Ohne private Bauträger ist das Bauvolumen nicht zu stemmen

Bodenfonds soll auch Freiland kaufen! Wenn nur 20 Prozent der in Tirol errichteten Wohnungen von gemeinnützigen Bauträgern kommen, dann ist deren Privilegierung zu hinterfragen.

Einen eindeutigen Appell an die zuständige Landespolitik richten Christoph Walser und Franz Hörl: „Wenn man die Zahlen sieht, dann ist es glasklar zu erkennen, dass Tirol private Bauträger und Wohnbaugesellschaften unbedingt braucht, um dem Bedarf auch nur annähernd nachkommen zu können.

Die Gemeinnützigen alleine haben jedenfalls ausgelassen – nur 19 Prozent sind eindeutig zu wenig.“ Wenn auf den gewidmeten Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau ausschließlich objektgeförderte Projekte realisiert werden dürfen, sehen Walser und Hörl darin eine klare Bevorzugung der Gemeinnützigen zulasten der Privaten.

„Das ist zu ändern“, fordern beide unisono! Walser und Hörl sehen die in intensiven Gesprächen ausverhandelten Anpassungen vom im Frühjahr propagierten Interessentenmodell positiv: „Teile des Modells hätten mehr Fragen aufgeworfen, als sie Lösungen geboten hätten – besonders juristisch musste nachgearbeitet werden. Wer nun auf eine Umsetzung – auch der fraglichen Punkte – beharrt, zeigt klar auf, dass weniger Lösungen und vielmehr leere Versprechungen und Schlagzeilen gesucht werden.”

Benachteiligung für private Bauträger

Daher regen die beiden Wirtschaftsvertreter an, die Privilegierung der Gemeinnützigen Bauvereinigungen, was den Ankauf von Freiland betrifft, zu überdenken und auch dem Bodenfonds verstärkt die Möglichkeit zu geben, Bauerwartungsland zu erwerben.

„Das Tiroler Wohnbaufördermodell muss auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Die meisten Vorschläge, die da aus allen Richtungen gekommen sind, gehen ins Leere und würden die Wohnungen sogar noch teurer machen – Verknappung lässt die Preise explodieren“, stellt dazu WK-Vizepräsident Franz Hörl klar und fordert mehr Fairness: „Private Bauträger sind benachteiligt, wenn es um den Erwerb von Freiland geht. Leider machen die Gemeinnützigen wenig bis gar nichts aus ihrer Privilegierung. Das zeigen die Zahlen.“

„Daher“, so Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser, “müssen auch die Förderrichtlinien der Zeit und den aktuellen Preisen angepasst werden. Die Gesetze sind rasch zu modernisieren und die Fördergrenzen auf ein sinnvolles Niveau zu heben. Gemeinden müssen von der Immobilienertragssteuer ausgenommen werden, um hier nicht sinnlose Kosten zu generieren, die der Steuerzahler am Ende zu tragen hat.“

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