Erfolgreicher Sommer für den Tiroler Tourismus

Die Tourismusstatistik für den Zeitraum Mai bis September 2019 liegt vor. Die Zahlen sprechen für sich – Tiroler Betriebe können auf einen erfolgreichen Sommer zurückblicken.

„Wir sehen klar, dass der Sommer einen zunehmenden Beitrag zur positiven Gesamtbilanz des Tiroler Tourismus leistet”, meint Mario Gerber, Obmann der Hotellerie in der Tiroler Wirtschaftskammer. Seit 2009 gehen die Nächtigungszahlen im Sommer kontinuierlich nach oben. Das stetige Wachstum beruht jedoch nicht auf einer Steigerung der Kapazitäten, sondern auf erhöhter Auslastung. Mit insgesamt 19,8 Millionen Nächtigungen konnte der höchste Wert seit 1993 verzeichnet werden. Florian Phleps, Geschäftsführer der Tirol Werbung stellt fest: „Hier macht sich die gute Arbeit, welche die Branche seit vielen Jahren leistet bezahlt. Der Aktivurlaub in den Bergen liegt im Trend.” Auch Landeshauptmann und Tourismuslandesrat Günther Platter ist begeistert: „Wir können sehr zufrieden sein. Mit unserem Fokus auf Qualität und Wertschöpfung befinden wir uns auf dem richtigen Weg.” Überdies schließt der Sommertourismus immer weiter zum Wintertourismus auf. Bereits 45 Prozent aller Tiroler Gäste kommen während der warmen Jahreszeit.

Betriebe freuen sich über Nächtigungszuwachs

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Plus von knapp 200.000 Übernachtungen verzeichnet werden. Das sorgt für Optimismus. Laut Gerber sind 80 Prozent der Betriebe zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem wirtschaftlichen Erfolg während der Sommersaison.

Das Gros der Gäste kam einmal mehr aus Deutschland. Mit einem Zuwachs von zwei Prozent auf 10,8 Millionen, ging jede zweite Nächtigung in Tirol auf das Konto unserer Nachbarn. Auch die Übernachtungen niederländischer Gäste stiegen um 4,7 Prozent auf 1,5 Millionen. Während der Heimatmarkt österreichweit stagniert, ist Tirol die am stärksten wachsende Herkunftsregion. Knapp 400.000 Nächtigungen waren bei Einheimischen zu verzeichnen, die „zu Hause” Urlaub machten.

Für einige Kleinbetriebe ist die aktuelle Situation durch die Thomas Cook-Pleite nicht gerade rosig. Gerber betont: „Dieses Thema liegt mir besonders am Herzen. Durch die Thomas Cook-Pleite sind Gelder verloren gegangen, die speziell für Kleinbetriebe sehr wichtig gewesen wären.” Es sei entscheidend so schnell wie möglich für eine Verbesserung der Lage von Kleinbetrieben zu sorgen. In seinem Resümee lobt und warnt er zugleich: „Unter’m Strich geht’s dem Tiroler Tourismus gut. Nur konkurrieren wir nicht mehr nur mit den Nachbarländern, sondern der ganzen Welt. Damit die Entwicklung weiter nach vorne geht, müssen wir die Kräfte bündeln und dürfen keine Ruhe geben.”

Chancen und Herausforderungen im Winter

Mit den Worten „im Tourismus sollte man die Situation weder übermäßig euphorisch, noch unbegründet depressiv bewerten”, brachte LH Platter die Gemütslage in Hinblick auf die kommende Wintersaison auf den Punkt. Der Buchungslage für den kommenden Winter blicken Branchenvertreter zuversichtlich entgegen. Acht von zehn Betrieben sind laut Tourismusbarometer aktuell gleich gut oder sogar besser gebucht als im Vorjahr. Trotz dieser Rahmenbedingungen sind die Umsatzerwartungen für den kommenden Winter etwas gedämpfter als zuletzt. Hinzu kommen betriebliche Herausforderungen. Gerber: „Uns Unternehmer beschäftigt vor allem die Mitarbeitersuche. Diese sehen gerade in der gehobenen Hotellerie zwei Drittel unserer Betriebe als großes oder sogar sehr großes Problem.“ Da der Wintersport nach wie vor das wichtigste Standbein für den Tiroler Tourismus ist, sieht Gerber die größten Investitionen im Bereich der Seil- und Bergbahnen. Wie schon letzte Wintersaison werden auch dieses Jahr wieder mehrere hundert Millionen Euro in diesen Bereich fließen. Künftig möchte Gerber auch die Qualität der Unterkünfte weiter steigern: „Dieser Weg ist für uns richtig und wichtig.”

Klare Worte: Innsbrucker Flughafen bleibt

Schauplatzwechsel: Über die Zukunft des Flughafen Innsbruck wird aktuell heftig diskutiert. LH Platter möchte dieser Debatte nun ein Ende setzten: „Schluss mit der Verunsicherung.” Jedes Jahr wird der Flughafen von 1,1 Millionen Fluggästen genutzt, 60 Prozent aller Touristen kommen über ihn nach Tirol. Der Landeshauptmann führt aus: „Der Flughafen Innsbruck ist sowohl für den Wirtschaftsstandort als auch für den Tourismusstandort Tirol unverzichtbar. Für die Tiroler ist er das Tor zur Welt und für viele Gäste der Grund, warum sie überhaupt Urlaub in Tirol machen. Wer den Flughafen Innsbruck in Frage stellt, stellt letztlich eine positive wirtschaftliche und touristische Entwicklung Tirols in Frage.” Gerber ergänzt: „Ja zum Klimaschutz, aber bitte den Flughafen im Dorf lassen.”

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