Made in Thaur – handgemachtes Eis am Stiel

Mit ihrem Label „Hitzefrei“ verkauft Laura Mesmer selbstgemachtes Eis, das aus regional und saisonal angebauten Früchten hergestellt wird. Was dadurch entsteht, ist erstklassiges Sorbet mit hohem Fruchtanteil und echtem Geschmack, welches auch für Veganer geeignet ist und förmlich auf der Zunge zergeht.

Betreten wir den Produktionsraum der aufgelassenen Metzgerei in Thaur, wird fleißig gewerkt: 25 Kilogramm Zitronen und rund 150 Gurken schneiden, pressen und entsaften, mit Zucker aufkochen, in Eis-an-Stielformen gießen und bei minus 25 Grad in die Schockfrostmaschine geben. In 30 Minuten ist das Eis durchgefroren und wird von der Verpackungsmaschine nach Maß verpackt und etikettiert. So produziert Laura Mesmer rund 1.000 Eis am Stiel pro Tag.

Seit rund zwei Jahren verschafft „Hitzefrei – handgemachtes Eis am Stiel“ Abkühlung an heißen Tagen. In der alten Metzgerei in Thaur ist die Produktionsstätte von Laura Mesmer. Die gebürtige Tübingerin bekam auf einer Reise durch Mexiko die Idee dazu. „Dort gibt es an jeder Straßenecke kleine Eissalons, die selbstgemachte „paletas“ (spanisch für Stieleis) in unzähligen bunten Variationen anbieten. Erfrischend, natürlich und fruchtig – das musste es in Innsbruck auch geben. Das war die Geburtsstunde von Hitzefrei.“

Die besten Eissorten

Nach unzähligen Proben hatte Laura dann die ersten schmackhaften Rezepte. Aber Eis ist nicht gleich Eis und so wurde kurzerhand eine Schockfrostmaschine gekauft. Um allen Vorschriften gerecht zu werden, mietete Laura dafür eine Küche in der Markthalle. Diese wurde schnell zu klein und letzten Herbst übersiedelt man schließlich nach Thaur. Hier sind alle Arbeitsflächen genehmigt und sie kann ihr Eis im Kühlraum lagern, bis es verkauft oder mit einer speziellen Tiefkühl-Spedition in größeren Mengen verschickt wird.

Wer das erste Mal vom Hitzefrei-Eis probiert, ist vom natürlichen Geschmack der Sorten geradezu verblüfft. Gurke-Zitrone schmeckt wie die Zutaten selbst, nur eben gekühlt. Erdbeereis, als ob man direkt eine kühle Erdbeere kostet. Natürlichkeit und Nachhaltigkeit stehen auch hinter der Philosophie von Hitzefrei. „Seit Sommer 2017 stellen wir unser Eis am Stiel aus natürlichen Zutaten und ganzen Früchten her. Dabei verzichten wir vollständig auf Farb- oder Konservierungsstoffe sowie künstliche Aromen. Alle unsere Sorten sind glutenfrei, die meisten vegan und durch den hohen Fruchtanteil enthält unser Eis weniger industriellen Zucker als herkömmliches Speiseeis“, erklärt die Jungunternehmerin.

Anfangs hat Laura ihr Eis bei Veranstaltungen wie Open-Air-Kinos oder dem Bonanza-Festival verkauft. Ihr erster Großauftrag kam dann von den Münchner Verkehrsbetrieben, die für eine Werbeveranstaltung 5.000 Stück Erdbeereis benötigten. „Das Gefühl war wirklich unbeschreiblich: Von Atemnot, über eine schnellere Herzfrequenz bis zu einem lauten Jubelschrei. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass mein Produkt für so eine große Aktion Anklang gefunden hat.“ Seit Anfang des Jahres verwendet Hitzefrei kompostierbare Cellulose-Verpackungen für das Eis: „Als erstes Stieleis-Unternehmen verzichten wir somit komplett auf Plastik. So schmeckt‘s doch umso besser, oder?“

Eigene Chefin

Ursprünglich hat Laura Mesmer eine Hotelfachausbildung gemacht und konnte sich immer schon gut vorstellen, selbstständig zu werden. „Ich hatte bei Hitzefrei ein genaues Bild im Kopf, wie das Ganze aussehen könnte und als Einzelunternehmerin kann ich alles genau so machen, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Erdbeer-Basilikum war schließlich das erste Eis, das Laura hergestellt hat. Sie hat schnell gemerkt, dass der Bedarf an einer Alternative zu Industrieeis da ist. Anfangs durften Familie und Freunde ganz viel kosten, um auf den richtigen Geschmack zu kommen. „Jetzt ist es so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Ich habe genug zu tun, habe viel Spaß und es läuft gut dahin. Es kommt immer etwas Unerwartetes und das gefällt mir“, so die Unternehmerin zufrieden. In der Zukunft will die Eisproduzentin so weitermachen wie bisher. „Mein Unternehmen wächst, aber in einem Tempo, mit dem ich mithalten kann.“

Auf der Website von Hitzefrei wird immer angekündigt, wo das Eis zu kaufen ist – zum Beispiel aktuell in Innsbruck bei „Hitt und Söhne“ auf der Hungerburg, im Kastl in der Altstadt und im Conceptstore im Sillpark. Was Laura am besten an ihrem Berufsalltag gefällt? Der Moment, wenn ein Kunde sein Eis in der Hand hat, über beide Ohren strahlt und sie weiß: Das habe ich gemacht.

» Mehr über das Unternehmen: Stieleis Hitzefrei

 

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