Kreative Schmuckstücke mit Herz

Wo ein Wille, da ein Weg – Goldschmiedin Sabine Nimz wagte vor 14 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit und hat dies bisher keinen Tag bereut. Materialien und Schmuckstücke behandelt sie mit Liebe und Bedacht.

Mit viel Mut und dem Gefühl nichts zu verlieren, sondern nur gewinnen zu können, ist Sabine Nimz in die Selbstständigkeit gestartet. „Ich bin ein Mensch, der mit einem gewissen Maß an Lockerheit im Augenblick lebt. So gründete ich drei Jahre nachdem ich meine Meisterprüfung absolvierte mein eigenes Unternehmen, welches von der ersten Minute an gut lief und sich in den vergangenen Jahren sukzessive weiterentwickelt hat“, erzählt Nimz, die bereits seit 26 Jahren als Goldschmiedin tätig ist. 2005 eröffnete sie in der Schmelzergasse 8 ihr eigenes Geschäft und führt damit eine lange Tradition fort, denn in den Räumlichkeiten waren schon über Jahrzehnte lang verschiedene Goldschmiedeateliers angesiedelt: „Ein paar Werkzeuge konnte ich übernehmen, ansonsten habe ich die Werkstätte und den Schauraum komplett umgebaut und an meine Bedürfnisse angepasst.“

Nimz schöpft Kreativität aus der Stille

Die Lage etwas abseits vom Trubel der Innenstadt ist auf den ersten Blick vielleicht nicht die beste, doch eigentlich eröffnet der Standort wahnsinnig tolle Möglichkeiten: „Ich habe kaum Laufkundschaft, die meisten kommen mit konkreten Anliegen. Das ermöglicht einen sehr effektiven Ablauf des Geschäfts zu den geöffneten Zeiten am Donnerstag, Freitag und Samstag.“ Die restliche Woche zieht sich Nimz auf einen Bauernhof im Unterland zurück, wo sie mittlerweile einen Teil ihrer Werkstätte eingerichtet hat und aus der dortigen Stille ihre Kreativität schöpft. „In der Stadt bin ich von Besuchern oft abgelenkt, so arbeite ich nun in Ruhe und kann mich dann wieder mit viel Geduld meinen Kunden widmen.“

Individuelle Kundenwünsche stehen bei der Goldschmiedin im Vordergrund, auf Lager fertigt sie kaum. Aufträge kommen von Menschen aus der ganzen Welt, einige waren als Touristen auf Besuch in Tirol und melden sich nach langer Zeit wieder, andere entdecken ihre Arbeiten in den Sozialen Medien und nehmen Kontakt auf. Durch ihre unkonventionelle Art Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein, werden verschiedenste Charaktere auf sie aufmerksam. „Außerdem habe ich nicht nur die aktuelle Mode und Trends im Auge, sondern beobachte auch meine Kunden genau und versuche sie zu verstehen. Nur so kann ich einschätzen, was zu ihnen passt. Das braucht eine gewisse Gabe, aber auch genügend Erfahrung. Trotzdem liege ich in seltenen Fällen daneben“, bemerkt Nimz lachend.

Private Ereignisse und ganze Lebensgeschichten begleiten sie in ihrem Berufsalltag. Seit sie ihren eigenen Betrieb führt und anders als früher nicht ihren gesamten Tag in der Werkstätte verbringt, weiß sie wie wichtig die Nähe zu den Kunden und der intensive Austausch mit ihnen ist. „Im Grunde erschaffe ich materielle Dinge, doch in ihnen stecken persönliche Emotionen und Erinnerungen. Erst kürzlich ließ sich ein Paar von mir Eheringe anfertigen, der Mann war erstaunliche 102 Jahre alt. Am selben Tag durfte ich für meinen bisher jüngsten Abnehmer mit nur zwei Jahren ein Schmuckstück kreieren. Solche Ereignisse machen meinen Beruf so abwechslungsreich und interessant“, schwärmt die Einzelunternehmerin.

Goldschmiedin Sabine Nimz vor ihrem Atelier in der Schmelzergasse in Innsbruck. Eine One-Woman-Show, die viel Kreativität benötigt.

Goldschmiedin Sabine Nimz vor ihrem Atelier in der Schmelzergasse in Innsbruck. Eine One-Woman-Show, die viel Kreativität benötigt.

Alte Stücke zu neuem Leben erwecken

Neben neuen Kreationen steckt Nimz auch viel Zeit in die Umarbeitung alter Kostbarkeiten. „Erbstücke oder andere emotional wertvolle Gegenstände werden von mir mit Bedacht behandelt, umgestaltet und dadurch aufgewertet. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit nachhaltig zu arbeiten und ich kooperiere ausschließlich mit Betrieben die ethisch handeln. Natürlich verarbeite ich ebenso neues Material, dennoch ist die Wiederverwertung ein bedeutender Beitrag, um die Ressourcen unserer Erde ein wenig zu schonen.“

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Nimz keine kreativen Einfälle hat. Ihr Vorstellungsvermögen war schon immer grenzenlos, das war auch seinerzeit der Grund, diese Ausbildung zu machen. Trotz allem achtet sie darauf, dass drei Punkte bei der kreativen Arbeit nie zu kurz kommen: „Ich versuche meine kreative Freiheit stets auszuleben, mir meine Hingabe dafür zu bewahren und mich nicht zu überfordern. Denn nur so macht die Arbeit Spaß und ich bin stolz darauf, wenn ich anderen mit meiner Handwerkskunst eine Freude bereiten kann.“

Goldschmiedeatelier Nimz in der Schmelzergasse 8 in Innsbruck.

Goldschmiedeatelier Nimz in der Schmelzergasse 8 in Innsbruck.

 

»Weitere Informationen: Goldschmiedeatelier Nimz

 

Funktionärssteckbrief: Sabine Nimz
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