Zwei Drittel der Tiroler kaufen auch online ein

Die Tiroler geben ca. 610 Millionen Euro pro Jahr beim „online-shoppen“ aus. Die WK tritt für faire Rahmenbedingungen im E-Commerce ein, damit die Wertschöpfung vermehrt in Österreich bleibt.

Die Zahl der Internet-Nutzer in Tirol hat sich in den vergangenen 15 Jahren von rund 230.000 im Jahr 2003 auf rund 500.000 im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Generell sind damit mittlerweile 88 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler im Alter zwischen 16 und 74 Jahren im Internet unterwegs, 74 Prozent sogar täglich – meist via Smartphone. Genutzt wird das Internet zum Beispiel für Online-Banking (60 %) und für Social-Media-Aktivitäten (53 %) vor allem aber auch als Handelsplattform. „Das Internet hat in der Welt des Handels zweifellos eine Revolution ausgelöst, die nach wie vor andauert. Neuesten Zahlen der KMU Forschung Austria zufolge kaufen rund 63 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler zumindest hin und wieder online ein und 15 Prozent nutzen das World-Wide-Web auch, um Dinge zu verkaufen“, weiß Barbara Thaler, WK-Vizepräsidentin und Sprecherin des Tiroler Internethandels.

Ebenso wie die Zahl der Online-Shopper ist auch die Höhe der Ausgaben beim Online-Shopping über die Jahre kontinuierlich gestiegen. Auf rund 610 Millionen Euro pro Jahr werden die Online-Ausgaben der Tirolerinnen und Tiroler geschätzt. Ein Wermutstropfen ist dabei, dass ein wesentlicher Anteil dieser Ausgaben ins Ausland fließt. Hier gilt es laut Thaler, die Hebel künftig noch stärker anzusetzen: „Egal ob stationärer Handel oder Online-Handel, wichtig ist, dass die Wertschöpfung im Land bleibt. Deshalb wollen wir die Tiroler Händler einerseits bestmöglich bei ihren E-Commerce-Aktivitäten unterstützen, damit sie der ständig steigenden Nachfrageseite auch ein heimisches Angebot bieten können. Andererseits kämpft die Wirtschaftskammer vehement für faire Rahmenbedingungen im E-Commerce. Deshalb begrüßen wir die Pläne der österreichischen Bundesregierung, eine eigene Digitalsteuer einzuführen. Denn es kann nicht sein, dass traditionelle Unternehmen rund 23 Prozent Steuer bezahlen, aber von den Umsätzen großer internationaler Onlinekonzerne in Österreich praktisch gar keine Steuerleistung bleibt“, so Thaler.

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