Frickonsult: In wenigen Monaten zum Unternehmensberater

Nach erfolgreicher Bankkarriere machte sich Christian Frick mit der Unternehmensberatung frickonsult selbstständig, um anderen mit seinem Wissen und seiner Erfahrung helfen zu können.

Nach 30 Jahren Bankkarriere geht Christian Frick seit April 2018 mit der Unternehmensberatung frickonsult in Pflach neue Wege. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat der Heiterwanger vor allem deshalb gewagt, weil die Tätigkeit in der Bank durch neue europäische Restriktionen, auferlegte Sparkurse und fehlende Perspektiven ihren Reiz verloren hat. „Ausschlaggebend war, dass man als Bank im Firmenkundenkreditgeschäft nicht mehr so umfangreich tätig sein konnte, wie man das früher gewohnt war. Deshalb ist zuallererst die Überlegung da gewesen, eine Risikokapitalplattform zu gründen, um Unternehmen in der Region alternative Finanzierungformen zur Verfügung stellen zu können“, erzählt Frick.

Christian Frick betreit seine Unternehmensberatung frickonsult in Pflach. Foto: Foto Müller Reutte

Christian Frick betreit seine Unternehmensberatung frickonsult in Pflach. Foto: Foto Müller Reutte

Breitgefächertes Angebot

Diese Risikokapitalgesellschaft soll im Außerfern als nächster Schritt entstehen. Zuerst gründete Christian Frick aber die Unternehmensberatung frickonsult, um den Unternehmen, die zukünftig Geld erhalten, auch eine professionelle Begleitung anbieten zu können. Dank der 30-jährigen Erfahrung im Firmenkundengeschäft sowie im Management als Geschäftsleiter einer Bank, die der Heiterwanger vorzuweisen hat, ist die angebotene Beratung breit gefächert und auf keine spezifischen Themen fokussiert. Frick versteht sich vor allem als Begleiter und Sparring-Partner für das Management. Dabei zielt die Hilfestellung darauf ab, das spezifische Fachwissen der Unternehmer um die betriebswirtschaftliche Seite im Geschäftsmodell durch den Blick von außen zu ergänzen.

Christian Frick begleitet neben Neugründern auch bereits etablierte Betriebe, die Hilfe und Unterstützung bei Optimierungsprozessen oder strategischen Neuausrichtungen brauchen. Die Chance all das, was man als Unternehmer durchgedacht hat, letztendlich mit jemand Neutralem reflektieren zu können, ist laut Frick von großer Bedeutung. „Natürlich wird am lautesten um Hilfe gerufen, wenn die Not betriebswirtschaftlich am größten ist, aber der beste Weg ist es, sich schon in guten Zeiten für die Zukunft zu rüsten, damit auch der Erfolg von morgen gewährleistet werden kann“, weiß der 52-jährige Außerferner.

Landessieg beim Constantinus-Award

Der Erfolg von frickonsult wurde kürzlich auch offiziell anerkannt, als die Unternehmensberatung beim Constantinus-Award mit dem Tiroler Landessieg und dem österreichweit dritten Platz ausgezeichnet wurde. Der Constantinus-Award ist Österreichs großer Beratungs- und IT-Preis, der 2019 bereits zum 17. Mal stattfand. „Als mein angestrebtes Ziel, nämlich einfach ein Feedback für die bisher erbrachte Arbeit zu erhalten, um Längen übertroffen wurde und die Nominierung für den Preis bekannt wurde, musste ich mich schon einmal kurz hinsetzen, ob ich da richtig lese, was im Mail steht“, erzählt der Heiterwanger stolz. „Übertroffen wurde dieses Gefühl nur noch, als mein Unternehmen vorgestellt und dann auch noch als Preisträger aufgerufen wurde, denn da läuft es einem wirklich kalt den Rücken runter“, denkt Frick an die Award-Verleihung in Velden zurück.

Erfolgreich war der 52-Jährige beim Constantinus-Award mit der Tirol Ambulanz, ein Projekt, das ihm sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben wird. „Die größte Herausforderung dabei war, aus der Idee des Kunden ein privatwirtschaftliches und gewinnorientiertes Geschäftsmodell zu gestalten, das es so davor noch nicht gegeben hat“, meint Frick. Eigentlich hätte die Idee bereits verworfen werden sollen, aber mit frickonsult an der Seite wurde der Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und schlussendlich ein erfolgreicher Weg eingeschlagen.

„Andere Projekte, die man nicht mehr so schnell vergisst, sind natürlich immer die, wo es wirklich schon fünf nach zwölf ist und es um das Überleben des Betriebs und das private Schicksal des Unternehmers geht“, lässt Frick die letzten Monate Revue passieren. Bei allen Sanierungsprojekten, die frickonsult in der noch jungen Unternehmensgeschichte begleiten durfte, ist es erfolgreich gelungen, die richtigen Hebel zu betätigen und das Unternehmen in Richtung Gesundung zu lenken. „Aber auch strategische Neuausrichtungen zu begleiten und Unternehmen noch erfolgreicher zu machen, ist immer ein tolles Gefühl“, kann Frick keine einzelne Geschichte als Höhepunkt herauspicken.

Als persönliche Mission sieht Christian Frick seit seiner beruflichen Neuausrichtung weniger ein bestimmtes Karriereziel, sondern vielmehr den Drang etwas in der Region zu bewegen und mittels Standortabsicherung sowie -ansiedlung ein Stück weit zur Regionsentwicklung beizutragen: „Vielleicht werde ich ja am Ende meiner Schaffenszeit eine ganz kleine Duftspur auf dieser riesigen Welt hinterlassen haben.“

» Weitere Informationen: Frickonsult

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