Der Kuckuck – das etwas andere Wirtshaus

Die drei „Genusswerkstatt Kuckuck OG“-Gesellschafter haben in Matrei in Osttirol ein einzigartiges gastronomisches Nahversorgerkonzept erfolgreich umgesetzt.

Als Andreas Schwarzl vor 25 Jahren sein Cafe/Pub „Zum Kuckuck“ im Zentrum von Matrei i.O. eröffnete, schloss er eine Lücke im örtlichen, damals noch von zahlreichen traditionellen Gasthäusern geprägten Gastronomieangebot. „Das hat lange Zeit gut funktioniert. Allerdings hat sich hier in den letzten Jahren viel verändert. Einige Gasthäuser haben zugesperrt, andere ihre Öffnungszeiten bzw. das Speisenangebot stark eingeschränkt. Das vergleichsweise einfache Kaffeegeschäft haben Bäckereien, Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte für sich entdeckt, allerdings meist nur untertags und an den Werktagen. Da haben wir uns die Frage gestellt: Wie sollte ein modernes Wirtshaus aussehen, das den Bedürfnissen der Einheimischen ebenso entspricht wie jenen der Touristen, wo man auch außerhalb der Saisonzeiten gut essen und trinken kann und zudem ein Wohlfühl-Ambiente vorfindet,“ erzählt Andreas Schwarzl.

Den ersten wesentlichen Schritt zur Verwirklichung seiner Visionen hat der engagierte Wirt schon vor zehn Jahren gesetzt, als sich ihm die Möglichkeit bot, das Haus, in dem er mit seinem Pub eingemietet war, zu erwerben. In Helmut Pargger, einem erfahrenen Restaurantfachmann und Sommelier, fand er den idealen Mitunternehmer. Nun konnte der erste Stock zu einem auf Pizza, Pasta, Antipasti und Dolci spezialisierten Restaurant mit großzügiger Küche, deren Herzstück ein original italienischer Holzofen mit rotierender Steinplatte ist, ausgebaut werden. „Mit diesem Speisenangebot waren wir die ersten im Iseltal und haben seither zwei Themen – Kaffeehaus im Erdgeschoß und mediterranes Restaurant im ersten Stock, auf beiden Ebenen mit attraktiven, windgeschützten Terrassen, erfolgreich bespielt“.

Qualität und Nachhaltigkeit

Der Gedanke der „Neuerfindung“ des Wirtshauses blieb bestehen und wurde durch weitere Veränderungen im gastronomischen Umfeld immer konkreter. Anfang 2019 stieg Schwarzls Ehefrau Christine, die als Bäcker- und Konditormeisterin viele Jahre einen Bäckerei- und Cafe-Betrieb in Virgen geleitet hatte, als weitere Gesellschafterin in die „Genusswerkstatt Kuckuck OG“ ein. Nach eineinhalbjähriger Planung konnte im Frühjahr 2019 der Komplett-Umbau des Erdgeschosses in Angriff genommen und in der unglaublich kurzen Bauzeit von nicht einmal vier Wochen realisiert werden. „So etwas ist nur möglich, wenn man auf Handwerker zurückgreifen kann, die aus dem Ort bzw. der unmittelbaren Umgebung kommen, gleichermaßen verlässlich wie auch kreativ sind und so wie wir auf Qualität und Nachhaltigkeit größten Wert legen“, so Schwarzl.

Die Räume wurden komplett entkernt, da mit einer bloßen Renovierung das Ziel, ein stimmiges Ganzes aus Tradition und Moderne zu schaffen und dabei die betrieblichen Abläufe zu optimieren, nicht erreichbar gewesen wäre. „Wie alt unser Haus wirklich ist, weiß niemand genau, da im Laufe der Jahrhunderte viele Umbauten stattgefunden haben. Jedenfalls konnten wir einen Raum mit einem sehenswerten Gewölbe zu einer klassisch anmutenden „Wirtshausstube“ mit Kachelofen, Altholz-Getäfel und gediegener Einrichtung aus Vollholz, Schwarzstahl und Lodenpolsterungen gestalten. Mit massiven Eichenböden in allen Räumen, dezent eingesetzten Naturstein-Wandverkleidungen und vielen funktionellen und gestalterischen Details gelingt es uns, die Gäste zu überraschen.“

Der Kuckuck als Bereicherung

Die Wirtshaus-Idee wurde aber nicht nur vom Erscheinungsbild her umgesetzt, sondern auch inhaltlich. Schwarzl: „Wir sind mit unserer Gastwirtschaft das ganze Jahr über, sieben Tage die Woche, für die Gäste da und verwöhnen sie mit Kaffee- und Eisspezialitäten, Genuss-Frühstück, ausgewählten Biersorten, coolen Drinks  sowie einem regionalen, saisonal variierenden Speisen- und Snackangebot. Das Restaurant im ersten Stock ist saisonal abends an fünf Tagen pro Woche geöffnet. So schaffen wir es – mit auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmten Arbeits- und Teilzeitmodellen – personell ganzjährig über die Runden zu kommen“. Das Unternehmer-Trio freut sich auch darüber, dass das Miteinander mit den Hoteliers im Ort bestens klappt: „Man sieht unseren Betrieb als Bereicherung und nicht als Konkurrenz“.

»Weitere Informationen: Der Kuckuck

Der Kuckuck als gastronomischer Nahversorger: Das ganze Jahr über gibt es an sieben Tagen pro Woche zu Mittag regional geprägte, ständig variierende Gerichte. Das schätzen Berufstätige ebenso wie Gäste, die abends im Hotel essen.

Der Kuckuck als gastronomischer Nahversorger: Das ganze Jahr über gibt es an sieben Tagen pro Woche zu Mittag regional geprägte, ständig variierende Gerichte. Das schätzen Berufstätige ebenso wie Gäste, die abends im Hotel essen.

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