Von der Wärmepumpe zum digitalen Energiemanagement

Spitzentechnologie „Made in Osttirol“: Das zur Pletzer-Gruppe gehörende Unternehmen iDM Energiesysteme ist der größte Wärmepumpenhersteller Österreichs und expandiert weiter kräftig.

Seit mehr als 50 Jahren werden im Werk der heutigen Firma iDM Energiessysteme GmbH in Matrei in Osttirol bereits energieeffiziente Heizungssysteme entwickelt und gebaut. Mit der Übernahme des Unternehmens durch das Tiroler Familienunternehmen Pletzer vor 22 Jahren begann die Spezialisierung auf Wärmepumpen für Heizung, Warmwasserbereitung und Kühlung. Heute ist iDM größter Wärmepumpenhersteller Österreichs und hat zuletzt den Standort Matrei um 6.500 Quadratmeter Produktionsfläche erweitert.  „Damit haben wir die räumlichen Voraussetzungen, um die derzeitige Produktion in den nächsten Jahren auf bis zu 15.000 Wärmepumpen pro Jahr zu verdoppeln. Wir haben auch Platz für ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum geschaffen, in welchem 30 hochqualifizierte Mitarbeiter an der technologischen Weiterentwicklung unserer Produkte arbeiten“, erklärt iDM-Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel. „Außerdem setzen wir den Wachstumskurs auch hinsichtlich der Beschäftigtenzahl fort, die wir noch um ein Drittel auf bis zu 300 Mitarbeiter steigern wollen“.

iDM ist jetzt bereits der größte Arbeitgeber im Iseltal und leistet damit wertvolle Impulse für eine bisher strukturschwache Region. Beachtlich ist auch die Exportquote von iDM, die bei 85 Prozent liegt. „Unsere Hauptabnehmerländer sind Deutschland, Italien, Spanien und Belgien. Wir haben aber auch beachtliche Zuwächse in Serbien, Tschechien und der Slowakei und sind bereits in ganz Europa mit unseren Produkten vertreten“, so Hoheisel.

IDM Energiesysteme

iDM-Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel präsentiert Meilensteine der insgesamt bereits 50-Jährigen Firmengeschichte. Foto: Hartwig Gsaller

Innovationen für ein nachhaltiges Tirol

Auch in Österreich – speziell auch in Tirol, wo Wärmepumpen erst 5 Prozent Marktanteil haben – sieht die iDM-Geschäftsführung noch viel Luft nach oben. „Wenn man die festgeschriebenen Klimaziele erreichen will, führt kein Weg an der Wärmepumpentechnologie vorbei, die vollständig auf Umweltenergie aus Sonne, Erde, Wasser und Luft basiert. Das haben inzwischen natürlich auch die großen, bisher auf Öl- und Gasheizungen fokussierten Hersteller erkannt. Da wir uns schon seit mehr als zwei Jahrzehnten vollständig von den fossilen Brennstoffen verabschiedet haben, sind wir zuversichtlich, auch künftig immer technologisch einen Schritt vor den großen Mitbewerbern bleiben zu können. Daher ist es für uns so wichtig, mit Schnelligkeit und Innovationskraft die Technologieführerschaft, die wir erobert haben, nachhaltig zu verteidigen“, betont der iDM-Geschäftsführer, der das größte Innovationspotenzial in der Regeltechnik sieht: „Seit 2009 gibt es den iDM-Navigator, der Heizen, Kühlen und Warmwasserbereitung mit nur einem Gerät mit Internet-Anbindung bzw. Smartphone-App ermöglicht. 2017/18 erfolgte mit dem Navigator 2.0 eine wesentliche Neuentwicklung, die nun auch Wetterprognosen via „myiDM-Cloud“ einfließen lässt und die Wärmepumpen- mit der Einzelraumregelung verknüpft. Wir sind aber bereits dabei, den „Navigator 4.0“ zu entwickeln, der als intelligentes, digitales Energiemanagementsytem für Wohnkomfort sorgt und gleichzeitig alle Sparpotenziale nutzt – etwa indem man auf die jeweils günstigsten, stundenaktuellen Stromtarife zurückgreifen oder Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage optimal nutzen kann.“

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Neben der Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhochschulen und HTLs – natürlich einschließlich dem Campus Technik Lienz – und den F&E-Abteilungen der wichtigsten Partner-Unternehmen ist die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter wie auch der Handwerker und Servicepartner ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie. So bietet die „iDM-Akademie“, für die nun im Neubau modernst ausgestattete Schulungsräume für bis zu 120 Personen zur Verfügung stehen, ein für die jeweiligen Zielgruppen maßgeschneidertes Ausbildungsprogramm an, das bereits von mehr als 1.000 Schulungsteilnehmern jährlich genutzt wird. „Mittelfristig ist angedacht, die iDM-Akademie auch für HTL-Schüler und Technik-Studenten zu öffen – auch um frühzeitig in Kontakt mit potenziellen Nachwuchskräften zu kommen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, forcieren wir auch die Lehrlingsausbildung und können Ausbildungsplätze in sechs unterschiedlichen Lehrberufen anbieten“, betont Geschäfsführer Hans-Jörg Hoheisel.

Bild oben (v.l.): iDM-Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel, Unternehmensgründer Anton Pletzer, Nationalrätin Margarete Schramböck, Landeshauptmann Günther Platter und Eigentümer Manfred Pletzer.

» Weitere Informationen: iDM Energiesysteme

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