5G – Zukunft oder Hype?

5G ist die neue Generation im Mobilfunk. Sie schafft die Grundlage für die Vernetzung von Maschinen in der Industrie und intelligenten Geräten. Außerdem unterstützt die Technik die Digitalisierung vieler Lebensbereiche.

“5G ist eine große technologische Weiterentwicklung und wird das Leben der Menschen in vielen Bereichen beeinflussen“, so Manfred Heidegger. Er ist seit 1. Juni 2019 neuer Vorsitzender der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen der Tiroler Wirtschaftskammer. „Die digitale Transformation wird durch 5G beflügelt werden und ist eine revolutionäre Weiterentwicklung – Menschen, Maschinen, Werkzeuge und Produkte können dann in Echtzeit miteinander kommunizieren. 5G wird deshalb eine entscheidende Rolle für den Wirtschaftsstandort Tirol spielen“, ist Heidegger überzeugt.

Was leistet die nächste Stufe des Mobilfunks?
Jeder Bereich des Lebens wird durch 5G beeinflusst werden. Die nächste Stufe von 4G hat eine wesentlich höhere Datenübertragungsrate und wesentlich kürzere Reaktionszeiten. Durch die schnell übertragbaren Datenmengen und durch die kurze Latenzzeit ist quasi eine Echtzeit-Datenübertragung möglich.

Welche Anwendungsgebiete gibt es für 5G?
Das Motto im 5G-Zeitalter lautet: Vernetzung. Maschinen, Menschen, Fahrzeuge, Infrastruktur – sie werden in Echtzeit miteinander kommunizieren können. Wichtiges Einsatzfeld ist die Industrie 4.0, also vernetzte Produktionsanlagen und Lieferketten. Unter anderem wird auch die Automobilbranche von 5G profitieren – autonomes Fahren wird dadurch erst möglich. Der Energiesektor wird auf neue Füße gestellt – mit sogenannten Smartmetern: Die Strommenge wird elektronisch gemessen und Netze können intelligent gesteuert werden. Auch das Gesundheitsmanagement wird sich verändern, denken wir nur an Fernchirurgie oder Cloud Robotic für betreutes Wohnen. Aber besonders stark wird der Medien- und Unterhaltungssektor betroffen sein: Virtuelle bzw. Augmented Reality, Gaming, Streaming, Multi-Videoanrufe – alles wird schneller bzw. überhaupt möglich. Das Internet der Dinge wird damit Realität.

Wie funktioniert 5G?
Es ist eine Mobilfunktechnologie, bei der es mehrere Frequenzbänder gibt, um die Abdeckung sowohl für die Überwindung großer geographischer Distanzen als auch für die Flächenabdeckung gewährleisten zu können. In der 5G-Technologie ist es auch machbar, gewisse Dienste zu priorisieren. Es ist möglich, dass bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel das autonome Fahren, Vorrang bekommen. Wie regelt das Netz die vielfältigen Anforderungen? Eine große Datei soll gesichert versendet werden, dann fiebern viele User gleichzeitig bei einem Skirennen mit, die IoT-Infrastruktur vom Stromzähler arbeitet, automatische Verdunkelung wird aktiviertund was noch alles im Hintergrund gesteuert wird – alles soll zuverlässig funktionieren. Genau genommen gibt es nicht mehr das eine Netz, sondern vielmehr parallel betriebene, virtuelle Netze auf Basis einer gemeinsamen, physischen Infrastruktur.

Wann ist 5G in Österreich nutzbar?
Der Start ist mit Beginn der Versteigerung des 5G-Pionierbands erfolgt. Die Frequenzzuteilung findet innerhalb eines Monats nach Veröffentlichung des Auktionsergebnisses statt. In der 5G-Strategie heißt es, dass im Laufe des Jahres 2020 alle Landeshauptstädte an das 5G-Netzwerk angeschlossen sind. Das hängt auch davon ab, wann es Endgeräte dafür gibt. Es gibt bereits erste Testaufbauten in Österreich, flächendeckend wird das 5G-Netz bis 2025 nutzbar sein.

Wie wird das 5G-Netz aufgebaut sein?
Im ersten Schritt werden die Makrostationen erweitert. Diese bereits bekannten Mobilfunkstationen werden nach und nach mit der sogenannten Small Cell-Technologie erweitert, daher werden kleine Mobilfunkanlagen dort installiert, wo viel Datenverkehr entsteht – die Struktur des 5G-Netzes wird also dichter werden. Diese kleinen Funkzellen benötigen weniger Sendeleistung und werden sich dezent ins Straßenbild einfügen. Diese Small Cells könnten zum Beispiel an Laternen, Ampeln, Fassaden und vielen anderen Orten angebracht werden.

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