Klassik-Highlight in Prachtkulisse

Mit dem ersten Klassik Open-Air hat „Das Kronthaler“ nicht nur am Achensee schöne Wellen geschlagen. Hotelier Günther Hlebaina erfüllte sich damit einen Lebenstraum. Und setzte ein Zeichen dafür, wie es wirken kann, wenn ein Gastgeber seine Leidenschaft(en) zu teilen versteht.

Es gibt richtig tolle Schauplätze für klassische Musik, wo die prächtige Umgebung Klänge anders und vielleicht sogar eine Nuance tiefer wirken lassen, als in den Opernhäusern dieser Welt: Wenn Tosca sich von der echten Engelsburg in Rom in die Tiefen stürzt, wenn in der Arena di Verona die Zuschauermenge recht enthemmt den Gefangenenchor unterstützt oder Elina Garanca in Kitzbühel leidenschaftlich Musik und Alpen würdigt.

Seit August 2019 hat „die Klassik“ einen neuen Freiluft-Schauplatz. Vergleichsweise klein ist er, aber ungemein fein. Das Karwendel- und das Rofangebirge bilden die wilde, beeindruckende Kulisse, der Achensee den ruhigen, kühlen Pol. Mitten drin in dieser so großzügigen Geschenklaune der Tiroler Natur steht „Das Kronthaler“, wo in Zusammenarbeit mit Star-Sopranistin Eva Lind Anfang August 2019 zum ersten Mal „Klassik.Unique.“ über die Bühne ging, eine einzigartige Kombination aus Kunst, Klang und Kulinarik, die im Zusammenspiel mit dem eindrucksvollen Natur-Bühnenbild zu einem ganzheitlichen Genusserlebnis für die Gäste wurde.

Geteilte Leidenschaft

„Reiner Zufall“ sei es gewesen, der Eva Lind und „Das Kronthaler“ zusammengebracht haben. „Eva Lind gründete vor einigen Jahren ihre Musikakademie Tirol und war auf der Suche nach einer geeigneten Plattform, um die Kurse abzuhalten“, erzählt Hotelier Günther Hlebaina, „Als kunstaffines Haus boten wir ihr dazu die Möglichkeit. Die Zusammenarbeit kann inzwischen als großartig und äußerst bereichernd für unser Haus bezeichnet werden.“

Das mit den Zufällen ist so eine Sache. Hier ist es jedenfalls ein weithin strahlender Zufall, aus dem diese Tage geboren wurden. Wenn Günther Hlebaina vom kunstaffinen Haus spricht, spiegelt das nicht zuletzt seine eigene Leidenschaft zur Kunst in all ihren Formen und Ausprägungen wider. „Durch die Zusammenarbeit mit Eva Lind wurde die Leidenschaft vor allem im Bereich der klassischen Musik sehr verstärkt“, sagt er.

Die Leidenschaften in der speziellen Form teilen zu können, scheint Gastgebern vorbehalten, die weder Kosten noch Mühen scheuen. Außergewöhnliche Klassik-Konzerte, wo feinste Klänge ohne Störendes geboten und gehört werden wollen, benötigen viel Raffinesse in allen Belangen. „Richtig, ein außergewöhnliches Klassik-Konzert erfordert einiges“, bestätigt Hlebaina und zählt im Stakkato auf, was „einiges“ umfasst: „Internes Organisations-Team aufbauen, erhöhter Marketingaufwand, Sponsorensuche, eine künstlerische Leiterin – Eva Lind, Medienbetreuer, zusätzliche Mitarbeiter im Hotel, diverse bauliche Maßnahmen wie Optimierung der Hotelzufahrt, zusätzliche Parkplätze, Bühnenüberdachung, Tribünenbau, Sound- und Lichtinstallationen, Geländeanpassungen und vieles mehr.“

Die passende Hardware ist nötig, um musikalische Software klingen lassen zu können, die im Rahmen des Konzertprogramms im 4-Stern-superior-Haus von Eva Lind, Lidia Baich, Vesselina Kasarova, Mikhail Agafonov, Matthias Hoffmann, dem Kammerorchester InnStrumenti unter der Leitung von Gerhard Sammer sowie den Brüdern Martón und Bence Bubreg geboten wurden.

Um mit der kulinarischen Software die Sinne zu erfreuen, war ebenso die passende Hardware und vor allem die geschickten Hände der hauseigenen Küchenmeister nötig. „Wir versuchen zum musikalischen Highlight auch ein kulinarisches Statement zu setzen. Dabei kam Alfons Schuhbeck ins Spiel und wurde, sozusagen als Kollege von uns, für das Symphonie Dinner am Freitagabend engagiert. Quasi als Garant für kulinarischen Höchstgenuss zusammen mit unserem Küchenteam, welches eigentlich die große Aufgabe gestemmt hat“, sagt mit Günther Hlebaina einer, dessen Biografie mit großen Aufgaben genauso gespickt ist, wie mit außergewöhnlichen Schritten.

Starke Geschichte

Aus nachvollziehbaren Gründen wird seine Geschichte beziehungsweise sein Werdegang gerne erzählt – die Geschichte vom Tellerwäscher zum Hotelier. Hlebaina über seine Stationen und sein Selbstverständnis: „Vom gelernten Kaufmann zum Skilehrer, dann zum Tellerwäscher, weiter zum Hotelkaufmann und dann Hotelier, Skischulleiter und im Herzen immer noch Kaufmann. Daher gibt’s in den beiden Hotels auch Shops in beachtlicher Größe.“

Das „Sporthotel Achensee“ ist das Stammhotel der Familie und steht ebenso in Achenkirch. „Das Kronthaler“, dessen Name den Respekt gegenüber den Vorbesitzern ausdrückt, wurde unter Hlebainas Ägide im Jahr 2010 eröffnet. Bei Null. „Ohne eine einzige Adresse und ohne Kunden. In den ersten drei Jahren war das sicher sehr fordernd und stellte uns vor eine wirtschaftliche Gratwanderung, welche wir aber gut in den Griff bekamen. Heute kann man sagen, dass sich alle Wünsche und Träume voll erfüllt haben. Heißt aber nicht, dass inzwischen nicht noch weitere stille Wünsche entstanden sind“, hält der Hotelier mit Augenzwinkern fest.

Der zehnte Geburtstag des Hauses wird unspektakulär gefeiert werden: „Wie alles was wir tun, aber mit großer Leidenschaft und gegenseitigem Respekt. Das gesamte Hotel-Team geht auf leisen Sohlen durchs Leben und genauso werden wir feiern – ruhig, genussvoll, dankbar und natürlich musikalisch.“ Musikalisch. Natürlich. Wird im nächsten Jahr doch die zweite Auflage von „Klassik.Unique.“ über die kleine, feine Bühne gehen. Dem neuen Schauplatz für klassische Musik. Einem richtig tollen.

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Hotelier und Gastgeber Günther Hlebaina (r.) bereitet gemeinsam mit Spitzenkoch Alfons Schuhbeck und Star-Sopranistin Eva Lind den Besuchern unvergessliche Erlebnisse. Foto: Joachim Stretz

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