UN-Besuch im Zeichen der 17 Nachhaltigkeitsziele

Stellvertretend für all jene Unternehmen, die den Standort Tirol zu einem Vorreiter bei der Implementierung der UN-Nachhaltigkeitsziele machen, besuchte eine Delegation die europäische UN-Hauptstadt Genf.

Schritt für Schritt baut der Wirtschaftsstandort Tirol seine Vorreiterrolle beim globalen Kampf um den großen ökonomischen Wandel aus, der für die Zukunft entscheidend ist. Als Gastgeberin des CSR-Tages hatte die WK Tirol erst im Oktober 2019 die auf Nachhaltigkeit konzentrierten und das große Ganze respektierenden Blicke auf sich gezogen. Mit dem regionalen TRIGOS-Preis, der Auszeichnung für nachhaltiges Wirtschaften, werden jedes Jahr jene Tiroler Unternehmen vor den Vorhang geholt, die die Chancen der Implementierung verantwortungsbewusster Unternehmenssäulen erkannt haben und damit nachhaltige Win-win-Situationen schaffen. Und 2019 hat die WK Tirol mit den SDG-Workshops für Mitglieder der Sparte Industrie einen Reigen eröffnet, der Schule machen und auf alle Branchen ausgeweitet werden soll. So tiefgreifend wie umsetzungsorientiert wurden dabei die 17 Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), auf die sich die 193 Mitgliedsstaaten der UN im Jahr 2015 geeinigt haben, bearbeitet und konkrete Ideen durchleuchtet, die Ziele in die Unternehmensstrategien einzubauen.

Die wichtige Rolle der Wirtschaft im Bereich Klimaziele

„Mit den SDGs als Leuchttürme ist es nicht nur einfacher, den Weg zu einem sozial- und umweltverantwortlichen Unternehmen zu finden. Sie machen es auch den Mitarbeitern und Geschäftspartnern einfacher, die Veränderungen zu verstehen und die Strategie mitzutragen“, hielt Simon Meinschad, CEO der hollu Systemhygiene GmbH, in Genf fest. Im europäischen Herzen der Vereinten Nationen fanden die SDG-Workshops der WK Tirol einen spannenden Höhepunkt. In Abstimmung mit der Firma Essity und organisiert von Vertretern der United Nations Foundation konnte die Tiroler Delegation noch tiefer in die SDGs eintauchen und dabei auch erfahren, wie essenziell die Rolle der Wirtschaft beim Erreichen der Klimaziele ist.

„Ich höre mit größtem Vergnügen, welche Pionierleistungen sie vollbracht haben. Das sind nicht Dinge, die ein paar Regierende, Beamte oder die UNO allein bewältigen können. Ohne die Wirtschaft geht es nicht. Wenn es da gelingt, die Nase vorne zu haben, hat man über Jahre hinaus viel gewonnen“, betonte Elisabeth Tichy-Fisslberger, ständige Vertreterin Österreichs bei allen internationalen Organisationen, gegenüber den Tiroler Wirtschaftsvertretern im Rahmen des UNO-Besuchs.

Laut einem Report der „Global Commission on the Economy and Climate“ werden die wirtschaftlichen Vorteile bzw. die Chancen der Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bis 2030 mit 24 Billionen Dollar beziffert und die International Labour Organization (ILO) rechnet in diesem Zeitraum mit 24 Millionen neuen, SDG-basierten Jobs.

Verantwortung liegt bei jedem Einzelnen

„Die SDGs eröffnen ein großes Geschäftsfeld. Es mag ein wenig klischeehaft klingen, doch wenn wir nicht alle unsere Rolle spielen, werden wir die Ziele nicht umsetzen“, lenkte auch Chrysula Winegar den Blick auf die Gesamtverantwortung bei der Herausforderung, die Klimaziele zu erreichen. Die Kommunikationsverantwortliche der UN Foundation war aus New York angereist, um den Tirolern die Arbeit der Stiftung zu erklären, die 1998 von Ted Turner gegründet und mit einer Milliarde Dollar Stiftungskapital ausgestattet wurde. Zweck der UN Foundation ist es, die UN-Ziele – also auch die SDGs – zu fördern und Unternehmen dabei zu unterstützen, entsprechende Strategien zu entwickeln. Mit einzelnen SDGs gewidmeten Workshop-Runden, geleitet von Experten der UNO, wurde der Genf-Besuch abgerundet, von dem Marlene Hopfgartner, Nachhaltigkeitsexpertin der WK Tirol, weiß: „Es war sehr inspirierend.“

Bild oben: Die Wirtschaftsdelegation in Genf: Florian Moosbeckhofer, Martin Terzer, Otmar Gredler, Desiree Stofner, Günther Kometer, Sandra Eberhard, Mark Hoffmann, Simon Meinschad, Antje Suitner, Marlene Hopfgartner, Oliver Obel, Christiane Pohler, Dénes Széchény, Sandra Liebold, Christian Troger (v. l.).

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