Almut von Wildheim: Von Natur aus stilvoll

Mit stilvollen Leuchten aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen aus dem Alpenraum erobern drei junge Tiroler unter dem Namen Almut von Wildheim den Markt. Sprichwörtlich im Rampenlicht steht bei Almut, was den Gründern besonders am Herzen liegt: die Natur.

Schlängeln wir uns durch die Hintergärten des Innsbrucker Stadtteils Wilten, vorbei an der Glockengießerei Grassmayr, stehen wir kurzerhand vor der Tortenwerkstatt – ein Co-Working-Space mit Heimwerker-Flair und dem Geburtsort von Almut von Wildheim. Durch eine rostbraune Werkstatttür betreten wir eine Wohnküche im Retro-Stil und werden als erstes von einem überdimensionalen Batman in Bildform begrüßt. Steffi, Uli und Clemens sitzen am Tisch und besprechen gerade die nächste Almut von Wildheim-Designlinie und heißen uns mit einem Lächeln willkommen. „Arbeitstitel unserer ersten Unterlagen mit Ideen und Skizzen waren, ,Wie kommen drei Vollidioten zu einem Geschäftsmodell?’ Das haben wir bisher mal geschafft und machen immer noch weiter“, so Clemens lachend.Das ist mittlerweile drei Jahre her.

 

Steh- und Hängelampen aus heimischen Buchen- oder Eichenholz mit Lampenschirmen in verschiedenen Größen, aus Almheu gearbeitet, erhellen den Raum. Der Firmenname „Almut von Wildheim“ mag bei manchen für wunderliche Blicke sorgen und sich suchend nach einer vierten Person umdrehen, aber an dem Firmennamen haben die drei Unternehmenspartner viele Monate getüftelt. „Hier spiegelt sich die Alm wieder, die Kulturlandschaft der Berge. Der Mut zeigt, Dinge anders zu tun und Wildheim ist der Bezug zu den Rohstoffen und zu unserem Zuhause“, erklärt Steffi, die einzige Frau im Team.

Nachhaltiges Unternehmertum leben

Fast ein Jahr gab sich das Trio, welches sich bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber kennen- und mögen gelernt hat, um eine erste nachhaltig produzierte Lampe aus Naturmaterialien herzustellen. „Die erste Lampe zu verkaufen, war ein schwer zu beschreibendes Gefühl. Wir kommen nicht aus der Branche und haben plötzlich etwas geschaffen, das den Leuten gefällt und Anklang findet. Das ist wunderschön, denn wir wollten einfach ein triviales Alltagsprodukt neu interpretieren. Wenn das Herzblut passt, das Team passt, dann kann man eigentlich alles erreichen“, erklärt Geschäftsführer Uli. Das war die Geburtsstunde von Almut. „Wir wollen sehr regional produzieren, nachhaltig, kein Plastik, kein PVC, keine künstlichen Kleber – und das rundet die ganze Philosophie von Almut ab.“

Eine Lampe an sich mag nichts Neues sein, doch bei Almut stehen regionale Produkte und Nachhaltigkeit im Rampenlicht: Als Materialien zur Herstellung dienen natürlich nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Blüten, Heu oder Laub. „In einem speziellen Produktionsprozess werden diese mit viel Präzisionsarbeit von Hand gearbeitet. Das Heu wird von einem Produzenten im Oberland getrocknet und in biegsame Platten gepresst“, erklärt Uli, der Bastler der Truppe. „Jede Almut ist ein Unikat, das Heu ist nie gleich, dass merke ich beim Zusammenbauen. Zudem sorgen die Lampen für einen angenehmen Raumduft und sind auch für Allergiker verträglich.“

ALMUT_Team__(c) ALMUT von Wildheim

Das kreative Team: Ulrich Huber, Stefanie Graber und Clemens Pfefferkorn (v.l.). Foto: Almut von Wildheim

 

Als Laien ins Lampenbusiness

Hinter dem Namen Almut von Wildheim verstecken sich die kreativen Köpfe Stefanie Graber, Ulrich Huber und Clemens Pfefferkorn. Die Idee, als komplette Laien ins viel umkämpfte Lampenbusiness einzusteigen, kam Uli, dem Handwerker. Gemeinsam entwickelten sie eine Idee, Heu in ein ansprechendes Lampendesign umzuwandeln. „Wir hatten Interesse an der Materie, aber absolut keine Ahnung vom Prozess. Ein langer Weg und viele Fails, die wir gemeinsam kreiert haben. Unternehmensgründung ist, glaube ich, das längste und teuerste Fortbildungsprogramm der Welt. Aber auch das freudvollste. Es ist einfach keine lineare Geschichte – viel ausprobieren, neue Wege gehen, Fehler machen und neue Möglichkeiten finden – so war und ist es bei uns“, erzählt Clemens lachend. Die Arbeitsaufteilung hat sich fast von selbst ergeben, jeder macht das, was er am besten kann: Steffi das Marketing, Clemens kümmert sich um den Vertrieb und Uli ist für die Produktion zuständig.

Seit Mai 2017 ist „2610“ (benannt nach dem Tag, an dem die Entscheidung für die erste Almheu-Kollektion fiel), die erste Almut-Designlinie am Markt zu erwerben. Auch die neue Designlinie „0239“ im skandinavischen Stil ist im Onlineshop und bei verschiedenen Vertriebspartnern wie der Couchzone in Innsbruck erhältlich. Einer der ersten Großaufträge war für ein Hotel im Lechtal. „Dort wollten sie fünf von unseren Lampen haben. Eigentlich war es ihnen zu teuer, aber das Design hat ihnen so gut gefallen und perfekt zu ihrem Innendesign gepasst, dass sie nicht anders konnten“, so Clemens lachend. „Ein Highlight, das wir wirklich gefeiert und begossen haben. Selbst wenn wir heute noch ins ,Lechtl’ fahren haben wir ein ganz besonderes Gefühl dabei“, erzählt Steffi.

„Gemacht sind die Almut-Lampen für Design-Liebhaber, die sich gern ein Stück Natur in die Wohnung holen und für die Nachhaltigkeit auch ein gewisses Statement ist“, so Steffi. Preislich liegen die Hängelampen im skandinavischen Stil bei 120 Euro und die Stehlampen bei rund 1.000 Euro inklusive Versand. Aktuell arbeiten die Jungunternehmer an der Linie „1411“, benannt nach Ulis Geburtstag, welche eine kreative Überraschung werden soll: „Die Grundmentalität mit Naturmaterialien zu arbeiten, bleibt die gleiche. Beim Designanspruch haben wir versucht, noch eine Schippe drauf zu legen. Gespannt sein darf man auf jeden Fall, solange es uns Spaß macht, darf sich Almut vergrößern und weiterentwickeln.“

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