Tiroler Seilbahnen sind “bestens gerüstet“

Beim Tiroler Seilbahntag in Seefeld blickte die Branche voller Zuversicht der kommenden Wintersaison entgegen. Tenor: Damit der Aufwärtstrend anhält, muss die Bundespolitik die Richtung der vergangenen Periode beibehalten.

Für Franz Hörl war am Tiroler Seilbahntag eine Botschaft zentral: „Auch wenn wir in unseren Skigebieten derzeit genügend Arbeit haben: Mit einem Auge schauen wir immer auf die Innenpolitik und die kommende Regierung. Denn eines ist klar: In der vergangenen Legislaturperiode haben wir als Seilbahnen deutlich vom wirtschafts- und damit auch seilbahnfreundlichen Kurs profitiert.“

Österreichs oberster Seilbahnvertreter fordert daher auch eine Fortsetzung dieses Kurses. “Die Frage dabei wird sein, ob die Politik gerade in den vergangenen Jahren wirklich verstanden hat, dass ohne uns nix geht. Weder in Sachen Wertschöpfung, noch in Sachen ländlicher Lebensraum und Arbeitsmarkt und schon gar nicht in Sachen Tourismus“, erklärt Hörl.

Die Branche habe jedenfalls die besten Argumente auf ihrer Seite. “Wir schaffen höchste touristische Qualität bis zur Premiumklasse, vergessen bei unseren Angeboten aber auch jene nicht, die nicht so viel in der Geldtasche haben. Wir investieren Jahr für Jahr mehr Geld in nachhaltige Angebote und Anlagen und leisten dabei – siehe die Finanzierung von Bus- oder Zugverbindungen – oft zugleich ein Investment zum Wohle der Allgemeinheit. Wir bauen unsere Angebote im Sommer aus und schaffen damit immer mehr Ganzjahresarbeitsplätze, die wiederum mehr Sicherheit und Perspektiven für die Menschen in den Regionen bedeuten”, verweist Hörl auf die zahlreichen Effekte und die Erfolgsgeschichte der Seilbahnen in Tirol, die mit der 1926 errichteten Anlage auf die Zugspitze begann.

Fahrverbote verhindern

Damit das so bleibt, werde man auch in der politischen Diskussion hartnäckig bleiben – auch mit Blick auf die Fahrverbote auf niederrangigen Straßen. „Wenn man ausländische Medienberichte verfolgt, bekommt man fast den Eindruck als wären unsere Tourismusdestinationen gar nicht mehr erreichbar. Das ist fatal und potentiell geschäftsschädigend. Hier braucht es klare Kommunikation, vor allem seitens der Politik, um diese Unsicherheit rasch aus dem Weg zu räumen. Wir werden auch genau drauf schauen müssen, wie sich weitere Fahrverbote auf uns auswirken.  Und noch etwas muss – auch mit Blick auf die zu Beginn angesprochene bundespolitische Situation und eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen in Wien – in aller Klarheit gesagt werden: Eine überbordende und unverhältnismäßige Einbindung der NGOs in politische Entscheidungen werden wir – mit sachlichen Argumenten gut belegbar – nicht so einfach hinnehmen“, so Hörl.

Aktive Jugend fördern

Eine wichtige Forderung betrifft auch die erfolgreiche Tiroler Schulskiaktion. “Eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die jedoch personell vor entscheidenden Weichenstellungen steht. Dem Engagement von Professor Oebelsberger ist zu verdanken, dass im vergangenen Schuljahr 73 Skigebiete und rund 44.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Nachdem Herr Oebelsberger nun seinen wohlverdienten Ruhestand antritt, sind nun rasche Entscheidungen gefragt. Hier ist die Politik gefordert, damit die Schulskiaktion auch in Zukunft ihren Beitrag für gesunde Bewegung unserer Kinder und die Förderung des Skisports beitragen kann“, so Hörl.

Reibungslose Rettungskette

Zufrieden zeigt sich Hörl mit den Ergebnissen bei den Verhandlungen zum neuen Seilbahngesetz und der Neuaufstellung der Aus- und Weiterbildung bei der Pistenrettung. ” Erstmals wird eine Ausbildung gemeinsam mit dem Roten Kreuz und der Bergrettung angeboten, Synergien genutzt und die besten Fachleute eingeladen, um die Rettungskette optimal zu gestalten.“

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