Innovationspreis für revolutionäre Medizintechnik

Der erste Platz in der Kategorie “Technische Innovationen” ging an BHS Technologies, ein Innsbrucker Unternehmen für Medizinprodukte. Geehrt wurde speziell das revolutionäre RoboticScope: Eine Technologie für Operationen im mikroskopischen Bereich.

„AMP ist das erste RoboticScope der Welt“, erklärt Markus Hütter, Geschäftsführer von BHS Technologies. Mit dem RoboticScope lässt sich ein Roboterarm für medizinische Operationen im mikroskopischen Bereich über eine Brille steuern – die Ärzte, die den Roboter bedienen, haben so beide Hände frei. Dreht der Arzt den Kopf nach links oder rechts, erkennt das System diese Bewegung, und die integrierte 3D-Kamera folgt ihr. So hat der Mediziner das Operationsfeld immer optimal im Blick, und seine Hände können am Patienten bleiben – im Gegensatz zu analogen Alternativen, bei denen der Operateur ein Stativ bedienen muss.

Flexible und intuitive Nutzung

Die Kamera kann zudem auf eine anatomische Struktur fokussieren: Der Roboterarm lässt die Kamera dann um diese kreisen, so kann der Arzt die anvisierte Stelle im Körper aus jeder Perspektive betrachten – Orbit-Modus nennen die Entwickler dieses Feature.

Flexibel eingestellt werden kann auch der Arbeitsabstand zwischen 300 und 600 Millimetern, ebenfalls über Kopfbewegungen. Das Operationsfeld hingegen wird durch die Kamera definiert und bleibt unabhängig von der Kopfhaltung des Arztes stabil – es verändert sich erst, wenn dieser aktiv den Kopf bewegt. „Das Operationswerkzeug muss sich dem Operateur anpassen, nicht umgekehrt. Mit RoboticScope kann dieser völlig intuitiv arbeiten“, betont Hütter.

Schnelle und regionale Entwicklung

Die Idee zu RoboticScope habe sich aus dem Markt heraus entwickelt, erzählt Markus Hütter. Für ihr neues medizinisches Gerät hat BHS Technologies vorhandene Techniken und Technologien aufgegriffen und weiterentwickelt: „Wir haben die modernsten und leistungsfähigsten Technologien aus verschiedenen Bereichen in einem neuen Konzept vereint.“ Der Roboterarm hat sich bereits in der Industrie bewährt und arbeitet mit einer Genauigkeit von 0,02 Millimetern, die 3D-Kamera zählt zu den besten auf dem Markt, und der Bildschirm, auf dem der Arzt sein Operationsfeld sieht, liefert die höchstmögliche Auflösung. Gedauert hat die Entwicklung von RoboticScope knapp drei Jahre. Im Durchschnitt benötigt die Produktion von medizinischen Geräten fünf Jahre.

Im Mai 2020 wird die erste Serie der Neuheit von BHS Technologies ausgeliefert, zum Beispiel an die Universitätsklinik Zürich – von Innsbruck aus, wie Markus Hütter betont: „Wir bauen RoboticScope zur Gänze hier zusammen.“

» Weitere Informationen: BHS Technologies GmbH

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