180 Jahre Fotografie – ein Grund zum Feiern

2019 begeht die Fotografie ihren 180. Geburtstag – die „alte Dame“ ist jedoch unternehmungslustiger denn je und feiert ihr Jubiläum mit einer Fülle von Veranstaltungen quer durch Österreich.

Der 19. August 1839 gilt als offizielle Geburtsstunde der Fotografie. An diesem Tag wurde vor der einflussreichen Pariser Akademie der Wissenschaften das sogenannte Verfahren der Daguerreotypie präsentiert. Mit einem Schlag konnte die Welt plötzlich auf silberbeschichteten Kupferplatten dauerhaft abgebildet werden. Ein historischer Moment, denn seit diesem Zeitpunkt ist die Fotografie aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Experten der Fotografie

Zahlreiche Foto-Institutionen des Landes schlossen sich aus diesem Grund zusammen, um die Bedeutung der Fotografie in der Historie, der Gegenwart und besonders für die Zukunft mit vielfältigen Veranstaltungen zu unterstreichen. Die Innung der Tiroler Berufsfotografen feierte nun mit einem Netzwerk-Event und Expertengespräch in Innsbruck das besondere Jubiläum. Die geladenen Experten sprachen über Herausforderungen und die Vielfältigkeit der Fotografie von Heute.

Der Fotograf hat einen anderen Blick und genau das mache den Unterschied zwischen einem „netten“ Bild und einem Qualitätsfoto aus. Immer mehr Kunden erkennen dies, berichtet Landesinnungsmeisterin Irene Ascher: „Was daher künftig zählt, sind Qualität und Kreativität.“ Damit sei es weiterhin möglich, erfolgreich zu sein. Das bestätigte beim Podiumsgespräch auch ein wichtiger Kunde der Tiroler Berufsfotografen – Patricio Hetfleisch von der Tirol Werbung: „Technisch wird bald jeder in der Lage sein, halbwegs akzeptable Fotos machen zu können. Aber es ist nicht damit getan, dass ein Bild scharf ist. Es geht vielmehr darum, dass ein Bild eine Geschichte erzählen kann.

Sonderpublikation 100+80 Jahre

In Kooperation mit der Bundesinnung für Berufsfotografen wurde zudem das Buch „100+80 Jahre – Zeitreise durch die österreichische Fotografie“ herausgegeben. Darin wird die Geschichte der Fotografie mit Fokus auf Österreich beleuchtet und es setzt sich mit den Entwicklungen des Genres im technischen, sozialen und künstlerischen Bereich auseinander. Mehr als 100 Fotografen, die zwischen 1839 und 2019 tätig waren, werden aufgelistet, mehr als die Hälfte finden sich in einer umfangreichen Werkschau mit Abbildungen wieder.

Heinz Mitteregger, Bundesinnungsmeister der Berufsfotografen, fasst zusammen: „Fotografie ist vielschichtig. Man kann sich auf die Beschreibung von technischen Verfahren konzentrieren, von der Daguerreotypie bis zur Digitalisierung, oder über das aufgenommene Bild im Wandel der Zeit vom magischen Medium zum inflationären Konsumgut. Die Geschichte der Pressefotografie ist genauso ein spannendes Thema wie die Historie des Porträts. Meiner Meinung nach stehen in der Fotografie bei allem Wandel und aller Vielfältigkeit aber immer der schöpferische Augenblick und die Kreativität im Vordergrund.“

Bild oben:Patricio Hetfleisch (Tirol Werbung), Ingeborg Erhart (Galerie Kunstpavillion), Charly Zimmermann (Werbeagentur Zimmermann&Pupp) und Katharina Zierl (Magazin Tirolerin) (v.l.) präsentierten die Sonderpublikation „100+80 Jahre – Zeitreise durch die österreichische Fotografie“.

Diskutierten über die Zukunft der Fotografie: Charly Zimmermann (Werbeagentur Zimmermann&Pupp), Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Christine Frei (Moderatorin), Katharina Zierl (Magazin Tirolerin), Ingeborg Erhart (Tiroler Künstlerschaft) und Patricio Hetfleisch (Tirol Werbung) (v.l.).

Diskutierten über die Zukunft der Fotografie: Charly Zimmermann (Werbeagentur Zimmermann&Pupp), LRin Patrizia Zoller-Frischauf, Christine Frei (Moderatorin), Katharina Zierl (Magazin Tirolerin), Ingeborg Erhart (Tiroler Künstlerschaft) und Patricio Hetfleisch (Tirol Werbung) (v.l.).

»Weitere Informationen: Landesinnung Berufsfotografen

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