Seit 30 Jahren Mensch und Natur verpflichtet

Vielseitig, innovativ und engagiert – so präsentiert sich Revital, eines der größten Umweltconsulting-Unternehmen Österreichs mit Sitz in Nußdorf-Debant.

Wenn Klaus Michor, Chef des Osttiroler Planungsbüros Revital, über seinen Werdegang, die breit gefächerten Projekte der letzten 30 Jahre, Zukunftspläne und Visionen erzählt, wird deutlich, wie er für sein Anliegen, Mensch und Natur ins Gleichgewicht zu bringen, brennt. Als einer der ersten Absolventen des Studienfachs Landschaftsökologie und Landschaftsplanung an der BOKU in Wien gründete er nach einem längeren Aufenthalt in Afrika 1989 das Planungsbüro Revital. „Ich habe einen sogenannten ‚sicheren Job‘ in Wien ausgeschlagen und entschied mich bewusst für die Selbstständigkeit und die Rückkehr nach Osttirol. Meines Wissens führe ich das einzige größere Büro meiner Branche außerhalb einer Landeshauptstadt – bereut habe ich das nie”, so Michor.

„Mit Weitblick planen” ist einer der Leitgedanken von Revital, der im 2005 bezogenen und vor fünf Jahren erweiterten Bürogebäude in Nußdorf, hoch über dem Lienzer Talboden, auch architektonisch umgesetzt wurde. Treppenförmig in den Hang hineingebaut, öffnet sich aus allen Räumen, den Balkonen und Terrassen der unverstellte Blick auf eine grandiose Natur- und Kulturlandschaft. „Unser Team ist mittlerweile auf 45 Personen, davon 33 Akademiker, angewachsen: Landschaftsplaner, Biologen, Zoologen, Bauingenieure, Kulturtechniker, Land- und Forstwirtschaftsexperten, Raumplaner und Geoinformatiker. Unsere Arbeit besteht zu einem erheblichen Anteil aus Kommunikation und interdisziplinärem Austausch. Mit großzügigen, bestens ausgestatteten Besprechungsräumen und Begegnungszonen auf allen Ebenen steht uns ein Umfeld zur Verfügung, das kreative, inspirierende Teamarbeit bestmöglich unterstützt”, erklärt der Firmenchef.

Revital bewältigt komplexe und sensible Aufgaben

Im Umweltconsultingbereich gibt es wohl kaum ein Unternehmen mit einem ähnlich breiten Aufgabenspektrum: Naturgefahrenmanagement – vornehmlich in Form von Hochwasserschutz und Wasserbau – Natur- und Landschaftsschutz, Gewässerökologie und Gewässermonitoring, Regionalentwicklung und Raumplanung, Waldwirtschaftsplanung und Wildtiermanagement, Tourismus und Landschaftsarchitektur, ökologische Begleitplanung von Verkehrs-, Energie- und Industrieprojekten. Die Auftraggeber – etwa Gebietskörperschaften, Ministerien, Nationalparks, Energieversorger, Infrastrukturbetreiber wie ÖBB und ASFINAG, aber auch Industriebetriebe – schätzen das breite fachliche Spektrum und die Fähigkeit von Revital, gleichermaßen komplexe wie sensible Aufgabenstellungen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten und so zu innovativen Lösungen zu kommen, mit denen die oft widerstreitenden Interessen unter einen Hut gebracht werden können. Viel Erfahrung hat Revital auch mit grenzüberschreitenden Gewässerschutz- und Flussraummanagementprogrammen, die im Südosten bis Slowenien und Kroatien reichen, im Westen nach Bayern, Liechtenstein und in die Schweiz. In Vorarlberg ist man in besonders viele Raumplanungs- und Regionalentwicklungsvorhaben involviert, weshalb dort ein weiterer Standort eingerichtet wurde.

Klaus Michors Leidenschaft gilt nicht nur der Natur, sondern auch der Technik: „Die Digitalisierung ist in der Naturraumplanung längst angekommen und wurde schon früh in unsere Arbeitsprozesse integriert. Satellitenbilder, Laserscans, WebGIS und Drohnenbefliegungen machen Fern-erkundungen möglich und liefern uns enorme Datenmengen, die wir – teils mit von uns selbst entwickelten IT-Tools und auch gekoppelt mit Machine-Learning-Systemen – analysieren und für unsere Zwecke nutzbar machen. Ein Beispiel: Für die AMA haben wir eine Methode zur automatisierten Futterflächenbewertung und -berechnung von Almen auf der Basis von hochauflösenden Satellitenbildern entwickelt. Man müsste sonst eine Vielzahl von Kartierern ins Gelände schicken und käme nie zu einheitlichen Bewertungen”.

Vorbild bei Ökologisierung der Wirtschaft

Ein stetig wachsendes Geschäftsfeld von Revital ist die Konzeption und Begleitung von touristischen Projekten. Besonders stolz ist man auf den Alpe-Adria-Trail von Muggia zum Großglockner, der von einem führenden Reisemagazin zu den sieben besten Weitwanderwegen weltweit (!) gekürt wurde und zudem durch buchbare Angebote auch eine messbare, hohe Wertschöpfung für die durchquerten Alpenregionen generiert hat.

In der Ökologisierung der Wirtschaft Vorbild zu sein, ist Teil der Firmenphilosophie. Sei es mit der kürzlich in Betrieb genommen, photovoltaik-gespeisten Ladestation für Elektrofahrzeuge, sei es durch die intensive Nutzung von Videokonferenzen, womit man sich Dienstreisen erspart und Zeit gewinnt. Bei rund 100 pro Jahr betreuten Projekten im In- und Ausland ergibt sich daraus ein beachtlicher ökologischer wie ökonomischer Nutzen.

Modernste Technik unterstützt die Arbeit von Revital in vielen Bereichen. Video-Konferenzen mit Kunden und Partnern in bestens ausgestatteten Besprechungsräumen sind daher Alltag und Teil der Green-Meeting-Strategie.

Modernste Technik unterstützt die Arbeit von Revital in vielen Bereichen. Video-Konferenzen mit Kunden und Partnern in bestens ausgestatteten Besprechungsräumen sind daher Alltag und Teil der Green-Meeting-Strategie.

Maria Mietschnig, die Frau an der Seite von Klaus Michor, ist im Unternehmen als Geschäftsführerin für Personal, Finanzen und Controlling zuständig. Als Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Kindern ist ihr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch im Team von Revital – mit einem Frauenanteil von 50 Prozent – ein Herzensanliegen: „Flexible Arbeits- und Teilzeitmodelle, die Ermöglichung von Telearbeit und großzügige Weiterbildungsprogramme machen uns zu einem attraktiven Arbeitgeber und unterstützen unser Engagement für ein gutes Betriebsklima. Allerdings ist die Komplexität des Arbeits-, Sozial- und Steuerrechts und der vielen sonst noch einzuhaltenden Bestimmungen – man denke etwa an die DSGVO – kaum mehr überschaubar. Mein Wunsch wären klarere und auch einfacher zu handelnde Regelungen”.

Seit 2012 ist Revital – früher Ziviltechniker-Kanzlei – Mitglied der Wirtschaftskammer mit Ingenieurbüro-Befugnissen für fünf unterschiedliche Fachgebiete. „Ich fühle mich in der WK Tirol sehr gut aufgehoben und betreut,” stellt Klaus Michor fest. „Das ökologische Beratungsangebot halte ich allerdings für ausbaufähig – etwa um das Thema ‚naturnahes Firmengelände‘ wie in Niederösterreich”.

»Weitere Informationen: Revital – Integrative Naturraumplanung

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!