Zukunftsranking – Bezirk Kufstein auf Platz 3

Die Pöchhacker Innovation Consulting GmbH hat zum zweiten Mal das Zukunftsranking der österreichischen Bezirke erstellt. Für Kufstein ergab dies eine äußert positive Bilanz: Von 94 österreichischen Bezirken erreichte man den dritten Platz – eine nochmalige Verbesserung, denn im Vorjahr lag man auf Platz 6.

Ausschlaggebend für die gute Platzierung des Bezirks Kufstein ist die sehr gute Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 1,35 Prozent und die Zahl der Arbeitnehmer wurde maßgeblich erhöht. Es sind vor allem die mittelständischen Unternehmen mit mehr als 100 Arbeitnehmern, die wieder aufgestockt haben. Erfreulicherweise konnte das Pro-Kopf-Einkommen um mehr als 2.000 Euro pro Jahr erhöht werden, wofür vor allem den Betrieben zu danken ist.

Zukunftsranking liefert wichtige Daten

Stefan Garbislander von der Tiroler Wirtschaftskammer erklärte bei einem Pressegespräch in Kufstein, dass man für Tirol eine detailliertere Auswertung gemacht wurde, um mit diesen Daten auch bei der Erstellung des Impulsprogramms der WK Tirol arbeiten zu können. Das Zukunftsranking wurde auf Basis von 19 Indikatoren in den vier Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wirtschaft & Innovation und Lebensqualität, und von 19 weiteren Indikatoren, die die jeweilige Entwicklungsdynamik im Mehrjahresvergleich in der jeweilige Kenngröße ausdrücken, erstellt.

Ein Stärkefeld des Bezirks ist vor allem der Arbeitsmarkt, wo Kufstein bei nahezu allen Indikatoren über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Auch bei den Indikatoren zur Lebensqualität und Demografie erzielt die Region hervorragende Ergebnisse – dazu zählen die überdurchschnittliche Steigerung von Kindertagesstätten und die Tatsache, dass viele junge Leute nach Kufstein zuwandern, was in erster Linie mit der Fachhochschule in Zusammenhang steht. Nicht zufrieden ist man jedoch damit, dass diese jungen Leute zwar zur Ausbildung nach Kufstein kommen, ihr Wissen dann aber zu wenig in der Region einbringen. „Es sollte die politische Absicht dafür kundgetan werden“, meinte Garbislander.

Vom Unternehmer zum Arbeitgeber

Deutlich gesunken ist auch die Kriminalitätsrate, die in Grenzstädten üblicherweise etwas erhöht ist, und damit ist auch die Lebensqualität in Kufstein gestiegen. Im Bereich Wirtschaft & Innovation kann Kufstein mit einem hohen Beschäftigungsanteil im High-Tech-Bereich und der Erhöhung der Erwerbstätigen in wissensintensiven Dienstleistungen punkten. Die Zahl der Firmengründungen ist in Kufstein hoch, allerdings handelt es sich in den meisten Fällen um sogenannte Ein-Personen-Unternehmen. „Wir arbeiten intensiv daran, aus diesen Unternehmern Arbeitgeber zu machen“, so Bezirksobmann Martin Hirner. Ist erst einmal die Hürde des ersten Arbeitnehmers getan, dann steht einer weiteren Entwicklung meist nichts mehr im Wege. Auch das Bildungsniveau und die Frauenerwerbsquote liegen in Kufstein deutlich höher als in den allermeisten anderen Regionen Österreichs.

»Weitere Informationen: Zukunftsranking 2019

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