B2B-Plattform zur Interalpin

Es war wieder eine Veranstaltung mit Riesenresonanz: Die B2B-Plattform in der Tiroler Wirtschaftskammer, die am Vortag der Interalpin-Eröffnung hochkarätige Vertreter der Wintersportbranche zu intensiven Geschäftsgesprächen zusammenführte.

Die Veranstaltung der Wirtschaftskammer und der Außenwirtschaft Austria hat sich zu einem ausgesprochen erfolgreichen Format entwickelt. Rund 100 internationalen Besucher, allesamt Seilbahn- bzw. Skigebietsbetreiber, Entscheidungsträger, Immobilienentwickler und Regierungsvertreter nutzten die Gelegenheit, über die B2B-Einzelgespräche mit österreichischen Anbietern von Technologien und Know-how in Kontakt zu treten. Es war das bereits fünfte “Speeddating” im Rahmen der Interalpin, wie Franka Weissensteiner von “Advantage Austria – Außenwirtschaft Austria” erklärt. 430 hochwertige Gespräche fanden im Rahmen dieser Veranstaltung in Innsbruck statt.

Gregor Leitner, Leiter der Abeteilung Außenwirtschaft in der Tiroler Wirtschafskammer, dazu: “Es ist ideal, dass die Veranstaltung nicht während der Interalpin stattfindet, sondern einen Tag vor der Messeeröffnung. Das ist ein guter Einstieg in die Messe. Die Teilnehmer haben Gelegenheit für Erstkontakte, die sie dann an ihren Messeständen vertiefen können. Und, die die keinen eigenen Messestand haben, können hier weitere Kontakte auf der Messe vereinbaren.”

Heimische Unternehmen stark vertreten

24 Länder waren heuer vertreten und die Hälfte der österreichischen Unternehmensvertreter kam aus Tirol, zeigt sich Leitner erfreut über die starke Präsenz der heimischen Branche: “Hier konnte die Unternehmer in drei Stunden einen großen Teil der Wintersportwelt geschäftlich bearbeiten.”

Thomas Schubert vom Seilbahnbauer Leitner (mit Werk in Telfs): “Es ist toll, dass man viele Personen trifft, die man sich schon im Vorfeld aussuchen kann, und die man danach noch die Kontakte auf der Messe noch intensivieren kann.” Schubert registrierte bei den B2B-Gesprächen rege Nachfrage nach innovativen Seilbahnlösungen.

“Wir waren vor zwei Jahren schon dabei”, berichtet Benjamin Pötz vom Beschneiungsspezialist Techno Alpin in Volders: “Das ist ein idealer Start in die Interalpin. Sonst würde man nie so viele hochkarätige mögliche Partner in kurzer Zeit sprechen können.”

Romana Waldenhofer  von der Tiroler Rohre GmbH in Hall führte B2B-Gespräche u. a. mit Vertretern aus Frankreich, Russland, der Ukraine.  “Es ist eine gute Gelegenheit, Leute aus der Branche zu treffen, vor allem Manager aus Skigebieten. Tiroler rohre sind stark bei Wasserleitungen für Beschneiungsanlagen – Rohre, die hohen Druck aushalten müssen. Das Haller Unternehmern profitiert dabei von der extremen Langlebigkeit seiner Produkte. Immer mehr Skigebietbetreibern wird klar, dass sie langfristig mit Haller Rohren billiger kommen als mit Konkurrenzprodukten, die zwar in der unmittelbaren Anschaffung billiger sind, aber wegen raschem Verschleiß nach relativ kurzer Zeit wieder ersetzt werden müssen, Waldenhofer berichtet. Zudem ist die Beschneiung ein weiter boomendes Thema, nicht nur weil die Schneelage infolge warmer Temperaturen  teilweise schon auf den Gletschern zu wünschen übrig lasst, sondern schon deshalb, weil die Skigebiete viel Geld in Liftanlagen investieren. Und diese Investitionen rechnen sich eben nur, wenn die Saison auch eine gewisse Länge hat. Kunstschnee sorgt für die notwendige Saisonverlängerung, sagt Waldenhofer.

Auch Peter Exel von der AST Eis- und Solartechnik GmbH in Reutte, Anbieter von Kunsteisbahn-Systemen, zeigte sich beim B2B-Meeting sehr optimistisch: “Wir haben einer sehr erfolgreiche Saison hinter uns und heute sehr gute Gespräche geführt. Es gibt viel Interesse, unsere Technologie ist gefragt.

“Es ist das erste Mal, dass wir auf der Interalpin als Aussteller vertreten sind, wir wollen hier ein aktiveres Marketing als bisher betreiben”, berichten Patrick Mraz und Peter Berger vom Kitzbüheler Erzeuger von Winterdienstfahrzeuge Kahlbacher. Das Unternehmer, das u. a. Pistengeräte und Schneeräumfahrzeuge anbietet, will vor allem mit seinen kundenorientierten Individuallösungen punkten.

Gute Stimmung in der Branche

Gute Stimmung ortete Markus Weyrer von der feratel media technologies AG in Innsbruck bei dder B2B-Veranstaltung: “Man merkt, dass wir einen guten Winter hatten, und der Tourismus insgesamt ist ein weltweit expandierender Bereich”. Weyer führte Gespräche u. a. mit Vertretern aus Frankreich und Osteuropa.

Emanuel Wohlfarter, Geschäftsführer des Imster Förderband- und Freizeitgeräteherstellers Sunkid schätzte die B2B-Veranstaltung: “Viele gute neue Kontakte, das war sehr gut organisiert und sehr international, eine tolle Veranstaltung.”

Ein ähnlich lautendes Lob kommt von Oliver Suter, Chef der Firma Axess mit Standorten in Innsbruck, Salzburg und Bludenz: Die B2B-Plattform sei “eine Riesenhilfe für uns, vor allen für Märkte, die wir neu bearbeiten”.

Ähnlich urteilt auch Bruno Walter von der PRATTO Consulting in Innsbruck mit starkem Beratungsschwerpunkt auf Tourismus-IT und -telekommunikation, sieht in der B2B-Veranstaltung einen idealen Ort, Leute aus vielen Ländern zu treffen: “eine interessante Netzwerkgelegenheit”.

Tiroler Know-how weltweit gefragt

Tiroler Know-how ist weltweit gefragt, zeigte die Veranstaltung: Mamura Shadieva, Vertreterin Tadschikistans etwa, knüpfte rege Kontakte, um den Tourismus in ihrem gebirgigen Land mit Tiroler Hilfe aufzubauen. Die B2B-Veranstaltung war eines der Highlights in den Tagen um die Interalpin,  die immer mehr zur absoluten Top-Messe in Innsbruck wird. Umrahmt wurde die Interalpin u. a. durch hochkarätige Delegationen, wie z. B. aus Russland oder durch eine Exkursion zum Stubaier Gletscher, die auf sehr positive Resonanz stieß. Internationale Branchenvertreter ließen sich von den Gletscherbahnen neues Skigebiets-Know-how zeigen. Auch heimische Firmen wie Wintersteiger, Sunkid, Skidata, Leitner, Tiroler Rohre und die Area 47 hatten Gelegenheit, sich mit einem speziellen Firmenauftritt den internationalen Kunden zu präsentieren. Christoph Plank von der Außenwirtschaft Austria, fasste zusammen: “Es ist einfach phantastisch, dass sich die alpine Technologiewelt hier in Innsbruck trifft.”

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