arbeitskräfte, bei jedem zweiten Unternehmer führt dies außerdem zur Einschränkung von Innovationen. „Wir als Bezirksstelle tragen mit zahlreichen Veranstaltungen wie dem Berufs-Festival oder der Wipptaler Lehrlingsroute zur Stärkung der Lehre bei.“ Das von der Wirtschaftskammer initiierte Konzept der neuen dualen Berufsbildung wird überdies langfristig den Fachkräftemangel entschärfen.

Betriebe investieren bereits in nachhaltige Entwicklung, ressourcenschonende Maschinen und Gebäude. Es wird kaum ein neues Betriebsgebäude ohne Photovoltaikanlage errichtet. Die Betriebsgebäude werden höchst energieeffizient gebaut und betrieben. „Das Bewusstsein und die Bereitschaft unserer Unternehmer für den Umweltschutz sind da. Mit dem richtigen Anreizsystem kann man diese Bereitschaft nutzen und im Klimaschutz einen wichtigen Schritt nach vorne kommen.“

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